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Trumps Drohung mit 50-prozentigen Zöllen bringt Afrikas führenden Textilexporteur an den Rand des Abgrunds

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Shelile aus Lesotho warnt davor, dass die Textilindustrie des Landes aufgrund von Trumps 50-prozentiger Abgabe zum Erliegen kommen könnte.
  • Die Textilfabriken in Lesotho reduzieren ihre Belegschaft.
  • Analysten halten Trumps Zölle auf afrikanische Länder für unlogisch.

Lesotho warnt davor, dass Trumps angedrohte 50-prozentige Zölle die Textilindustrie des Landes schwer schädigen könnten. Handelsminister Mokhethi Shelile erklärte, man hoffe, die USA würden einen günstigen Zollsatz festlegen, idealerweise 10 Prozent oder weniger.

Er fügte hinzu, dass alles darüber hinaus ihre Textilindustrie vom US-Markt verdrängen oder zur Schließung zwingen könnte.

Lesotho ist derzeit der führende afrikanische Bekleidungsexporteur in die USA und beliefert große amerikanische Marken wie Levi’s und Wrangler. Dennoch bezeichnete Trump das afrikanische Land kürzlich als „ein Land, von dem noch nie jemand gehört hat“. 

Einige Textilfabriken in Lesotho bereiten sich auf die Schließung vor und haben bereits ihre Belegschaft reduziert

Präsidentdent Trump drohte im April mit einem 50-prozentigen Zoll auf lesothische Exporte – einem der weltweit höchsten Zölle –, setzte diese Drohung jedoch später aus. Da die Aussetzungsfrist näher rückt und Lesotho noch immer kein Handelsabkommen mit den USA abgeschlossen hat drohen dem Land die Zölle, sollte Trump seine Drohung wahr machen.

Die Textilexporte tragen 10 % zum BIP Lesothos von 2 Milliarden US-Dollar bei, doch die Unsicherheit bezüglich der Zölle hat der Branche deutlich zugesetzt. Mehr als 40.000 Menschen waren in Lesothos Textilindustrie beschäftigt, allerdings kam es nach der Ankündigung der Zölle zu Massenentlassungen.

Teboho Kobeli, Gründer von Afri Expo und einer der größten Bekleidungsexporteure des Landes, bestätigte: „Es gibt derzeit massive Entlassungen. Sofern die Fabriken keine anderen Aufträge neben US-Aufträgen bearbeiten, stellen sie den Betrieb komplett ein.“ Er fügte hinzu, dass die meisten Fabriken nur noch ausstehende Lieferungen abarbeiten, da keine neuen Aufträge eingegangen seien.  

Angesichts der Lage rief die Regierung des Landes diese Woche den Katastrophenzustand aus. Shelile betonte jedoch, dass dieser administrative Hürden beseitigen und die Schaffung Tausender Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und im Baugewerbe beschleunigen würde. Er argumentierte, die Regierung könne in den nächsten zwei Jahren 60.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. 

Darüber hinaus teilte er Reportern mit, dass die Ministerien verpflichtet werden, 3 % ihres Budgets für einen Fonds in Höhe von 22,2 Millionen US-Dollar bereitzustellen, der Jugendstipendien und Existenzgründungskredite zur Stärkung des Privatsektors fördern soll. Derzeit sind mindestens 48 % der jungen Bevölkerung des Landes arbeitslos.

Analysten halten Trumps Zölle auf Lesotho für völlig ungerechtfertigt

Einige Analysten halten die von den USA vorgeschlagenen Zölle auf Lesotho für unverschämt und potenziell schädlich. Colette van der Ven, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Tulip Consulting für internationalen Handel, argumentiert, dass das afrikanische Land lediglich 0,02 % zum gesamten US- defibeiträgt, weshalb eine 50-prozentige Abgabe völlig unlogisch sei. Sie führt aus, dass aufgrund der weitverzweigten Wertschöpfungskette der Textilindustrie in Lesotho nur eine geringe Wertschöpfung erfolge und eine Bestrafung des Landes daher nicht zur Senkung des US- defibeitragen werde.

Shelile erklärte außerdem, dass die US-Zölle die seit Jahren bestehenden Probleme nur verschärfen würden. Zwar wolle das Land mehr Abnehmer gewinnen und sich vom US-Markt abwenden, um sich Ländern wie Südafrika zuzuwenden, doch Branchenexperten warnten davor, dass die Erschließung anderer Märkte, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent, keine einfache Lösung für die Probleme darstellen dürfte.

Donald MacKay, Geschäftsführer des in Johannesburg ansässigen Unternehmens XA Global Trade Advisors, erklärte beispielsweise, dass es schwierig sein werde, die US-Nachfrage durch die afrikanische Nachfrage zu ersetzen, da afrikanische Kunden im Allgemeinen nicht die gleichen Waren kaufen wie Amerikaner.

Die US-Regierung betonte dennoch, dass sie eine „Vorlage“ für künftige Handelsverhandlungen mit afrikanischen Staaten entwickle.dent Trump empfing kürzlich auch die Staats- und Regierungschefs von Gabun, Guinea-Bissau, Liberia, Mauretanien und Senegal zu Verhandlungen über Handelsabkommen.

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Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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