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Vodacom und WWF testen KI zum Schutz von Meeressäugetieren

In diesem Beitrag:

  • Vodacom und der WWF arbeiten zusammen, um mithilfe von KI in der Saldanha-Bucht Meeressäugetiere vor Verhedderungen in Muschelfarmen zu schützen.
  • Digitale Hilfsmittel unterstützen die Auswahl nachhaltiger Meeresfrüchte und sensibilisieren die nächste Generation für den Schutz der Ozeane.
  • Innovative Technologien schützen Wale und sammeln wichtige wissenschaftliche Daten, was Hoffnung für den Schutz mariner Ökosysteme bietet.

 

In einer innovativen Partnerschaft zum Schutz von Meeressäugetieren haben Vodacom Südafrika und der WWF Südafrika ein wegweisendes Pilotprojekt ins Leben gerufen. Das Projekt in der Saldanha-Bucht an der Westküste Südafrikas zielt darauf ab, die Herausforderungen traditioneller Fischergemeinden zu bewältigen, die mit den Folgen von Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimawandel zu kämpfen haben. 

Muschelzucht überdenken

Auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen haben die Partner eine einzigartige Methode zur Muschelzucht an Seilen vor der Küste eingeführt. Dieser Ansatz liefert nicht nur eine umweltschonende, proteinreiche Quelle für Meeresfrüchte, sondern trägt auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Wie bei jedem Vorhaben gibt es jedoch Herausforderungen, und in diesem Fall besteht ein erhebliches Risiko: Meeressäugetiere, darunter Wale, könnten sich in den Zuchtseilen verfangen.

Technologie zum Schutz des Meereslebens nutzen

Vodacom hat in Zusammenarbeit mit dem WWF Südafrika technologische Lösungen für dieses dringende Problem entwickelt. Mithilfe strategisch platzierter Kameras und Hydrophone wird das Wasser der Aquakultur-Entwicklungszone in der Saldanha-Bucht (SBADZ) überwacht. Diese Geräte dienen als Frühwarnsystem, das Muschelzüchter über die Anwesenheit von Walen in der Nähe informiert und im Falle einer Verwicklung die Aktivierung desdent der SBADZ ermöglicht.

Wale spielen, wie der WWF betont, eine entscheidende Rolle für den Erhalt gesunder Meeresumwelten, indem sie zur Bindung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre beitragen. Schätzungen zufolge bindet jeder Großwal durchschnittlich 33 Tonnen CO₂. Trotz jahrzehntelanger Schutzbemühungen gelten jedoch sechs der 13 Großwalarten als gefährdet oder bedroht.

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Vom Walschutz bis zur Sammlung wissenschaftlicher Daten

Die Vorteile des Frühwarnsystems reichen weit über den Schutz von Walen hinaus. Es dient auch als wertvolles Instrument zur Erfassung wissenschaftlicher Daten über die Wanderungen von Meerestieren in der Region. Diese Daten könnten sich als unschätzbar wertvoll erweisen, um Schiffskollisionen mit anderen Meerestieren wie Robben und Delfinen zu verhindern. 

Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojekts in der Saldanha-Bucht besteht die Möglichkeit, die Lösung auf andere Küstengebiete und Fischereien auszuweiten und so einen umfassenderen Schutz für marine Ökosysteme und Wildtiere zu bieten.

Digitale Werkzeuge für nachhaltige Fischerei

Die Zusammenarbeit zwischen Vodacom und dem WWF Südafrika geht über den Schutz von Meeressäugetieren hinaus. Gemeinsam entwickeln sie digitale Tools zur Unterstützung der WWF-Initiative für nachhaltige Fischerei im südlichen Afrika (WWF-SASSI). Diese Initiative setzt sich für den Naturschutz ein, indem sie den Konsum nachhaltiger Meeresfrüchte fördert und die Bevölkerung über die Bedeutung der Ozeane aufklärt.

Ein solches Instrument ist die digitale Plattform WWF-SASSI Fish ID, die Verbraucher und Fachleute der Fischereiindustrie dabei unterstützt, fundierte Kaufentscheidungen für Meeresfrüchte zu treffen. Auf dieser Plattform sind auch Zuchtmuscheln in der SASSI-Grünen Liste aufgeführt, was auf deren Nachhaltigkeit hinweist.

Die nächste Generation ausbilden

Zusätzlich zu diesen digitalen Initiativen engagieren sich die Partner für die Aufklärung zukünftiger Generationen über die Bedeutung des Meeresschutzes. Sie haben ihre Bemühungen erweitert und ein Zentrum für frühkindliche Entwicklung sowie eine weiterführende Schule in der Saldanha-Bucht in das Bildungsnetzwerk von Vodacom integriert. Dieser Ansatz zielt darauf ab, jungen Menschen Umweltbewusstsein zu vermitteln und sie zu verantwortungsvollen Hütern unserer Ozeane zu erziehen.

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Pavitray Pillay, WWF-SASSI-Manager, WWF Südafrika, kommentiert

Pavitray Pillay, WWF-SASSI-Managerin beim WWF Südafrika, zeigte sich begeistert vom Potenzial des Projekts: „An Seilen gezüchtete Miesmuscheln sind eine fantastische Quelle für nachhaltige Meeresfrüchte. Alle Bemühungen, die sicherstellen, dass diese Branche weiterhin auf unserer WWF-SASSI-Liste der nachhaltigen Branchen steht, sind zu begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass Vodacom Zeit, Mühe und Ressourcen in dieses Pilotprojekt investiert, das großes Potenzial hat, in anderen Aquakultur-Entwicklungszonen entlang der Küste ausgeweitet zu werden.“

In einer Zeit, in der technologische Innovationen unerlässlich sind, um Umweltprobleme zu bewältigen, ist die Zusammenarbeit zwischen Vodacom und dem WWF Südafrika ein Hoffnungsschimmer. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und digitaler Werkzeuge schützen sie nicht nur die Meereslebewesen, sondern bilden auch die nächste Generation aus und inspirieren sie zu verantwortungsvollem Umweltschutz. Mit der Ausweitung und Weiterentwicklung dieses Pilotprojekts könnte seine Wirkung weit über die Saldanha-Bucht hinausreichen und einen Leitfaden für den Schutz unserer Ozeane und ihrer Bewohner bieten.

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