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Die Inflation in den USA steigt auf 3,5 % und widerspricht damit den Erwartungen

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Inflation in den USA steigt auf 3,5 % und widerspricht damit den Erwartungen
  • Die Inflation in den USA stieg von März 2023 bis März 2024 auf 3,5 % und lag damit höher als im Vormonat.
  • Angesichts des unerwarteten Anstiegs der Inflation ist eine baldige Senkung der Zinssätze durch die US-Notenbank Federal Reserve unwahrscheinlich.
  • Hohe Wohn- und Energiekosten sind wesentliche Treiber der aktuellen Inflationsrate.
  • Die Aktienmärkte reagierten negativ, die wichtigsten Indizes schlossen im Minus.

Entgegen aller Erwartungen legte die US-Inflation weiter zu und kletterte von März 2023 bis März 2024 auf stolze 3,5 %. Wer dachte, die Achterbahnfahrt würde nun endlich ein Ende nehmen, der irrt sich gewaltig.

Die Betreiber dieser Attraktion, sprich die US-Notenbank, werden die hohen Zinssätze wohl nicht so bald senken.

Warum? Weil die neuesten Zahlen des Bureau of Labor Statistics alle überrascht haben, indem sie zeigten, dass die Preise nicht einfach nur losgesprintet sind, sondern allein von Februar bis März um 0,4 % gestiegen sind.

Der kleine Spaziergang der Fed

Nun steckt die Fed, hoch oben in ihrem Turm, in einer ziemlichen Zwickmühle.

Sie hatten auf ein Zeichen gehofft, irgendein Zeichen, dass die Inflation nachlassen und sinken würde, bevor sie überhaupt an eine Senkung der Kreditkosten denken würden. Doch leider hatte das Universum andere Pläne, und die Daten seit Jahresbeginn glichen einer Reihe unerwünschter Überraschungen auf einer Geburtstagsfeier, zu der niemand eingeladen war. Dies hat Ökonomen und Marktbeobachter gleichermaßen dazu veranlasst, ihre wohlklingenden Fantasien von Zinssenkungen auf das ferne Ende des Jahres 2024 zu verschieben.

Douglas Holtz-Eakin, ein kluger Kopf des American Action Forum, nahm kein Blatt vor den Mund, als er sagte, die Zahlen vom März seien nicht gerade vertrauenserweckend. Und wenn selbst Experten kein Vertrauen haben, weiß man, dass es Zeit ist, sich warm anzuziehen.

Wie auf Kommando rutschte auch der Aktienmarkt ins Minus. Man stelle sich vor: Der Dow Jones Industrial Average stolpert nicht nur, sondern stürzt um über 1 % ab. Es sieht so aus, als ob die mit Spannung erwarteten Zinssenkungen mit demdentim November kollidieren könnten.

Das war ja mal ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.

Die Fed, die sich nach besten Kräften aus dem politischen Schlammschlachtgeschehen heraushalten will, sieht sich mit einem Kalender konfrontiert, der sich nicht um Außenwirkung schert.

Selbst mein Liebling Biden räumte inmitten seines vollen Terminkalenders ein, dass dieser brisante Inflationsbericht die Zinssenkungen möglicherweise etwas verzögern könnte. Doch ganz in politischer Manier schloss er mit einem „Wir wissen es nicht genau“ ab

Aber mal ehrlich, Leute, wer tut das schon?

Was ist das Manipulieren der Inflationsbücher?

Schaut man genauer hin, offenbaren sich die Hauptverursacher der Inflation – Wohn- und Energiekosten – als die üblichen Verdächtigen, die mehr als die Hälfte des Inflationskorbs ausmachen. Die Mieten kletterten im März um 0,4 % und erreichten damit einen Anstieg von stolzen 5,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Energiekosten stiegen im März um 1,1 %. Und nicht zu vergessen die Kfz-Versicherung, die ihren Teil zum Inflationsgeschehen im März beitrug.

Quelle: US Bureau of Labor Statistics

Letztes Jahr gab es eine kurze Entspannung bei der Inflation, da sich die Lage nach der Pandemie tracund die Benzinpreise nach dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sanken. Doch gerade als wir aufatmen wollten, sorgte das erste Quartal dieses Jahres für einen unerwarteten Dämpfer: Die Preise stiegen statt zu sinken.

Die Sache wird noch komplizierter, wenn wir uns die Kerninflation ansehen, ein Fachbegriff für ein Inflationsmaß, das volatile Lebensmittel- und Energiepreise sowie Wohn- und Mietkosten ausklammert. Diese Inflationsrate stieg im März im Jahresvergleich auf 4,8 % und verdeutlicht damit, dass der Traum der Fed von 2 % Inflation weiterhin nur ein Traum ist.

Da die Kerninflation in den letzten drei Monaten auf eine annualisierte Rate von über 8 % hindeutet, ist es, als hätte die Inflation beschlossen, einen Marathonlauf zu veranstalten, ohne irgendjemanden zu informieren.

Die ganze Situation ist, als säße man zwischen Baum und Borke: Die Inflation will einfach nicht mitspielen, und Bereiche, die normalerweise nicht optional sind, wie Auto- und Wohngebäudeversicherungen, machen es noch schwieriger, den Gürtel enger zu schnallen.

Was bedeutet das alles für den Durchschnittsamerikaner?

Nun, meine Lieben, die Lage ist knifflig. Führende Ökonomen gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zeit keine deutliche Entspannung bei den Dienstleistungspreisen erleben werden. Und da die Fed wohl weiterhin an ihrer restriktiven Geldpolitik festhalten wird, bis sich die Lage beruhigt, steht uns eine interessante Zeit bevor.

Das Positive daran, wenn man es so nennen kann, ist, dass es einige wenige Hoffnungsschimmer gibt.

Die Preise in einigen Kategorien entspannen sich, Gebrauchtwagen, Neuwagen und Flugtickets sind im Preis gesunken. Und für alle, die mit Schrecken auf die Lebensmittelrechnung blicken, gibt es gute Nachrichten: Die Lebensmittelpreise stagnieren, der Index für den Konsum von Lebensmitteln zu Hause liegt aktuell bei 0 %.

So, Leute, das war's. Keine endgültigen Schlüsse, nur das nächste Kapitel in der fortlaufenden Geschichte der US-Wirtschaft.

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