Uruguay findet neuartige Verwendung für Kryptowährung mit Plastikpunkten

Der beliebte Badeort Piriapolis in Uruguay hat eine noch nie dagewesene Verwendung für Kryptowährungen gefunden, indem er seine Bürger dazu anregt, ihre Plastikreste an einer dafür vorgesehenen Sammelstelle abzugeben und im Gegenzug Kryptowährungen zu erhalten, um bei ausgewählten Einzelhändlern Angebote und Rabatte auf Einkäufe zu bekommen, berichtete die Times of India am Sonntag.
An einem brütend heißen Sommertag sieht man zahlreiche Uruguayer, die große Mengen Plastikmüll zu einer Sammelstelle in Strandnähe bringen. Für ein Mindestgewicht von einem Kilogramm erhalten sie – je nach Art des Plastiks – 100 bis 400 Plasticoins auf ihr Smartphone. Diese können sie später in ausgewählten Geschäften für Rabatte einlösen. Wenn das keine ungewöhnliche Verwendung von Kryptowährung ist, dann wissen wir auch nicht!
Uruguay wird für seinen unkonventionellen Umgang mit Kryptowährung gelobt
Dieses südamerikanische Land mit seinen vielen Stränden kämpft seit Jahren mit Problemen wie Übertourismus und Strandverschmutzung. Die beiden Krypto-Enthusiasten und Umweltschützer Juan Rivero und Nicole Wyaus überzeugten daher die staatliche Entwicklungsagentur ANDE, die für technologisches Wachstum und Innovation im Land zuständig ist, das einzigartige Projekt „plasticoin“ zu starten. Ziel des Projekts ist die Sanierung der betroffenen Küstenabschnitte mithilfe von Kryptowährung.
Vereinfacht gesagt, soll das System die Menschen dazu anregen, ihren Müll ordnungsgemäß zu trennen und Plastik zu sammeln, bevor sie es gegen „Plasticoins“ eintauschen. Mit diesen „Plasticoins“ können sie eine Reihe von vergünstigten Produkten und Dienstleistungen erwerben. Die umweltfreundlichen „Plasticoins“ sollen regional eingeführt werden und so zur Säuberung der Küstenregion von Piriápolis beitragen.
„Unser Hauptziel ist die Säuberung des Strandes“, sagte Rivero, der das Projekt leiten wird, indem er die Bevölkerung dazu anregt, sich online zu registrieren und ihre Plastikabfälle an einer der drei Sammelstellen abzugeben. Teilnehmer, die Plastikmüll aus dem Haushalt abgeben, erhalten 100 Plasticoins; für am Strand gesammelte Plastikabfälle gibt estracPlasticoins, und Mikroplastik wird mit 400 Plasticoins vergütet.
Das Projekt Plasticoin hat seit seinem Start im Januar zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bislang hat es von der Regierung Fördermittel in Höhe von 5000 US-Dollar erhalten und in weniger als drei Wochen über tausend Teilnehmer gewonnen.
Titelbild von Pixabay
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Manasee Joshi
Manasee ist eine begeisterte Leserin und leidenschaftliche Autorin und hat sich kürzlich entschieden, sich ganz dem freiberuflichen Schreiben zu widmen. Mit einem Abschluss in Anglistik und Erfahrungen in den Bereichen Verwaltung, Personalwesen, Finanzen, Literatur, Kreativität und Innovation erstellt sie ansprechende und fesselnde Inhalte für die Krypto- und Blockchain-Community.
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