Japans Finanzminister plant die Legalisierung von Krypto-ETFs

- Die japanische Regierung möchte Krypto-ETFs legalisieren und digitale Vermögenswerte als Finanzprodukte neu einstufen.
- Die Änderung ist relevant für Investoren auf dem japanischen Markt sowie für Unternehmen wie SBI Securities und Rakuten Securities.
- Der neue Plan, der eine Senkung der Steuer auf Kryptogewinne von bis zu 55 % auf pauschal 20 % vorsieht, wurde vom Unterhaus verabschiedet.
Die japanische Regierung plant, Krypto-ETFs zu legalisieren und digitale Vermögenswerte im Rahmen neuer Finanzgesetze als Finanzprodukte einzustufen. Finanzministerin Satsuki Katayama gab dies am Donnerstag bekannt.
Der neue Plan sieht vor, dass normale japanische Brokerkunden Zugang zu regulierten Krypto-Anlagen erhalten.
Katayama ist der Ansicht, dass Japan einen stärkeren Rechtsrahmen und ein robusteres Handelsökosystem benötigttronumtronVertrauen der Anleger zu stärken. Sie äußerte sich dazu auf dem Open Quick 2026 Seminar in Tokio, einer Veranstaltung des Finanzdatenanbieters QUICK. Sie erklärte außerdem, Japan wolle Krypto-ETFs zulassen, wie es bereits viele andere Länder getan haben.
Der Schlüssel zu dieser Kursänderung liegt in einer Änderung der Gesetzgebung, die Aktien und Anleihen regelt, nämlich des Financial Instruments and Exchange Act (FIEA), des Gesetzes, das Aktien und Anleihen regelt.
Aktuell werden Kryptowährungen in Japan als Zahlungsmittel behandelt und durch das Zahlungsdienstegesetz reguliert. Durch die Umklassifizierung von „Zahlungsmittel“ zu „Finanzprodukt“ würden sie dem gleichen regulatorischen Rahmen wie börsennotierte Wertpapiere unterliegen.
Wer ist bereit, Krypto-ETFs in Japan zu verkaufen?
Sobald der Änderungsprozess abgeschlossen ist, können Brokerhäuser mit dem Angebot von Krypto-ETFs beginnen, und einige Firmen stehen bereits Schlange, um sich auf den neuen Rechtsrahmen vorzubereiten.
Unternehmen wie BI Securities und Rakuten Securities sind bereit, mit dem Verkauf von Krypto-ETFs zu beginnen. Firmen wie Nomura Asset Management, SBI Global Asset Management, Daiwa Asset Management und mit Mitsubishi UFJ verbundene Tochtergesellschaften haben bereits vor einer möglichen Zulassung Krypto-ETF-Produkte untersucht oder entwickelt.
Auch japanische Investoren würden diesen Zugang begrüßen. Ein an einer heimischen Börse notierter ETF ermöglicht es ihnen, Kryptowährungen über herkömmliche Wertpapierdepots zu halten, ohne den zusätzlichen Aufwand separater Börsenkonten oder privater Schlüssel betreiben zu müssen.
Der steuerliche Aspekt könnte wichtiger sein als die Fondsstruktur. In Japan werden Gewinne aus dem Kryptohandel als sonstige Einkünfte mit progressiven Steuersätzen von bis zu 55 % besteuert.
Die Überarbeitung sieht die Einführung eines einheitlichen Steuersatzes von 20 % vor, analog zur Besteuerung von Gewinnen aus Aktien und Investmentfonds. Der derzeitige Steuersatz hat Händler und Investoren in Länder mit niedrigeren Steuersätzen getrieben, und diese Steuersenkung zielt darauf ab, viele der Abwanderer zurückzugewinnen.
Wie ist der aktuelle Stand des Gesetzentwurfs?
Das Gesetz ist allerdings noch nicht verabschiedet. Der Änderungsantrag wurde vom Repräsentantenhaus angenommen und liegt nun dem Oberhaus vor. Nach seiner Verabschiedung soll der umfassendere Rahmen voraussichtlich 2027 in Kraft treten, der Steuersatz von 20 % soll dann ab dem 1. Januar 2028 gelten
Die Initiative findet auch außerhalb des Ministeriums Unterstützung. Am 1. Juni legte die regierende Liberaldemokratische Partei Katayama einen Vorschlag vor, in dem sie einen Rechtsrahmen für den Handel mit Krypto-ETFs forderte. Dasselbe Parteigremium sprach sich dafür aus, dass der Staat auf Yen basierende Stablecoins fördern solle.
Das japanische Kabinett hatte im April den Entwurf einer Gesetzesänderung zur Einstufung von Kryptowährungen als Finanzprodukt gebilligt.
Neben der Öffnung der Märkte ist die Regierung bestrebt, Anleger zu schützen. Die Finanzdienstleistungsbehörde wird noch in diesem Monat eine Einheit einrichten, die sich auf Krypto-Assets und Stablecoins konzentriert.
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Häufig gestellte Fragen
Wann würde die neue Richtlinie in Japan in Kraft treten?
Wenn der Gesetzentwurf im Oberhaus verabschiedet wird, sollen Krypto-ETFs im Jahr 2027 richtig durchstarten, während die Steuersenkungen ab dem 1. Januar 2028 in Kraft treten sollen.
Wie stark würde sich die Kryptosteuer in Japan verändern?
Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen werden derzeit als sonstige Einkünfte mit progressiven Steuersätzen von bis zu 55 % besteuert. Die geplante Überarbeitung sieht vor, dies durch einen einheitlichen Steuersatz von 20 % zu ersetzen, analog zur Behandlung von Aktien und Investmentfonds.
Welche Unternehmen bereiten die Einführung von Krypto-ETFs in Japan vor?
SBI Securities und Rakuten Securities werden demnächst mit dem Verkauf von Krypto-ETFs beginnen. Auch mit Nomura, Daiwa und Mitsubishi UFJ verbundene Unternehmen bereiten entsprechende Produkte vor.
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Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.
















