Der Videospielhersteller Ubisoft dementierte die kürzlich aufgetauchten Leaks zu Assassin's Creed Shadows. Die Gerüchte betrafen den Assassin's Creed Animus Hub, der zuvor unter dem Namen Assassin's Creed Infinity bekannt war und zusammen mit dem Spiel im nächsten Jahr erscheinen soll.
Ubisoft erklärte außerdem, dass das Unternehmen die Details der veröffentlichten Informationen auf Animus Hub präzisieren wolle. Der Reddit-Beitrag folgte auf ein inzwischen gelöschtes Datamining-Leak. Darin wurde klargestellt, dass die Belohnungen, die auf Animus Hub verfügbar sein werden, kostenlos sein werden.
Der Publisher fügte hinzu, dass im Hub weder kostenpflichtige Abonnements noch Battle Passes benötigt würden. Außerdem könnten Spieler ohne zusätzliche Kosten auf ausgewählte Missionen und Inhalte zugreifen. Ubisoft versprach zudem weitere Details zum Spiel und zum Animus Hub, je näher der Release rückt.
Animus Hub ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ubisoft Quebec und Ubisoft Montreal, angeführt von den Machern der Assassin's Creed-Reihe. Bloomberg deutete an, dass Animus Hub, später Assassin's Creed Infinity, eine sich ständig weiterentwickelnde Plattform sein würde. Der Bericht erwähnte außerdem, dass die Plattform mit der Weiterentwicklung der Reihe auch mehr Spielumgebungen bieten würde.
Ubisoft verteidigt sich gegen die Kritik an DEI
Die Vorbereitungen für den Release von Assassin's Creed Shadows verliefen nicht reibungslos, da der Publisher Kritik für seine Darstellung von Diversität und Inklusion einstecken musste. Konkret stieß das Spiel aufgrund der Hauptfigur Yasuke, die als afrikanischer Samurai dargestellt wird, auf Ablehnung.
Elon Musk, CEO von SpaceX und Tesla, schloss sich der Kritik an Ubisoft an und kommentierte einen Beitrag auf X mit Bezug zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion. Das Unternehmen verteidigte die Handlung des Spiels und erklärte, Musk verbreite lediglich Hass. Das Team betonte, dass es die Gaming-Community nicht von Ubisofts Vision für Assassin's Creed Shadows überzeugen könne.
Marc-Alexis Côté, Vizepräsident und Executive Producer von Assassin's Creed Shadows, äußerte sich während der BAFTA-Verleihung in London zu den anhaltenden negativen Reaktionen. Ubisoft erhielt Rückmeldungen, dass die Bemühungen um Diversität und Inklusion die künstlerische Qualität des Spiels beeinträchtigten. Laut Côté zielten die gegen Ubisoft und das Assassin's Creed-Team gerichteten Kommentare darauf ab, das Unternehmen von der Integration vielfältiger und inklusiver Charaktere abzuhalten.
Côté erklärte weiter, dass es im Kern der Assassin's Creed-Reihe darum gehe, die Menschheitsgeschichte zu erforschen und dabei Kreativität einzubringen. Der Executive Producer von Assassin's Creed Shadows verriet, dass das kommende Spiel durch die Figur Naoe fiktive Welten erkundet, während Yasuke sich mit der Menschheitsgeschichte auseinandersetzt.
Assassin's Creed Shadows wird verschoben, um die Spielqualität zu verbessern
Côté sprach während der von der BAFTA organisierten Veranstaltung über die Verzögerungen bei der Veröffentlichung des Spiels. Ursprünglich sollte das Spiel gestern erscheinen, doch Ubisoft verschob den Termin auf Februar nächsten Jahres.
Laut dem ausführenden Produzenten würde die Verzögerung dem Assassin's Creed-Team ermöglichen, ein qualitativ hochwertiges Spiel zu entwickeln, das den Ansprüchen der Spieler gerecht wird. Côté wies auf frühere Beschwerden über die schwankende Qualität der Assassin's Creed-Spielreihe hin.
Der Produzent ist überzeugt, dass Assassin's Creed Shadows dem Team und Ubisoft die Möglichkeit bietet, die Geschichte neu zu erzählen. Côté verriet außerdem, dass das kommende Spiel das Potenzial habe, das beste der Reihe zu werden.

