Türkei nimmt Chef einer Kryptobörse fest, der mit einem verhafteten Erdogan-Kritiker in Verbindung steht

- Gründer der Kryptobörse ICRYPEX in der Türkei festgenommen.
- Türkischer Krypto-Unternehmer wegen Drogenvergehen inhaftiert.
- Die Inhaftierung steht im Zusammenhang mit der Festnahme eines Journalisten, der Erdogan kritisiert hatte.
Die türkischen Strafverfolgungsbehörden haben den Gründer einer Kryptowährungsbörse festgenommen, der angeblich einen prominenten Journalisten finanziert hat, der selbst erst kürzlich wegen Kritik an der herrschenden Elite verhaftet wurde.
Der Geschäftsmann wird verdächtigt, einem Opfer Drogen geliefert und es zudem versucht zu haben, es zu töten. Die von ihm betriebene Kryptowährungshandelsplattform war laut türkischen Medienberichten auf globale Expansion ausgerichtet.
Krypto-Manager in der Türkei wegen Drogen- und Mordvorwürfen inhaftiert
Gökalp İçer, Vorsitzender des Verwaltungsrats der türkischen Kryptobörse ICRYPEX, wurde in Istanbul festgenommen, wie die Hürriyet Daily News und Türkiye Today in separaten Berichten mitteilten.
Der Unternehmer wurde wegen „Beschaffung von Drogen“ und „versuchten Mordes mit wahrscheinlicher Tötungsabsicht“ festgenommen, wie die englischsprachigen Ausgaben unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft der Stadt berichteten.
In der Erklärung wird detailliert beschrieben, dass die Ermittler İçer verfolgten, als das Opfer, das nur mit seinen Initialen G.Ç.dent, am 14. Juli dieses Jahres auf der Intensivstation im Krankenhaus lag, nachdem es angeblich von dem Verdächtigen gelieferte Betäubungsmittel konsumiert hatte.
Die Person befindet sich weiterhin in kritischem Zustand, und die Ermittlungen zur Aufklärung aller Umstände dauern noch an, hieß es in den Veröffentlichungen weiter.
ICRYPEX wurde im Frühjahr 2018 von İçer gegründet. Die in der Türkei ansässige Kryptobörse versucht, über ihren heimischen Markt hinaus zu expandieren und hat bereits Niederlassungen in Dubai, London und Toronto eröffnet.
Im Rahmen ihrer Bemühungen, zu einem globalen Akteur zu werden, strebte die türkische Plattform eine stärkere Präsenz in Lateinamerika und Südafrika an, wie Hürriyet hervorhob.
Die Maßnahmen gegen die Führungskraft dürften diese Pläne beeinträchtigen. Zudem erfolgen sie vor dem Hintergrund eines massiven Vorgehens gegen Krypto-Dienstleister in der Türkei, das zur Sperrung Dutzender Websites führte, denen von der obersten Finanzaufsichtsbehörde des Landes unlizenzierte Aktivitäten vorgeworfen wurden.
Türkische Medien bringen die Inhaftierung von İçer mit der Verhaftung von Altaylı in Verbindung
Laut Türkiye Today steht ICRYPEX in Verbindung mit Fatih Altaylı, einem renommierten Journalisten und ehemaligen Fernsehmoderator in der Türkei, der kürzlich wegen kritischer Äußerungen über die Führung der Regierung in Schwierigkeiten mit dieser geriet.
Berichten zufolge sponsert das Krypto-Unternehmen Altaylıs Sendungen auf YouTube, von denen eine im vergangenen Monat zu seiner Festnahme und anschließenden Verhaftung führte.
Altaylı wurde am 21. Juni inhaftiert und wegen „Bedrohung des Präsidenten“ angeklagt. Die Anklage bezog sichdentÄußerungen in einem Video, das er auf seinem Kanal. Die Behörden interpretierten diese als Angriff auf den langjährigen türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan.
In dem am Vortag ausgestrahlten Livestream hatte der Journalist erklärt, dass die Türken historisch gesehen immer die Autorität ihrer Herrscher in Frage gestellt hätten, sogar schon zu osmanischen Zeiten, und betonte die Erwartung der Öffentlichkeit an die Rechenschaftspflicht hochrangiger Beamter.
Die Staatsanwaltschaft von Istanbul bestand darauf, dass seine Äußerungen einen Verstoß gegen einen Artikel des türkischen Strafgesetzbuches darstellten, der Angriffe auf dendent als bedeutende Institution verhindern soll.
In seiner Aussage bestritt Altaylı, irgendwelche Drohungen gegen dendentausgesprochen zu haben, und erklärte, er habe lediglich seine Meinung zu Umfrageergebnissen geäußert, denen zufolge rund 70 % der türkischen Bevölkerung dagegen wären, Erdoğan aufdefiZeit an der Macht zu lassen.
Er argumentierte, seine politischen Kommentare seien von Gegnern verzerrt worden, die lediglich einen kurzen, so bearbeiteten Ausschnitt verbreitet hätten, dass der Eindruck entstand, er bedrohe den türkischen Präsidenten. Dieser Ausschnitt sei in den sozialen Medien viral gegangen. Er legte außerdem das vollständige Protokoll vor, um seine Behauptungen zu untermauern.
Altaylı erläuterte dies in Anwesenheit von Anwälten:
„Meine Rede enthält absolut keine Äußerung, die als Drohung oder auch nur als Andeutung einer solchen gegen dendentinterpretiert werden könnte. Die Aussagen wurden bewusst aus dem Kontext gerissen und dadurch verzerrt. Für diese Fehlinterpretation übernehme ich keine Verantwortung.“
„Ich habedent Erdoğan nicht bedroht. Ich habe lediglich den historischen Kontext erläutert. Ich weise die gegen mich erhobenen Vorwürfe zurück“, bekräftigte Altaylı später vor Gericht. Der Richter kam jedoch zu dem Schluss, dass seine Aussagen eine strafbare Bedrohung gegen Erdoğan darstellten und ordnete Untersuchungshaft an. Das Urteil löste Empörung unter Kollegen und Forderungen nach seiner Freilassung aus.
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