Britische Cyberspione verstärken ihre Bemühungen zur Abwehr von Cyberbedrohungen und künstlicher Intelligenz aus feindlichen Nationen, nachdem es in den letzten zehn Tagen zu landesweiten Unruhen durch Einmischung gekommen war.
Laut Insidern arbeitet GCHQ – der britische Geheimdienst für nationale Sicherheit – mit der Regierung von Premierminister Keir Starmer an einem „Forschungslabor für Sicherheit in der künstlichen Intelligenz“
Die neue Organisation wird verschiedene Ministerien und Geheimdienstmitarbeiter zusammenbringen, die untersuchen wollen, wie KI von den Feinden Großbritanniens offensiv eingesetzt werden könnte. Hauptziel des Labors wird die Bekämpfung von Bedrohungen sein, die von der Verbreitung von Falschnachrichten (die in den letzten zehn Tagen bereits zu Unruhen geführt hat) bis hin zu mithilfe künstlicher Intelligenz entwickelten Biowaffen reichen. Der britische Geheimdienst GCHQ hat sich zu diesem Projekt noch nicht geäußert.
GCHQ und Premierminister starten Initiative für KI-Sicherheit
Die jüngsten Ereignisse haben deutlich gemacht, wie dringend dieses Projekt umgesetzt werden muss. Britische Behörden vermuten, dass von ausländischen Staaten unterstützte Bots eingesetzt wurden, um in sozialen Medien fremdenfeindliche Stimmungen zu verstärken. Dies trug zu den Unruhen bei, die durch Falschinformationen über den Verdächtigen im Mordfall dreier junger Mädchen ausgelöst wurden. Die neue Einrichtung plant, gemeinsam mit Technologieunternehmen, Wissenschaftlern und internationalen Partnern KI-basierte Bedrohungen für die nationale Sicherheit und britische Unternehmen zu bekämpfen. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich jedoch um erste Pläne, die sich noch ändern können.
Die G7-Staaten und die Europäische Union haben die Bekämpfung russischer Desinformations- und Einflussoperationen zu ihrer Priorität erklärt. In Italien umfassten die Bemühungen während eines kürzlich stattgefundenen Gipfeltreffens die Aufdeckung russischer Kampagnen, die Verhängung von Sanktionen gegen beteiligte Personen und Medien sowie die Koordinierung von Gegenmaßnahmen, um die Verbreitung von Desinformation auf wichtigen Technologieplattformen zu verhindern.
Großbritannien sieht sich anhaltenden Cyberangriffen ausgesetzt
Das Land und seine Verbündeten bleiben weiterhin stark anfällig für Hackerangriffe. Im Mai 2021 wurden chinesische Hacker beschuldigt, bei einem Cyberangriff Daten britischer Militärangehöriger gestohlen zu haben; Anfang desselben Jahres hatte London Peking vorgeworfen, Politiker, Unternehmen unddentins Visier genommen und zudem britische Wählerdaten gestohlen zu haben. Die chinesische Regierung hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.
GCHQ hat in den letzten Jahren bei vielen nationalen Sicherheitsprojekten eine Schlüsselrolle gespielt. Im vergangenen Jahr hob die damalige Generaldirektorin Anne Keast-Butler hervor, wie wertvoll die Arbeit des GCHQ gewesen sei – unter anderem durch die Bereitstellung wichtiger Informationen, die zur Gestaltung der westlichen Reaktionen nach Russlands Invasion in der Ukraine beitrugen, die Verhinderung verschiedener Terroranschläge im Inland und die Bekämpfung von Ransomware-Angriffen, die in Großbritannien erheblichen Schaden angerichtet haben.

