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Was genau steckt hinter der Lobbyarbeit für Kryptowährungen?

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Was genau steckt hinter der Lobbyarbeit für Kryptowährungen?
  • Die Blockchain Association lehnt Senatorin Warrens Krypto-Gesetzentwurf ab und befürchtet Arbeitsplatzverluste und strategische Einbußen.
  • Der Super-PAC von Fairshake greift die Abgeordnete Katie Porter an und wirft ihr vor, Innovationen zu schädigen.
  • Die politischen Aktivitäten von Krypto sind mittlerweile öffentlicher und zielen über das Lobbying hinaus auch auf Skeptiker ab.
  • Die Unterstützung für die Branche ist unter republikanischen Senatorentron, wie die Daten von Stand with Crypto verdeutlichen.

Die Machtzentren in Washington D.C. sind derzeit erfüllt vom Klang der Schritte einer aufstrebenden Branche. Kryptowährungen, einst ein Randphänomen der Finanzwelt, haben sich politisch etabliert und betreten den Ring mit einer Vehemenz, die viele überrascht hat. Das jüngste Schreiben der Blockchain Association an den Kongress belegt diesen Wandel; ein Weckruf, der die Bereitschaft der Branche signalisiert, für ihren Platz in der amerikanischen Zukunft zu kämpfen.

Die Krypto-Community ist in Aufruhr – nicht nur wegen der Transaktionen und des Handels, sondern auch wegen der dringenden Sorge um ihr Überleben angesichts drohender Gesetzesänderungen. Ein Brief, unterzeichnet von Branchengrößen wie Faryar Shirzad von Coinbase und Michele Korver von Andreessen Horowitz, ist ein Appell gegen einen Gesetzentwurf, der von Senatorin Elizabeth Warren, die für ihre kritische Haltung gegenüber Kryptowährungen bekannt ist. Der „Digital Asset Anti-Money Laundering Act of 2023“, wie er offiziell heißt, steht in der Kritik, da er potenziell Tausende von Arbeitsplätzen gefährdet und den Fortschritt des Landes im Bereich digitaler Vermögenswerte behindert.

Der Krypto-Kreuzzug intensiviert sich

Dies ist ein regelrechter Kreuzzug zum Schutz dessen, was viele in der Branche als Grundpfeiler zukünftiger Finanzinnovationen betrachten. Das Auftauchen von Fairshake, einem finanzstarken Super-PAC, das von Krypto-Giganten finanziert wird, unterstreicht eine strategische Neuausrichtung. Ihre erste Amtshandlung? Eine Medienkampagne gegen die Abgeordnete Katie Porter, die einen Senatssitz anstrebt, aber in Krypto-Kreisen als Schützling von Warren gilt und somit eine Bedrohung für ihre Sache darstellt.

Porters kritische Haltung gegenüber den bitcoin Minings, die sie 2022 in einem Brief an die Branche zur Rechenschaft zog, hat sie zur Zielscheibe von Fairshake gemacht. Die Argumentation des politischen Aktionskomitees ist eindeutig: Porters angebliche finanzielle Verbindungen zu Großbanken und der Ölindustrie deuten auf Heuchelei hin – eine Botschaft, die sie den kalifornischen Wählern vermitteln wollen.

Es steht viel auf dem Spiel, und die Taktiken der Krypto-Lobby entwickeln sich weiter. Vorbei sind die Zeiten der Intrigen hinter den Kulissen. Heute wird der Kampf der Branche um Einfluss offen ausgetragen, mit gezielten Werbekampagnen und öffentlichen Erklärungen. Der Wandel von Lobbyarbeit zu öffentlicher Konfrontation markiert eine bedeutende Strategieänderung, die darauf abzielt, Skeptiker zu diffamieren und Unterstützung für eine „kryptofreundliche Führung“ zu mobilisieren

Das politische Schachbrett

Die politischen Verstrickungen der Kryptoindustrie werden immer komplexer. Stand With Crypto, eine gemeinnützige Interessenvertretung, beleuchtet die Allianzen des Senats innerhalb der Branche. Die Daten zeigen eine politische Spaltung mit einer deutlichen Tendenz zur Unterstützung durch die Republikaner. Die Senatoren Cynthia Lumnis und Ted Burr profilieren sich als Verfechter der Kryptoindustrie; ihre Gesetzesinitiativen und öffentlichen Äußerungen positionieren sie als deren Verbündete.

Diese Annäherung an republikanische Politiker birgt jedoch ein Dilemma. Mit dem Ausklingen der Vorwahlen stehen die Krypto-Super-PACs vor einer entscheidenden Frage: Wen sollen sie unterstützen und wen bekämpfen? Diese Entscheidung könnte die politischen Aktivitäten der Branche in eine Schublade stecken und sie in einem Umfeld, in dem parteiübergreifende Unterstützung für den langfristigen Erfolg unerlässlich ist, parteiisch erscheinen lassen.

Die Fronten sind verhärtet, nicht nur im US-Kongress, sondern auch innerhalb der Blockchain-Branche selbst. Die beiden Schreiben der Blockchain Association an den Kongress, die Gründung und Aktivitäten von politischen Aktionskomitees wie Fairshake sowie die strategische Positionierung im Vorfeld derdentdeuten allesamt auf einen Sektor hin, der sein Recht auf Innovation und Erfolg vehement verteidigt.

Doch inmitten dieses politischen Gerangels bleibt eine grundlegende Frage bestehen: Kann die Kryptoindustrie die tückischen Gewässer der Washingtoner Politik durchqueren, ohne ihre Seele zu verlieren? Das Streben nach Gewinn und Einfluss ist zwar überlebensnotwendig, muss aber mit dem Bekenntnis zu den Idealen der Dezentralisierung und Innovation, die die Bewegung ursprünglich beflügelt haben, in Einklang gebracht werden.

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