Bahnbrechendes tragbares Assistenzgerät von NUS Computing stärkt die Position sehbehinderter Menschen

- AiSee ist ein tragbares KI-Gerät, das sehbehinderten Menschen mithilfe diskreter Kopfhörer hilft, Objekte leichter zu erkennen.
- Es funktioniert, indem es Bilder aufnimmt und Nutzeranfragen mithilfe fortschrittlicher KI-Technologie beantwortet.
- Das Gerät soll die Unabhängigkeit und Inklusion von sehbehinderten Menschen fördern; es werden kontinuierliche Anstrengungen unternommen, es erschwinglich und zugänglich zu machen.
Forscher der Fakultät für Informatik der National University of Singapore (NUS Computing) haben mit AiSee eine bahnbrechende Entwicklung im Bereich der Assistenztechnologie vorgestellt AiSee ist ein innovatives, tragbares Gerät, das sehbehinderte Menschen unterstützen soll. Mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) will AiSee den Alltag von Menschen mit Sehbehinderung verbessern.
Für sehbehinderte Menschen können alltägliche Aufgaben wie der Lebensmitteleinkauf eine große Herausforderung darstellen. Das Erkennen unddentvon Objekten ist entscheidend für fundierte Entscheidungen; genau hier setzt AiSee an. AiSee wurde über fünf Jahre hinweg schrittweise entwickelt und bietet mithilfe modernster KI-Technologien eine innovative Lösung für dieses Problem.
Die leitende Forscherin des Projekts AiSee, Associate Professor Suranga Nanayakkara vom Department für Informationssysteme und Analytik der NUS Computing, betonte die Bedeutung eines nutzerzentrierten Ansatzes bei der Entwicklung von AiSee. Anders als herkömmliche Ansätze, bei denen Brillen mit einer Kamera ausgestattet sind, verfolgt AiSee einen anderen Weg. Das Gerät verfügt über einen diskreten Knochenleitungskopfhörer und beseitigt so die Bedenken hinsichtlich der Stigmatisierung, die mit dem Tragen einer Brille verbunden ist.
Die Bedienung von AiSee ist einfach und intuitiv. Nutzer müssen lediglich ein Objekt halten und die integrierte Kamera aktivieren, um ein Bild aufzunehmen. Mithilfe von KIdentAiSee das Objekt und liefert auf Anfrage zusätzliche Informationen.
Drei Schlüsselkomponenten
AiSee besteht aus drei grundlegenden Komponenten:
Das Auge: Bildverarbeitungssoftware
AiSee verfügt über eine Mikrokamera, die das Sichtfeld des Benutzers erfasst. Diese Softwarekomponente, der sogenannte „Vision-Engine-Computer“, kann Merkmale wie Text, Logos und Beschriftungen aus den aufgenommenen Bilderntracund weiterverarbeiten.
Das Gehirn: KI-gestützte Bildverarbeitungseinheit und interaktives Frage-Antwort-System
Nachdem ein Foto des gewünschten Objekts aufgenommen wurde, nutzt AiSee fortschrittliche, cloudbasierte KI-Algorithmen zur Bildverarbeitung und -analyse für diedent. Nutzer können zudem verschiedene Fragen zum Objekt stellen. Dank seines leistungsstarken Sprachmodells eignet sich AiSee hervorragend für interaktive Frage-Antwort-Austausche.
Der Lautsprecher: Knochenleitungssystem
Der Kopfhörer von AiSee nutzt Knochenleitungstechnologie, wodurch Schall über die Schädelknochen übertragen wird. So erhalten sehbehinderte Menschen auditive Informationen und können gleichzeitig Umgebungsgeräusche wie Gespräche oder Verkehrslärm wahrnehmen. Umgebungsgeräusche sind für die Entscheidungsfindung unerlässlich, insbesondere in sicherheitskritischen Situationen.
Im Gegensatz zu vielen tragbaren Assistenzgeräten, die eine Kopplung mit einem Smartphone erfordern, ist AiSee ein in sich geschlossenes System, dasdentohne zusätzliche Geräte funktioniert.
Stärkung der Sehbehinderten
Das Potenzial von AiSee für die Gemeinschaft der Sehbehinderten ist erheblich. Derzeit haben Menschen mit Sehbehinderung in Singapur keinen Zugang zu assistiver KI-Technologie dieser Qualität. AiSee kann ihnen ermöglichen, Aufgaben, die normalerweise auf Hilfe angewiesen sind,dentzu erledigen. Zu den laufenden Bemühungen, AiSee erschwinglicher und zugänglicher zu machen, gehören ergonomische Designverbesserungen und eine schnellere Prozessoreinheit.
Mark Myres, ein sehbehinderterdent der National University of Singapore (NUS), der AiSee getestet hat, lobte dessen Inklusivität. Er hob hervor, dass AiSee einen ausgewogenen Ansatz bietet und sowohl sehbehinderten als auch blinden Menschen zugutekommt. Die Vielseitigkeit des Geräts eröffnet neue Möglichkeiten für ein breites Nutzerspektrum.
Das Team von Professor Suranga Nanayakkara arbeitet derzeit mit SG Enable in Singapur zusammen, um Nutzertests mit sehbehinderten Personen durchzuführen. Die aus diesen Tests gewonnenen Erkenntnisse werden dazu beitragen, die Funktionen und die Leistung von AiSee weiter zu optimieren.
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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