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Das tunesische Kabinett genehmigt die Finanzierung durch die Zentralbank

VonIrene MukiriIrene Mukiri
Lesezeit: 2 Minuten,
Tunesien
  • Das tunesische Kabinett hat ein Gesetz verabschiedet, das es der Zentralbank ermöglicht, die Staatskasse direkt zu finanzieren.
  • Mit diesem Schritt sollen das wachsende defiund die Kreditprobleme des Landes bewältigt werden.
  • Zentralbankgouverneur Marouan Abassi äußerte Bedenken und verglich die potenziellen Auswirkungen mit der Wirtschaftskrise in Venezuela.

Das tunesische Kabinett hat ein Gesetz verabschiedet, das es der Zentralbank ermöglicht, die Staatskasse zu finanzieren. Diese Entscheidung, die vor allem das Haushaltsdefizit des Landes beheben soll defihat eine Debatte über die Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Zentralbank und die tunesische Wirtschaft insgesamt ausgelöst.

Zentralbankfinanzierung: Ein zweischneidiges Schwert

Das Gesetz, das der Zentralbank den direkten Ankauf von Staatsanleihen erlaubt, stellt eine deutliche Abweichung von den bisherigen Finanznormen dar. Präsidentdent Saied hatte diesen Ansatz im vergangenen Jahr vorgeschlagen, und das Kabinett hat ihn nun angenommen. Die Maßnahme bietet eine unmittelbare Lösung für das wachsende defiTunesiens und die Schwierigkeiten der Regierung bei der Aufnahme von Auslandskrediten.

Der Zentralbankgouverneur Marouan Abassi hat jedoch wiederholt Bedenken hinsichtlich dieser Strategie geäußert. 2022 warnte Abassi davor, dass die Inanspruchnahme der Zentralbank zur Finanzierung zu erhöhter Inflation, Liquiditätsengpässen und einer Abwertung der tunesischen Währung führen könnte. Er verglich die potenziellen Folgen mit der Wirtschaftskrise in Venezuela und verdeutlichte damit die Ernsthaftigkeit der Lage.

Tunesiens neues Gesetz gefährdet die wirtschaftliche Stabilität

Die Verabschiedung dieses Gesetzes durch das Kabinett wirft auch Fragen zur Zukunft der Geldpolitik in Tunesien auf. Kritiker argumentieren, dass die Änderung des Gesetzes von 2016, das die Zentralbank bisher an einer solchen direkten Finanzierung hinderte, einen Trend zu stärkeren staatlichen Eingriffen in Geldpolitik signalisiert. Diese Entwicklung findet in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld statt, das durch ein wachsendes defi, begrenzte finanzielle Ressourcen und Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Auslandskrediten gekennzeichnet ist.

Ökonomen spekulieren über die Auswirkungen dieses Gesetzes auf die Führung der Zentralbank. Da Marouan Abassis Amtszeit im nächsten Monat endet und er sich gegen diese Politik ausgesprochen hat, wächst die Erwartung eines Führungswechsels bei der Bank.

Der Weg nach vorn: Parlamentarische Zustimmung und Finanzplanung

Der nächste entscheidende Schritt für dieses Gesetz ist seine Verabschiedung durch das Parlament, die in den kommenden Wochen allgemein erwartet wird. Bei Zustimmung würde dies die Fähigkeit der Regierung stärken, erhebliche Mittel von der Zentralbank zu erhalten.


Der Staatshaushalt 2024 verdeutlicht den dringenden Bedarf an Auslandskrediten in Höhe von schätzungsweise 5 Milliarden US-Dollar. Laut dem Ökonomen Aram Belhadj dürfte ein erheblicher Teil dieser Summe, etwa 3,2 Milliarden US-Dollar, direkt von der Zentralbank stammen. Diese Strategie stellt eine bemerkenswerte Wende im tunesischen Finanzmanagement dar, die zwar den unmittelbaren Haushaltsdruck lindern könnte, aber gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der langfristigen wirtschaftlichen Stabilität aufwirft.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Irene Mukiri

Irene Mukiri

Irene ist eine Krypto-Enthusiastin und Autorin mit großer Reiselust. Als digitale Nomadin erforscht sie das transformative Potenzial der Blockchain-Technologie. Ihre Texte spiegeln die grenzenlosen Möglichkeiten wider, die der Menschheit zur Vernetzung und Weiterentwicklung offenstehen.

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