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Wall Street legt zu, nachdem Microsoft und Meta die Erwartungen deutlich übertroffen haben

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 3 Minuten
  • Microsoft und Meta übertrafen die Gewinnschätzungen und trieben die Wall Street damit in die Höhe.

  • Tesla-Aktien fielen nach Berichten über die Suche nach einem Nachfolger für Elon Musk.

  • Das BIP schrumpfte im ersten Quartal um 0,3 %, aber die Händler ignorierten dies und kauften wieder ein.

Die Wall Street legte am Mittwochabend einen fulminanten Start hin, nachdem Microsoft und Meta Platforms mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen übertroffen und die Marktdynamik grundlegend verändert hatten. Die Erholung erfolgte schnell und heftig, nachdem die Futures durchweg gestiegen waren.

Händler, die zuvor durch schwache BIP-Zahlen und die unklare Politik des Weißen Hauses verunsichert waren, richteten ihr Augenmerk auf die großen Technologiekonzerne. Sie trieben die Dow-Futures um 138 Punktebzw. 0,3 %, die S&P-500-Futures um 0,8 % und die Nasdaq-100-Futures um 1,3 % in die Höhe. Alle diese Kursbewegungen waren auf die anstehenden Unternehmensgewinne zurückzuführen.

Meta, das seine Ergebnisse für das erste Quartal nach Börsenschluss veröffentlichte, legte im nachbörslichen Handel um über 5 % zu. Der Umsatz des Quartals übertraf die Erwartungen. Microsoft steigerte sich sogar noch stärker und gewann fast 7 %, nachdem das Unternehmen sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnschätzungen für das dritte Geschäftsquartal übertroffen hatte.

Was die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich zog, war Azure. Die Cloud-Sparte verzeichnete erneut eintronWachstum, und das Unternehmen gab einen Ausblick, der die Käufer zufriedenstellte.

Die Tesla-Aktie hingegen verhielt sich genau gegenteilig. Sie fiel im nachbörslichen Handel auf Robinhood um mehr als 3 %, nachdem Berichte die Runde machten, dass der Vorstand nun nach einem Nachfolger für Elon Musk als CEO sucht. Bislang wurde noch kein Nachfolger benannt, doch allein die Suche nach einem Nachfolger reichte aus, um den Aktienkurs einbrechen zu lassen.

Händler ignorieren das schrumpfende BIP und setzen auf die Marktumkehr

Am Vormittag war der Markt nicht sodent. Die Wall Street hatte einen holprigen Start in den Handel. Bis zum Vormittag war der S&P 500 um mehr als 2 % gefallen, und der Dow Jones verlor über 780 Punkte.

Dann wendete sich das Blatt. Zum Börsenschluss schlossen beide Indizes im Plus, und das ganz ohne solide Fundamentaldaten. Erst herrschte Panik, dann nutzte man die Kursrückgänge zum Kauf.

Ein Teil dieser Panik rührte von neuen Daten des US-Handelsministeriums her. Die jüngsten Zahlen zeigten ein jährlich um 0,3 % sinkendes Bruttoinlandsprodukt. Das ist das erste Quartal mit negativem Wachstum seit Anfang 2022.

Die von Dow Jones befragten Analysten hatten mit einem Anstieg von 0,4 % gerechnet. Dieser blieb aus. Stattdessen gab die Wirtschaft nach. Doch die Händler ignorierten dies und setzten stattdessen bis zum Handelsschluss auf stark gefallene Aktien.

Diese Volatilität prägte den letzten Handelstag im April, der sich als äußerst schwierig erwiesen hatte. Die Aktienkurse brachen ein, nachdemdent Donald Trump am 2. April eine „gegenseitige“ Zollerhöhung angekündigt hatte. Später ruderte er bei den härtesten Zöllen zwar zurück, doch der Schaden war bereits angerichtet.

Der S&P 500 war zwischenzeitlich um mehr als 20 % gegenüber seinem Rekordhoch im Februar gefallen, was für einen Bärenmarkt ausreichte. Der Index schloss den Monat jedoch immer noch 9 % unter seinem Höchststand ab.

Der Dow Jones und der S&P 500 konnten sich nicht ausreichend erholen, um den Monat zu retten. Der Dow Jones verlor 3,2 %, der S&P 500 gab um 0,8 % nach. Lediglich der Nasdaq Composite konnte Gewinne verzeichnen und beendete den April mit einem Plus von 0,9 %.

Die Erwartungen an die Fed verändern sich, während das Handelsvolumen hinterherhinkt

Was die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) betrifft, erwarten Händler nun, dass die Zentralbank die Zinsen noch vor Jahresende um einen vollen Prozentpunkt senken wird. Jüngste Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell und anderen Fed-Vertretern deuten jedoch darauf hin, dass sie nur sehr zögerlich handeln werden. Es gibt keine Garantie dafür, dass diese Zinssenkungen bald erfolgen werden.

Der Mittwoch markierte zudem den 100. Tag von Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Seit seinem Amtsantritt haben seine Handelspolitik, die angedrohten Zölle und die unaufhörlichen politischen Manöver jegliche anfängliche Hoffnung auf Deregulierung oder Steuersenkungen zunichtegemacht. Der anfängliche Aufschwung der Märkte nach seinem Wahlsieg im November ist vollständig verflogen. Übrig geblieben ist Volatilität.

Die Zahlen bestätigten, wie turbulent der Handelstag verlief, auch wenn er im Plus endete. An der NYSE überwogen die Kursverluste die Kursgewinne im Verhältnis 1,19 zu 1. An der Nasdaq war das Verhältnis mit 1,28 zu 1 noch schlechter. Der S&P 500 verzeichnete 10 neue 52-Wochen-Hochs und 3 neue Tiefs. Der Nasdaq Composite hingegen erreichte 39 neue Hochs und sage und schreibe 85 neue Tiefs.

Und das Handelsvolumen? Geringer. An den US-Börsen wurden insgesamt 16,97 Milliarden Aktien gehandelt, deutlich unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 19,57 Milliarden. Das ist kein Zeichen von Zuversicht. Es beweist vielmehr, wie verunsichert die Anleger trotz der Kursrallye weiterhin sind.

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