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Donald Trump kündigt 100%ige Zölle für Länder an, die den Dollar aufgeben

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Donald Trump kündigt 100%ige Zölle für Länder an, die den Dollar aufgeben
  • Trump will einen 100-prozentigen Zoll auf jedes Land erheben, das den US-Dollar als Handelsnorm aufgibt.
  • Dies könnte massive Preiserhöhungen bei Importwaren und damit eine Inflation in den USA zur Folge haben.
  • Die BRICS-Staaten China und Russland könnten ihre Bemühungen um eine Abkehr vom Dollar beschleunigen.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin kündigte Ex-dent Donald Trump an, dass jedes Land, das es wagen würde, den US-Dollar im Handel aufzugeben, mit einem 100-prozentigen Zoll auf seine Waren belegt würde.

Seiner Ansicht nach befindet sich der Dollar seit acht Jahren in einer massiven Belagerung. Er will die Entdollarisierungsbewegung stoppen, die dank der BRICS-Staaten weltweit immer mehr an Fahrt gewinnt.

Obwohl die Dominanz des Dollars in den letzten Jahren nachgelassen hat, macht er laut IWF immer noch 59 % der offiziellen Devisenreserven aus. Und Trump, ganz der Alte, ist nicht bereit, diesen Anteil weiter sinken zu lassen.

Wisconsin, der Bundesstaat, in dem Trump seine Rede hielt, ist nun ein wichtiger Schauplatz im Kampf um das Oval Office zwischen ihm und Kamala Harris, die derzeit in einer Bloomberg/Morning Consult-Umfrage mit 8 Punkten Vorsprung führt.

Welthandel und wirtschaftliche Folgen

Ein hundertprozentiger Zoll ist keine Kleinigkeit. Sollte Trump sein Versprechen einlösen, werden die Kosten für Importwaren aus Ländern, die sich vom Dollar abwenden, explodieren. 

Das bedeutet höhere Preise für US-Verbraucher und Unternehmen, die auf ausländische Produkte angewiesen sind. Stellen Sie sich vor: Ihr Smartphone, das normalerweise 800 Dollar kostet, könnte plötzlich 1.500 Dollar kosten. 

Studien prognostizieren, dass diese Zölle die Inflation um etwa 0,75 Prozentpunkte erhöhen und die Wirtschaft dadurch noch weiter schwächen könnten.

Auch Vergeltungszölle sind denkbar. Länder, die mit diesen 100%igen Zöllen konfrontiert sind, werden nicht tatenlos zusehen. Sie könnten ihrerseits Zölle auf US-Exporte erheben und damit einen ausgewachsenen Handelskrieg auslösen.

Die Geschichte zeigt uns, wie schlimm es kommen kann – man denke nur an den Handelskrieg zwischen den USA und China vor einigen Jahren. Die Exporte brachen ein, und die US-Wirtschaft litt darunter.

Laut der Tax Foundation könnten Vergeltungszölle das US-Bruttoinlandsprodukt um 0,05 % verringern und rund 27.000 Arbeitsplätze vernichten.

Auswirkungen auf den US-Dollar und die globalen Handelsbeziehungen

Der langfristige Schaden könnte sich gegen den Dollar selbst richten. Indem Trumps Zölle Länder vom Handel mit der US-Währung abhalten, könnten sie kontraproduktiv wirken und den Trend zur Entdollarisierung beschleunigen.

Länder, die der Strafmaßnahmen dieser Art überdrüssig sind, könnten sich letztendlich dazu entschließen, den Dollar ganz aufzugeben und seinen Status als Reservewährung damit aufs Spiel zu setzen. Die Zölle würden zudem einen drastischen Rückgang des Handelsvolumens zur Folge haben. Betrachten wir die Zahlen. 

Die USA trieben 2023 einen Handel im Wert von 254,4 Milliarden US-Dollar mit China, 100,4 Milliarden US-Dollar mit Indien, 58,3 Milliarden US-Dollar mit Brasilien, 48,2 Milliarden US-Dollar mit Russland und 21,4 Milliarden US-Dollar mit Südafrika voran. Ein 100-prozentiger Zoll könnte diese Zahlen drastisch senken, da beide Seiten ihre Handelsaktivitäten zurückfahren würden.

In der Heimat könnte Trumps Plan amerikanischen Unternehmen genauso schaden wie ausländischen. 

Unternehmen, die auf importierte Materialien oder Teile aus Ländern mit Dollar-Entwertung angewiesen sind, würden mit höheren Kosten konfrontiert, was die Produktionskosten in die Höhe treiben würde. 

Dies könnte zu geringerer Produktivität, höheren Preisen für Verbraucher und im schlimmsten Fall zu Entlassungen führen. Wirtschaftsforscher schätzen, dass Zölle dieser Größenordnung das langfristige BIP-Wachstum um 0,2 bis 0,8 Prozentpunkte verringern könnten. 

Noch verrückter ist, dass sie nicht alle gleichermaßen treffen werden. Haushalte mit niedrigem Einkommen würden die Auswirkungen am stärksten spüren. 

Eine Studie zeigt, dass selbst ein Zoll von 10 % die Budgets ärmerer Familien stark belasten kann und sie im Vergleich zu wohlhabenderen Haushalten einen größeren Teil ihres Einkommens kostet. 

Stellen Sie sich nun vor, was ein 100%iger Zoll anrichten würde. Die Kluft zwischen Arm und Reich könnte sich noch weiter vergrößern.

Vergeltungsmaßnahmen der BRICS-Staaten?

Die BRICS-Staaten bereiten vermutlich bereits ihre Gegenmaßnahmen vor. Als Reaktion auf Trumps Drohung mit 100-prozentigen Zöllen könnten diese Länder ihre Bemühungen um den Aufbau eigener Finanzsysteme beschleunigen und den US-Dollar damit endgültig umgehen.

China beispielsweise forciert die Nutzung seines digitalen Yuan im Welthandel, während Russland Öl in Rubel statt in Dollar handelt. Brasilien und Indien prüfen den Einsatz ihrer jeweiligen Landeswährungen für internationale Geschäfte. 

Die BRICS-Staaten könnten auch ihre interne Zusammenarbeit intensivieren undtronHandelsbeziehungen untereinander sowie mit anderen Nationen außerhalb des US-Einflusses aufbauen.

Es könnten neue Allianzen entstehen, da Länder versuchen, US-Zölle zu umgehen und in ihren eigenen Währungen zu handeln. Das haben sie bereits getan. Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran und sogar die Türkei, ein NATO-Mitglied, haben eine wirtschaftliche Präferenz für die BRICS-Staaten gezeigt.

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