Wale haben ihr Angebot aktiviert und in einem turbulenten Markt Coins an Binance gesendet. Die Einzahlungen großer Beträge auf Binance erreichten einen Dreimonatshöchststand – ein Niveau, das häufig eine Marktwende ankündigt.
Laut Daten von CryptoQuant haben die Bitcoin -Einlagen von Großinvestoren (Walen) bei Binance einen Dreimonatshöchststand erreicht. Während die Gesamtreserven der Börsen tendenziell sinken, fließen durch strategische Transaktionen von Großinvestoren oder Gewinnmitnahmen vermehrt BTC zu Binance. Die Börse bleibt der aktivste und liquideste Markt und verzeichnet an Spitzentagen das größte Handelsvolumen.

Bitcoin wird weiterhin nahe seiner lokalen Höchststände gehandelt, da Großinvestoren einen Teil ihrer Bestände nutzen, um kurzfristige Gewinne zu realisieren. Im vergangenen Monat zahlten Großinvestoren Bitcoin im Wert von 6,64 Milliarden US-Dollar auf Binanceein, mit besonders hohen Zuflüssen am 2. März und an anderen Tagen mit Marktturbulenzen.
Der jüngste Zufluss von Einlagen zwischen 100 und 1.000 BTC beschleunigte sich, da der Bitcoin-Kurs mit erhöhter Volatilität gehandelt wurde. Im vergangenen Monat verzeichnete der Bitcoin zwei Kursrückgänge und fiel kurzzeitig unter die Marke von 80.000 US-Dollar. Nach der letzten Erholung sank der Kurs erneut auf 89.036,06 US-Dollar, nachdem er zwischenzeitlich auf etwa 88.000 US-Dollar gefallen war.
Die jüngsten Kursbewegungen zeigen, dass Großinvestoren, die ihre Kryptowährungen selbst verwahren, Binance häufig für cashnutzen. Zudem kann selbst eine relativ geringe Menge an verfügbaren Coins den Markt bewegen. Binance wurde auch von Privatanlegern häufig genutzt, doch den größten Einfluss auf den Preis hatten Wallets mit über 100 BTC.
Wale machen zwischen 30 % und 50 % der Zuflüsse zu Binance , wobei ihre Aktivität je nach Marktlage variiert. Die täglichen Zuflüsse an den Börsen erreichen oft über 25.000 BTC. Häufig werden diese durch ähnliche Abflüsse ausgeglichen, was einen allgemeinen Trend zur Entfernung von BTC von den Börsen verdeutlicht.
Die jüngsten Marktbewegungen deuten darauf hin, dass das allgemeine Halteverhalten eine grundlegende Unterstützung bietet, aber Großinvestoren stets bereit sind, Gewinne mitzunehmen. Die aktuellen täglichen Zuflüsse lassen vermuten, dass Bitcoin langfristig knapp werden könnte, aber es sind genügend Coins vorhanden, um den Markt zu beeinflussen.
Zuflüsse von Großinvestoren wirken sich auch auf den Derivatemarkt aus und führen zu einer Reihe überwiegend langfristiger Liquidationen.
Die Nachfrage nach Bitcoin bleibt schwach
Im vergangenen Monat war Bitcoin von zahlreichen widersprüchlichen Entwicklungen geprägt, insbesondere im Zusammenhang mit den US-Handelszöllen. Dies führte zu einer insgesamt unentschlossenen Marktlage, in der Spot-Händler abwarteten. Bitcoin wurde weiterhin auf den Derivatemärkten gehandelt und baute seine Positionen nach jeder Liquidation schrittweise wieder auf. Aktuell deuten die Handelsströme zwischen den Börsen auf einen Kursverfall hin, auch wenn die Korrelation nicht immer eindeutig ist.

Im März verhielt sich Bitcoin ähnlich wie in früheren Erholungsphasen nach einem starken Hebelabbau und einem Kursrückgang. Es kam zu einer Kapitulation der Privatanleger, beginnend mit den kleinsten Inhabern. In den letzten Wochen sank die Zahl der Kleinanleger von über 240.000 auf rund 170.000. Bitcoin wird nun hauptsächlich von großen Wallets gehalten, während Privatanleger hinterherhinken. Diese halten schätzungsweise 1,6 Millionen Coins, während Großinvestoren 16,45 Millionen Bitcoin besitzen.
Die Nachfrage nach Bitcoin im Einzelhandel liegt zwar nahe ihrem Tiefststand, zeigt aber nach dem jüngsten Kurssturz Anzeichen einer Erholung. Die Derivatebörsen bauen das offene Interesse wieder auf, wobei innerhalb weniger Stunden Millionenbeträge zurückfließen.
Ein Indiz für einen möglichen Tiefpunkt am lokalen Markt ist das Verhalten von Großinvestoren auf Bitfinex. Diese Händler traten bereits in früheren Zyklen auf und bauten nach einer Marktkapitulierung Long-Positionen auf. Nun sind erneut Großinvestoren zu beobachten, was darauf hindeutet, dass sich das Blatt für Bitcoin wenden könnte.
Trotz der Zuflüsse bleibt Bitcoin in großen Mengen knapp. Börsen halten nur noch 2,5 Millionen Coins – ein historischer Tiefstand. Der außerbörsliche Handel (OTC) verzeichnet lediglich 141.000 BTC. Bitcoin-Miner besitzen 1,92 Millionen Coins und stellen damit einen der größten potenziellen Verkäufer für OTC-Käufer dar.
Der Bitcoin Angst- und Gierindex erholt sich langsam und liegt nun bei 26 Punkten. Er befindet sich zwar noch im Bereich extremer Angst, deutet aber gleichzeitig auf den Beginn einer optimistischeren Marktphase hin.
Kurzfristig wird erwartet, dass sich der Bitcoin-Kurs weiterhin zwischen 80.000 und 100.000 US-Dollar einpendeln wird, was auf eine weitere Seitwärtsbewegung hindeutet. Diese Phasen bieten strategischen Spot-Tradern und Großinvestoren jedoch die Möglichkeit, Gewinne zu realisieren und zu einem niedrigeren Preis nachzukaufen.

