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Die USA und China werden voraussichtlich den Zollstillstand um 90 Tage verlängern

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
China gerät unter Verdacht, nachdem die USA versteckte Funkgeräte in importierter Solartechnik gefunden haben 
  • Es wird erwartet, dass die USA und China ihre Zollpause bei den am Montag in Stockholm beginnenden Handelsgesprächen um 90 Tage verlängern werden.
  • China wird Bedenken hinsichtlich der US-Zölle auf Fentanyl-verwandte Chemikalien äußern und auf Zusammenarbeit statt auf Strafmaßnahmen drängen.
  • Die 90-tägige Pause bietet zwar vorübergehende Entlastung, ist aber keine dauerhafte Lösung; Fortschritte hängen vom politischen Willen beider Länder ab.

Peking und Washington planen, ihre Waffenruhe im Handelskrieg um weitere 90 Tage zu verlängern, während sich die beiden Länder auf den Beginn einer neuen Verhandlungsrunde am Montag in Stockholm vorbereiten, berichtet die South China Morning Post (SCMP) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Diese dritte Runde hochbrisanter Verhandlungen stellt den jüngsten Versuch beider Länder dar, eine der wichtigsten Wirtschaftsbeziehungen der Welt zu stabilisieren. Sie baut auf vorangegangenen Gesprächen in Genf und London auf, die darauf abzielten, den rasanten Anstieg der Zölle einzudämmen und die Grundlage für eine umfassendere Deeskalation der Handelsspannungen zu schaffen.

Laut einem Artikel der SCMP werden die USA und China sich verpflichten, während der vorgeschlagenen 90-tägigen Verlängerung keine neuen Zölle zu erheben oder aggressive Maßnahmen zu ergreifen. Die Ankündigung deutet darauf hin, dass beide Seiten den Dialog fortsetzen und eine erneute Eskalation der Spannungen vermeiden wollen, die die globalen Märkte seit Jahren belasten.

Das Weiße Haus hat die geplante Verlängerung des Waffenstillstands nicht öffentlich bestätigt, und die US-Regierung war für eine Stellungnahme nicht sofort erreichbar.

Peking fordert Überprüfung der Zölle auf Fentanyl-Chemikalien

Ein entscheidender neuer Haken an diesen Gesprächen ist, dass sie weit über traditionelle Handelsfragen hinausgehen: Sie beinhalten auch Drohungen, die Ausfuhr von Fentanyl, einem starken und tödlichen synthetischen Opioid, einzuschränken.

Die chinesische Delegation wird bei den Gesprächen mit US-Beamten auch fordern, dass die Trump-Regierung die Zölle auf Bestandteile einer Chemikalie, die zur Herstellung von Fentanyl verwendet wird, aufhebt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Das synthetische Opioid ist eine der Hauptursachen für Todesfälle durch Überdosierung in den Vereinigten Staaten. Amerika wirft chinesischen Lieferanten vor, die Krise durch den Export von Vorläuferchemikalien zu verschärfen. Als Reaktion darauf wurden Zölle auf bestimmte Chemikalienimporte erhoben, die im Verdacht standen, Teil der Fentanyl-Lieferkette zu sein.

Peking hingegen argumentiert, dass diese Zölle den gemeinsamen Kampf gegen den illegalen Drogenhandel behindern. Chinesische Beamte werden sich voraussichtlich auch für einen partnerschaftlicheren Ansatz einsetzen, der technische Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen umfasst, anstatt Strafzölle zu erheben.

Obwohl die Fentanyl-Krise ein wichtiger Schwerpunkt der US-Innenpolitik war, ist es ungewiss, ob das Biden-Handelsteam einer Änderung des Zollansatzes in diesem Bereich zum Zeitpunkt der anstehenden Wahlen zustimmen würde, insbesondere angesichts der weit verbreiteten Frustration über die chinesische Politik.

Die USA und China setzen neue Zölle für 90 Tage aus

Sollte die in Stockholm vereinbarte 90-tägige Waffenruhe tatsächlich eintreten, würde dies einen bewussten Stopp in einem der längsten Handelskriege der Neuzeit bedeuten.

Die USA und China haben seit 2018 gegenseitig Zölle auf Waren im Wert von über 700 Milliarden Dollar erhoben. Der Handelskrieg störte die weltweiten Lieferketten, beeinträchtigte die Landwirtschaft und die Technologiebranche und veränderte die Art und Weise, wie globale multinationale Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit organisieren.

Eine vorübergehende Pause, so Analysten, würde Unternehmen, die seit Jahren zwischen die Fronten geraten sind, eine Atempause verschaffen. Sie würde beiden Seiten zudem ermöglichen, an komplexeren, langfristigen Fragen wie dem Schutz geistigen Eigentums, dem digitalen Handel und erzwungenen Technologietransfers zu arbeiten.

Die 90-Tage-Frist stellt keine dauerhafte Lösung dar, sondern ein Zeitfenster. Ihr Erfolg hängt maßgeblich vom politischen Willen der USA und Chinas ab, die Verhandlungen voranzutreiben, um nicht erneute Spannungen zu riskieren.

Der Zeitpunkt der Stockholmer Treffen ist ebenfalls entscheidend. Die Vereinigten Staaten stehen vor einem erbitterten Wahlkampf, und keine der beiden Seiten wird den Eindruck erwecken wollen, in Handelsfragen nachgiebig zu sein. In China hingegen dürften eine sich abschwächende Wirtschaft und der zunehmende Druck der heimischen Industrie einen pragmatischeren Ansatz in der Diplomatie begünstigen.

Obwohl dem Treffen Optimismus entgegengebracht wird, warnen Experten, dass viele zentrale Strukturfragen noch ungelöst sind. Die Einigung im Zollstreit mag zwar zur Entspannung beitragen, ist aber alles andere als eine dauerhafte Lösung.

Was sich diese Woche in Stockholm abspielt, könnte darüber entscheiden, ob die beiden größten Volkswirtschaften der Welt auf dem Weg zu einer wiederbelebten Zusammenarbeit sind – oder ob sie die nächste Konfrontationsrunde lediglich hinauszögern.

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