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Großbritannien verhängt weltweite Vermögenssperre für die vermisste Krypto-Königin Ruja Ignatova

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
2 Minuten Lesezeit
Großbritannien verhängt weltweite Vermögenssperre für die vermisste Krypto-Königin Ruja Ignatova
  • Ein Londoner High Court ordnete das Einfrieren der weltweiten Vermögenswerte der vermissten Krypto-Königin Ruja Ignatova an.
  • Ruja war eine der Drahtzieherinnen hinter dem milliardenschweren Schneeballsystem OneCoin.
  • Das US-Justizministerium hat kürzlich die Belohnung für die Ergreifung von Ignatova auf 5 Millionen Dollar erhöht.

Ein Gericht in London hat die weltweiten Vermögenswerte von Dr. Ruja Ignatova, der sogenannten Krypto-Königin, eingefroren, die seit über sechs Jahren vermisst wird. Ignatova war die Gründerin von OneCoin, einem der größten Krypto-Betrügereien aller Zeiten, die ihr und ihren Komplizen über vier Milliarden US-Dollar einbrachte.

Die Einfrierungsanordnung erfolgte, nachdem eine Gruppe von OneCoin-Investoren Entschädigung für ihre Verluste durch den OneCoin-Betrug gefordert hatte. Die Anwaltskanzlei Mishcon de Reya vertritt die Gruppe in ihrem Verfahren, und eine der Investorinnen, Jennifer McAdam, führt die Anklage.

Die weltweite Vermögenssperre unterbindet Transaktionen im Zusammenhang mit den Vermögenswerten der verschwundenen Krypto-Influencerin. Auch die Geschäftsleute Robert MacDonald und Christopher Hamilton sind von der Sperrung betroffen. Zwei Unternehmen aus Guernsey, die mit Wohnungskäufen für Ignatova in Verbindung stehen, werden ebenfalls Konsequenzen tragen müssen. Die OneCoin-Gründer Kari Wahlroos, Muhammad Zafar, Moynul Islam und Monirul Islam unterliegen ebenfalls der Sperrung.

Seit 2017 wird Ignatova wegen Betrugs, Geldwäsche, Betrugs und Wertpapierbetrugs angeklagt. Die internationalen Behörden haben weiterhin keine Informationen über ihren Aufenthaltsort. 

Krypto-Enthusiasten spekulieren darüber, ob Ruja Ignatova noch lebt. Einige glauben, dass die Krypto-Königin angeblich von einem bulgarischen Mafia ermordet wurde. 

Das FBI erhöht die Belohnung für Ruja Ignatova

Das FBI hat kürzlich die Belohnung für Hinweise erhöht, die zum Aufenthaltsort oder zur Festnahme der vermissten Krypto-Königin Ruja Ignatova führen. Sie steht seit Jahren auf der Fahndungsliste des FBI und Europas. Bislang gibt es keine konkreten Informationen zu ihrem Verbleib. 

Das FBI bot zunächst 100.000 Dollar für Informationen über Ignatova an, hat den Betrag aber nun auf 5 Millionen Dollar bzw. 4 Millionen Euro erhöht. Die Aktion wurde vom „Transnational Organized Crime Rewards Program“ des US-Außenministeriums organisiert.

In einer Erklärunggab das FBI bekannt, dass Ruja möglicherweise einen deutschen Pass besitzt, der ihr die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate und die meisten europäischen Länder ermöglichen würde. Ignatovas letzte nachweisbare Reise führte sie 2017 von Sofia (Bulgarien) nach Athen (Griechenland). Das FBI vermutet außerdem, dass sie sich möglicherweise einer Schönheitsoperation unterzogen hat, um den Behörden zu entgehen.

Ein US-Gericht verurteilte den Mitbegründer von OneCoin zu 20 Jahren Haft

Karl Sebastian Greenwood, Mitbegründer von OneCoin, bekannte sich im Dezember 2022 vor dem Bundesgericht in Manhattan schuldig. Er bekannte sich der Geldwäsche und des Betrugs im Zusammenhang mit seiner Beteiligung am OneCoin-Betrug schuldig.

Der Bericht des US-Justizministeriums hob hervor, dass Ignatova zwar weiterhin die oberste Führungskraft bei OneCoin war, Sebastian jedoch die Rolle des globalen Master-Distributors innehatte. Sebastian kontrollierte zudem das MLM-Netzwerk, das den Vertrieb von OneCoin abwickelte. Das US-Justizministerium schätzte Sebastians monatliches Einkommen auf etwa 20 Millionen Euro.

Im September 2023 verkündete der US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, Damien Williams, dass Sebastian zu 20 Jahren Haft verurteilt werden würde. US-Bezirksrichter Edgardo Ramos fällte das Urteil am 22. September und ordnete zusätzlich die Einziehung von 300 Millionen US-Dollar an.

Im Bericht des Justizministeriumsdankte William dem FBI, der Steuerfahndung (IRS-Criminal Investigation) und den Sonderermittlern für ihre Unterstützung bei den Ermittlungen. Er erwähnte außerdem die Königlich Thailändische Polizei und die thailändische Generalstaatsanwaltschaft für ihren Beitrag.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.

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