Zusammenfassung (TL;DR)
- Kryptobörsen stoppen Lizenzantrag in Großbritannien
- Warum Unternehmen Großbritannien verlassen wollen
Mehrere Kryptofirmen werden sich aus Großbritannien zurückziehen. Diese Firmen haben ihre Anträge auf Registrierung bei der britischen Finanzaufsichtsbehörde (FCA) zurückgezogen.
Reuters berichtete am Dienstag, dass die Zahl der Krypto-Firmen in Großbritannien, die ihren Lizenzantrag zurückgezogen haben, im Juni um 25 Prozent gestiegen ist.
Zuvor hatten bereits 51 Krypto-Unternehmen ihre Anfang des Monats bei der FCA eingereichten Registrierungsanträge zurückgezogen. Ein anonymer Sprecher der Aufsichtsbehörde teilte Reuters mit, dass 13 weitere Unternehmen kein Interesse mehr an einer Lizenz hätten, womit sich die Gesamtzahl der Rücknahmen auf 64 erhöht.
Der Massenausstieg von Krypto-Firmen erfolgt vor dem Hintergrund, dass Großbritannien das führende Krypto-Unternehmen Binance aufgrund bestimmter Verstöße gegen regulatorische Bestimmungen verboten hat, so die FCA.
Warum Kryptofirmen aus Großbritannien aussteigen wollen
Die Regulierung wurde seit Januar 2020 verschärft, als die FCA ein Registrierungsverfahren für Kryptowährungsunternehmen mit einer anfänglichen Frist von einem Jahr einführte. Die Behörden taten dies, um die Einhaltung der Geldwäschebestimmungen durch Kryptofirmen sicherzustellen.
Das Registrierungsverfahren erweist sich jedoch als kompliziert, weshalb die Behörden es vorübergehend durch ein vorläufiges Registrierungssystem ersetzen mussten. Berichten zufolge fällt es den Behörden zudem schwer, mit der Registrierung von Krypto-Unternehmen Schritt zu halten, da es einen großen Bearbeitungsstau bei den Lizenzanträgen gibt.
Letztendlich ziehen sich Krypto-Firmen angesichts der verstärkten regulatorischen Kontrollen von Krypto-Börsen in verschiedenen Jurisdiktionen, darunter auch Binance am Montag, aus Großbritannien zurück.
Auswirkungen des Ausstiegs von Krypto-Asset-Unternehmen aus Großbritannien
Die Rücknahme ihres Antrags bedeutet, dass sie ihre Geschäftstätigkeit im Land einstellen müssen, andernfalls
drohen ihnen Geldstrafen und rechtliche Schritte seitens der FCA.
Einige andere Firmen, die nicht unter das AML-Mandat der Behörde fallen, könnten möglicherweise weiterhin ihre Dienstleistungen anbieten.

