Trumps Rückkehr zwingt die europäischen Zentralbanken zu einer Lockerung ihrer Geldpolitik

- Trumps Rückkehr ins Weiße Haus drängt die europäischen Zentralbanken dazu, die Zinssätze zu senken, um ihre Volkswirtschaften vor potenziellen Handelskriegen und Währungsschocks zu schützen.
- Die Schweizerische Nationalbank senkte überraschend den Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 0,5 %, während die EZB die Zinsen auf ein 1,5-Jahres-Tief senkte und signalisierte, dass weitere Senkungen folgen werden.
- Die Besorgnis über die Stabilität des Schweizer Frankens und das schwache Wachstum der Eurozone veranlasst die Zentralbanken zu aggressiven Maßnahmen, um wirtschaftliche Folgen zu verhindern.
Europas Zentralbanken reagieren mit Hochdruck auf Donald Trumps bevorstehende Rückkehr ins Weiße Haus. Seine bevorstehende Präsidentschaft hat die Befürchtungen vor Handelskriegen, geopolitischen Spannungen und Währungsschwankungen neu entfacht.
Die politischen Entscheidungsträger auf dem gesamten Kontinent befinden sich im Schadensbegrenzungsmodus, senken die Zinssätze und signalisieren weitere Zinssenkungen, um ihre fragilen Volkswirtschaften zu schützen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überraschte die Märkte mit einer Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt auf 0,5 %. Dieses Niveau wurde zuletzt im September 2022 erreicht, als die Schweiz ihr achtjähriges Experiment mit Negativzinsen beendete.
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte daraufhin ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf den niedrigsten Stand seit 1,5 Jahren. EZB-dentChristine Lagarde erläuterte die Strategie: „Die Richtung ist klar.“ Es wird erwartet, dass die Zinssenkungen bis 2025 fortgesetzt werden, wobei Insider ähnliche Maßnahmen im Januar und März andeuten.
Währungschaos und Ängste in der Schweiz
Der Schweizer Franken, der in globalen Krisen oft als sicherer Hafen gilt, bereitet der SNB Sorgen. Antoine Martin,dentder Bank, erklärte unmissverständlich, dass externe Risiken die größte Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft darstellen.
Die SNB ist bereit, alles zu tun, um den Franken zu stabilisieren, einschließlich weiterer Zinssenkungen, Interventionen auf den Devisenmärkten oder sogar der Wiedereinführung negativer Zinsen.
Martin Schlegel,dentder Schweizerischen Nationalbank (SNB), warnte Händler davor, die Entschlossenheit der Zentralbank auf die Probe zu stellen. „Die Entwicklungen im Ausland stellen das größte Risiko dar“, sagte er und nannte Trumps Rückkehr als potenziellen Auslöser für Währungsspekulationen.
Die Schweiz ist auf offene und stabile Weltmärkte angewiesen, und jegliche Störungen durch Trumps Handelspolitik könnten ihre Wirtschaft hart treffen.
EZB wappnet sich für wirtschaftliche Folgen
Die EZB, die bereits mit schwachem Wirtschaftswachstum und schleppender Inflation zu kämpfen hat, sieht sich nun einem noch größeren Problem gegenüber: Trumps Handelspolitik. Die Zentralbank senkte ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 3 %. Dies war die dritte Zinssenkung in Folge, insgesamt 100 Basispunkte seit Juni.
Lagarde stellte klar, dass die EZB von einer restriktiven Geldpolitik abrückt. Die jüngsten Prognosen der Bank zeichnen ein düsteres Bild. Das Wachstum der Eurozone wird 2025 voraussichtlich nur noch 1,1 % betragen, gegenüber einer früheren Prognose von 1,3 %.
Die Inflation stagniert bei 2,3 % und es besteht die Gefahr, dass sie weiter unter das 2-%-Ziel der Zentralbank fällt. Ökonomen von ABN Amro bezeichneten Trumps Zölle als „disinflationären Schock“ und prognostizierten eine noch lockerere Geldpolitik, um die Folgen abzufedern.
Investoren setzen darauf, dass die EZB-Zinsen bis Ende 2025 auf bis zu 1,75 % sinken könnten. Einige glauben jedoch, dass selbst das nicht ausreichen könnte.
Globaler Dominoeffekt
Europa ist nicht das einzige Land, das versucht, seine Wirtschaft vor Trump zu schützen. Die kanadische Zentralbank senkte diese Woche vorsorglich die Zinsen um 50 Basispunkte und begründete dies mit der Befürchtung höherer Zölle seitens des südlichen Nachbarn.
Brasilien, das mit eigenen fiskalischen Turbulenzen und Trumps Warnungen an die BRICS-Staaten, den US-Dollar nicht herauszufordern, konfrontiert war, verfolgte einen anderen Ansatz und erhöhte die Zinssätze um 100 Basispunkte, um seine Währung zu stabilisieren.
Die EZB steht jedoch vor besonderen Herausforderungen. Zwar legte das Wachstum in der Eurozone im dritten Quartal unerwartet zu, doch deuten aktuelle Daten auf beginnende Risse hin, insbesondere im Dienstleistungssektor. Das verarbeitende Gewerbe schwächelt bereits seit Monaten.
Fabio Panetta aus Italien und François Villeroy de Galhau aus Frankreich haben aggressivere Zinssenkungen angedeutet, um das Wachstum anzukurbeln, während Joachim Nagel aus Deutschland davor warnt, zu weit zu gehen.
Investoren und politische Entscheidungsträger beobachten Washington gleichermaßen genau, da sie wissen, dass der 20. Januar, der Tag, an dem Trump sein Amt antritt, weitreichende Veränderungen für das globale Finanzsystem mit sich bringen könnte.
Unterdessen wird erwartet, dass die US-Notenbank Federal Reserve nächste Woche mit einer Zinssenkung nachziehen wird, nachdem die US-Inflationsdaten wie erwartet ausgefallen sind. Zentralbanken weltweit handeln vorsorglich, da sie wissen, dass Trumps Politik selten dem gängigen Konsens entspricht.
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