Visa und Mastercard verschieben den Start von Kryptowährungen – was bedeutet das für die Zukunft digitaler Währungen?

- Sowohl Visa als auch Mastercard haben beschlossen, die Einführung bestimmter Krypto-Produkte und -Dienstleistungen zu verschieben.
- Die beiden Unternehmen nannten Unsicherheiten im regulatorischen Rahmen als Grund für die Verzögerung.
Die Kryptoindustrie erlitt 2022 durch die Insolvenzen der bedeutenden Akteure FTX und BlockFi, was bei Anlegern für Verunsicherung sorgte und zu verstärkter regulatorischer Kontrolle führte. Sowohl Visa als auch Mastercard haben beschlossen, die Einführung bestimmter Kryptoprodukte und -dienstleistungen zu verschieben, bis sich die Marktbedingungen verbessern und das regulatorische Umfeld günstiger ist.
Visa, der weltweit größte Zahlungsdienstleister, erklärte, die jüngsten Fehlschläge im Kryptosektor erinnerten zwar an den noch langen Weg, doch ihre Kryptostrategie und ihr Fokus blieben unverändert. Mastercard äußerte sich ähnlich und betonte, dass man weiterhin erforsche, wie die Blockchain-Technologie zur Lösung aktueller Probleme und zur Schaffung effizienterer Systeme beitragen könne.
Die Unsicherheit des regulatorischen Rahmens führt zu Verzögerungen bei der Einführung von Kryptowährungen durch Kreditkartenunternehmen
In den letzten Jahren haben große Kreditkartenunternehmen angesichts der rasant steigenden Popularität von Kryptowährungen vermehrtes Interesse an diesen gezeigt. Manche sehen darin den nächsten großen Schritt im Finanzwesen, weshalb diese Kartenfirmen mit zahlreichen Krypto-Unternehmen kooperieren und eigene Teams mit der Erforschung der Blockchain-Technologie beauftragt haben. Darüber hinaus erhalten sie einen kleinen Prozentsatz jeder abgewickelten Transaktion.
Im April 2022 schloss sich Mastercard mit Nexo zusammen, um die weltweit erste „kryptogedeckte“ Zahlungskarte einzuführen. Im November desselben Jahres beendete Visa dann seine globalen Kreditkartenvereinbarungen mit FTX – nur einen Monat nach der Ankündigung einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Kryptobörse.
Der Kreditkartenanbieter American Express prüft die Möglichkeit, künftig Kryptowährungen zur Einlösung von Bonuspunkten zu akzeptieren, räumt diesem Aspekt aber derzeit keine Priorität ein. Ein Sprecher von American Express erklärte, dass Kryptowährungen vorerst nicht die Kerndienstleistungen im Zahlungs- und Kreditbereich ersetzen werden.
Thomas Hayes, Vorsitzender und geschäftsführender Gesellschafter der Investmentfirma Great Hill Capital, merkte an, dass das Unternehmen erst dann Fortschritte erzielen könne und solle, wenn ein klarerer regulatorischer Rahmen bestehe. Er fügte hinzu, die Verzögerungen seien auf das unsichere Kryptoumfeld und die sinkende Nachfrage nach Kryptodienstleistungen zurückzuführen. American Express erklärte dennoch, man werde weiterhin sinnvolle Anwendungsfälle für die Kryptotechnologie prüfen.
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