Der deutsche VDMA warnt: US-Zollausweitung wird über 50 % der Maschinenexporte betreffen

- Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) warnte, dass eine Ausweitung der US-Zölle Auswirkungen auf mehr als 50 % der deutschen und europäischen Maschinenexporte haben könnte.
- Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, der 3.600 Unternehmen vertritt, teilte mit, dass der Anteil der betroffenen Exporte von 40 % im August auf 56 % gestiegen sei.
- Der europäische Maschinenbaukonzern Krone hat kürzlich seine US-Exporte ausgesetzt und begründet dies mit alarmierenden versteckten Zöllen auf über 400 Produkte, darunter Mähdrescher und Haartrockner.
Der VDMA, der Verband deutscher Maschinenbauunternehmen, warnte davor, dass die im Dezember erfolgte Ausweitung der US-Zölle über 50 % der deutschen und europäischen Maschinenexporte treffen könnte. Der Verband der 3.600 Anlagen- und Maschinenbauunternehmen gab an, dass der Anteil der betroffenen Exporte von 40 % im August auf 56 % gestiegen sei.
Derdent des VDMA, Bertram Kawlath, forderte die EU auf, das Zollabkommen mit den USA schnellstmöglich neu zu verhandeln, um ihre Industrie vor wirtschaftlichen Einbußen zu schützen. Er erklärte, die hohen Strafzölle auf US-Exporte würden nahezu alle Bereiche des Maschinenbaus betreffen.
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer des VDMA, betonte, dass das frühere Abkommen zwischen den USA und Europa über Zölle von 15 % kaum mehr wert sei als das Papier, auf dem es geschrieben stand, wenn die USA die Zölle auf Stahl und Aluminium weiter ausweiten würden.
Ein Sprecher wies außerdem darauf hin, dass die Mitgliedsunternehmen des Verbandes nach den jüngsten Änderungen der Zolltarifbestimmungen den Gehalt und Wert der verschiedenen Stahlsorten in ihren Maschinen (bzw. deren Herkunft) dem US-Zoll melden müssten.
Brodtmann sagt, die Unternehmen unter dem VDMA seien verzweifelt
Jede zweite Maschine aus Europa wird im #Export nach #USA bald wohl den hohen Stahl-Strafzöllen unterliegen. Die EU muss zwingend nachverhandeln, fordert VDMA-Experte Oliver Richtberg in der ntv Telebörse @ntv_wirtschaft #Strafzölle #VDMA pic.twitter.com/gd0zhISYBd
— VDMA (@VDMAonline) 29. Oktober 2025
Der Geschäftsführer des VDMA erklärte, die dem Verband angehörenden Unternehmen seien angesichts der Offenlegungspflichten für Stahllieferungen verzweifelt. Er wies darauf hin, dass es für die Unternehmen schwierig sei, den Wert des Stahls oder dessen Herkunft zu ermitteln. Brodtmann gab zudem bekannt, dass der US-Zoll automatischmaticHöchstzoll für russischeLieferungen erheben werde, falls keine Herkunftsangabe möglich sei.
Der VDMA-Sprecher merkte zudem an, dass diese Neuerung den Aufwand und die Bürokratie für die betroffenen Unternehmen erheblich erhöhen werde. Da die Tarifliste alle vier Monate aktualisiert werde, bestehe für die Unternehmen keine langfristige Planungssicherheit.
Der VDMA wies zudem darauf hin, dass die jüngsten Änderungen der US-Zölle bei deutschen Maschinenbauern für große Verunsicherung sorgen. Die Liste umfasst bereits 406 Positionen, die 165 Produkte typischer Bau- und Landmaschinenhersteller betreffen. Der Verband betonte, dass die Auswirkungen auf Stahl- und Aluminiumderivate weitreichend sein können und dämpfte damit die Hoffnung, dass die bevorstehende Aktualisierung die Anzahl der betroffenen Positionen reduzieren würde.
Die europäische Krone setzt US-Exporte aus
Der europäische Maschinenbaukonzern Krone hat kürzlich ausgesetzt seine US-Exporte aufgrund alarmierender versteckter Zölle auf über 400 Produkte, darunter Mähdrescher, Stricknadeln und Haartrockner,dent Donald Trump belegt fast 407 spezifische Produkte mit Zöllen, von Eisenbahn- und Brückenkonstruktionen bis hin zu Dunstabzugshauben.
Bernard Krone, Vorstandsvorsitzender in vierter Generation, erklärte, die neuen Zölle fielen nicht unter das EU-Abkommen und seien ein großer Schock gewesen, da die USA mit einem jährlichen Volumen von über 130 Millionen US-Dollar (97 Millionen Pfund) der zweitgrößte Markt der Region seien. Oliver Richtberg, Leiter Außenhandel des VDMA, sagte, einige Unternehmen hätten ihre Exporte in die USA aufgrund der hohen bürokratischen Hürden eingestellt.
Der Krone-Vorsitzende hält das im Juli geschlossene EU-US-Abkommen zwar für unvollkommen, doch bot es bis zur Veröffentlichung der Liste der Stahlderivate im August Planungssicherheit. Er merkte an, dass die Liste angesichts von über 18.000 Teilen in Krones Landmaschinen schockierend sei und niemand erklärt habe, ob die Zölle vom Rohstahlpreis, der Herkunft oder dem Gewicht abhingen.
Das US-amerikanische Logistik- und Speditionsunternehmen Flexport wies ebenfalls darauf hin, dass fehlerhafte Dokumente kostspielig sein können. Das Unternehmen hält es für ungerecht, dass die US-Zollbehörden auf Stahlprodukte der Liste mit fehlerhaften Dokumenten Höchstzölle erheben. Zudem könnten die US-Zollbehörden Rückerstattungen zurückhalten, bis die Dokumente vollständig und korrekt sind.
Nach wochenlangen Gesprächen mit Anwälten und US-Beamten beiderseits des Atlantiks erklärte der Vorsitzende Krone jedoch, er sei sich weiterhin unsicher bezüglich der von den US-Zollbehörden geforderten Dokumente. Er fügte hinzu, sein Unternehmen werde die US-Exporte schließlich mit einem Testcontainer kleinerer Maschinen wieder aufnehmen, anstatt das Risiko einzugehen, die teureren Maschinen zu versenden.
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