In einem Jahr, das von zunehmenden Bedenken hinsichtlich des Vordringens künstlicher Intelligenz ( KI ) in verschiedene Branchen geprägt war, leisteten Gewerkschaften und Arbeiter in den gesamten Vereinigten Staaten massiven Widerstand gegen die wahrgenommene Bedrohung ihrer Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen.
Dieser Aufstand gegen die Maschinen erregte großes Aufsehen, wobei die Hollywood Writers Guild of America (WGA) und die Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA) die Führung bei der Verteidigung ihrer kreativen Berufe übernahmen.
Hollywood-Streiks geben den Ton an
Die Writers Guild of America und SAG-AFTRA befanden sich 2023 an vorderster Front im Kampf gegen KI. Die Streiks, die 148 Tage dauerten, konzentrierten sich auf den Schutz der Rechte von Autoren und Schauspielern angesichts der fortschreitenden KI-Technologie.
Die Hauptanliegen dieser Gewerkschaften unterschieden sich: Schriftsteller wollten verhindern, dass KI ohne ihre Zustimmung mit ihren Werken trainiert wird. Gleichzeitig versuchten Schauspieler, Grenzen dafür festzulegen, wie KI ihre Darbietungen nachahmen darf.
Brian Merchant, Autor von „Blood in the Machine: The Origins of the Rebellion Against Big Tech“, hob die Bedeutung dieser Streiks hervor, insbesondere im Hinblick auf den Aufstieg von OpenAI und ChatGPT. Hollywoods Auseinandersetzung mit KI markierte einen Wendepunkt, da sich Arbeiter und Gewerkschaften gegen die Automatisierung wehrten und in diesem bahnbrechenden Kräftemessen zwischen Mensch und KI letztendlich als Sieger hervorgingen.
Zunehmende Besorgnis in allen Branchen
Die Streiks in Hollywood fanden vor dem Hintergrund wachsender Ängste in verschiedenen Berufsfeldern vor möglichem Arbeitsplatzverlust durch KI und Automatisierung statt. Im Jahr 2023 beschäftigten sich zahlreiche Arbeitnehmer, von Malern bis hin zu Programmierern, mit der Möglichkeit, dass Maschinen ihre Arbeit übernehmen könnten.
Prominente Persönlichkeiten wie der CEO von IBM räumten öffentlich ein, dass die Automatisierung das Potenzial hat, Tausende von Arbeitsplätzen zu ersetzen. Ein Bericht von Goldman Sachs schätzte zudem, dass weltweit fast 300.000 Arbeitsplätze von der Automatisierung betroffen sein könnten.
Diese Bedenken weckten das Interesse an den Schutzmaßnahmen, die die organisierte Arbeiterschaft Arbeitnehmern im Zeitalter der KI bieten könnte. Einige Gewerkschaften, wie die United Auto Workers und die Teamsters, schienen jedoch die potenziellen Auswirkungen der KI auf Arbeitsplätze nur zögerlich anzugehen. Der MIT-Ingenieurprofessor Yossi Sheffi betonte, wie wichtig es sei, den Wandel der Arbeitswelt zu erkennen und die Arbeitskräfte auf die durch die Automatisierung bedingten Umbrüche vorzubereiten.
Neben Streiks und Arbeitskampfmaßnahmen gingen Kreative aus verschiedenen Bereichen gerichtlich gegen Technologiekonzerne wie OpenAI, Meta und Microsoft . Autoren und bildende Künstler reichten Klagen ein, in denen sie behaupteten, ihre Werke seien zum Trainieren großer Sprachmodelle verwendet worden. Obwohl diese Fälle ungelöst blieben, verdeutlichten sie die rechtlichen Herausforderungen, die die Aneignung kreativer Inhalte durch KI mit sich bringt.
Staatliche Intervention
Im November 2023 unterzeichnete US-dent Joe Biden eine Exekutivanordnung, um die Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung abzumildern und Arbeitnehmern, die mit durch KI und Automatisierung verursachten Arbeitsunterbrechungen konfrontiert sind, staatliche Unterstützung zu gewähren.
Gewerkschaften, darunter SAG-AFTRA, begrüßten diesen Schritt, der zeitgleich mit dem Treffen globaler Führungskräfte auf dem AI Safety Summit in Großbritannien stattfand, um die Herausforderungen und Chancen des maschinellen Lernens zu erörtern.
Mit dem fortschreitenden Fortschritt der KI im Jahr 2023 wurde deutlich, dass die Technologie zwar ein Werkzeug zur Unterstützung menschlicher Arbeit, aber gleichzeitig eine potenzielle Bedrohung für Arbeitsplätze darstellt. Viele Menschen nutzen KI, um ihre kreativen Projekte zu unterstützen, beispielsweise setzen einige Autoren KI für Brainstorming-Zwecke ein. Bedenken entstanden jedoch, als die KI begann, anspruchsvollere kreative Aufgaben zu übernehmen und dadurch möglicherweise menschliche Arbeitskräfte zu verdrängen.
Obwohl Chatbots noch keine vollständig ausgearbeiteten Drehbücher, Romane oder Kunstwerke erstellen konnten, ließ die rasante Entwicklung der KI-Technologie solche Entwicklungen unmittelbar bevorstehen. Debatten über das Tempo der KI-Entwicklung und ihre ethischen Implikationen, insbesondere im gewinnorientierten Bereich, gewannen an Bedeutung.
Schaffung von Arbeitsplätzen und Verdrängung
Künstliche Intelligenz (KI) schürte die Angst vor Arbeitsplatzverlusten und eröffnete gleichzeitig neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Unternehmen wie Microsoft und Salesforce boten KI-Experten Stellen an und verdeutlichten damit die ambivalente Wirkung von KI auf den Arbeitsmarkt.
Es blieb jedoch klar, dass KI Einstiegsjobs verdrängen und gleichzeitig hochspezialisierte Positionen schaffen könnte. Die zentrale Frage war, was KI-Systeme von Menschen lernen, sowohl Fähigkeiten als auch Vorurteile.

