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TotalEnergies warnt vor einem weltweiten Ölüberangebotsrisiko aufgrund steigender Preise

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
TotalEnergies warnt vor einem weltweiten Ölüberangebotsrisiko aufgrund steigender Preise
  • TotalEnergies warnte davor, dass die steigende OPEC+-Produktion und die schwache Nachfrage zu einem Überangebot an Öl führen.
  • Der Nettogewinn des Unternehmens im zweiten Quartal 2025 sank um 30 % auf 2,7 Milliarden US-Dollar und blieb damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
  • Die Ölpreise stiegen leicht aufgrund eines Rückgangs der US-Rohölbestände und Fortschritten in den Handelsgesprächen.

TotalEnergies warnte davor, dass die globalen Ölmärkte in eine Überversorgung abgleiten, da die OPEC+ die Produktion erhöht, während die Nachfrage weiter nachlässt.

Die Warnung kam am Donnerstag im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals. Darin wurde dargelegt, wie Saudi-Arabien und seine OPEC+-Verbündeten die Fördermengen wieder erhöhen, um Marktanteile zu gewinnen. Gleichzeitig wichtigen Märkten bremst

Laut TotalEnergies herrscht derzeit ein „reichliches Angebot“ am Markt in einem fragilen Umfeld, das von Donald Trumps Zollpolitik und der allgemeinen geopolitischen Instabilität geprägt ist. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Ölpreise aufgrund des Ungleichgewichts zwischen steigender Produktion und stagnierender Nachfrage im Bereich von 60 bis 70 US-Dollar pro Barrel bleiben werden.

Gewinne bleiben hinter den Erwartungen zurück, da LNG unter Druck gerät

Die Ergebnisse von TotalEnergies im zweiten Quartal verdeutlichten, wie stark die aktuelle Lage die Gewinne belastet. Der Nettogewinn sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf 2,7 Milliarden US-Dollar und blieb damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Auch die LNG-Sparte verzeichnete einen Gewinnrückgang von 20 %, bedingt durch die gesunkenen Öl- und Gaspreise.

Dennoch beließ der Konzern seine Dividende unverändert bei 0,85 € je Aktie. Er bestätigte außerdem, sein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 2 Milliarden US-Dollar bis zum dritten Quartal fortzusetzen und seine Investitionsausgabenprognose für 2025 zwischen 17 Milliarden und 17,5 Milliarden US-Dollar beizubehalten.

Doch das hatte seinen Preis. Die Verschuldung stieg im gleichen Zeitraum von 20 Milliarden auf 26 Milliarden US-Dollar. Ein Teil davon resultierte aus der Übernahme des deutschen Unternehmens für erneuerbare Energien VSB. Der andere Teil entstand durch die Steigerung der Ölproduktion um 3 %.

Der breitere Ölmarkt folgt ebenfalls keinem eindeutigen Trend. Am selben Tag, an dem TotalEnergies seinen Bericht veröffentlichte, stieg der Preis für Brent-Rohöl um 0,79 US-Dollar auf 69,30 US-Dollar pro Barrel, während US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate um 0,83 US-Dollar auf 66,08 US-Dollar zulegte. Die Preisanstiege wurden mit Fortschritten in den Handelsverhandlungen und einem stärker als erwartet ausgefallenen Rückgang der US-Rohöllagerbestände in Verbindungtron.

Janiv Shah, Analyst bei Rystad, sagte: „Der Abbau der US-Rohöllagerbestände und die Handelsbemühungen stützen die Preise.“ Er bezog sich dabei auf Daten der Energieinformationsbehörde (EIA), die einen wöchentlichen Abbau von 3,2 Millionen Barrel auswiesen, wodurch die gesamten US-Rohöllagerbestände auf 419 Millionen Barrel sanken.

Analysten hatten mit einem geringeren Verbrauch von 1,6 Millionen Barrel gerechnet, weshalb diese Zahl bemerkenswert ist.

Handelsgespräche, Lagerbestandsveränderungen und zunehmender Druck auf die großen Ölkonzerne

Während sich die Lagerbestände in den USA verringern, bleibt die Gesamtlage weiterhin unsicher. Zwei Diplomaten in Brüssel erklärten am Mittwoch, dass die USA und die EU über ein mögliches Handelsabkommen verhandeln, das einen Basiszoll von 15 % auf EU-Importe sowie Ausnahmen für bestimmte Sektoren vorsehen könnte.

Im Erfolgsfall würde das Abkommen dem gleichen Rahmen wie das Japan-Abkommen. Bislang gibt es jedoch noch keine endgültige Vereinbarung, sondern lediglich erste positive Entwicklungen.

Unterdessen geraten auch Energiekonzerne wie BP unter Druck. BP warnte kürzlich vor sinkenden Gewinnen aufgrund nachlassender Öl- und Gaspreise. Der gesamte Sektor steht nun vor der Wahl: Entweder weiterhin Dividenden an die Aktionäre ausschütten oder auf die sich verschlechternden Fundamentaldaten reagieren. TotalEnergies scheint derzeit beides zu versuchen.

Globale Spannungen trüben ebenfalls den weiteren Verlauf. Hiroyuki Kikukawa, Chefstratege bei Nissan Securities Investment, erklärte: „Die Unsicherheit bezüglich der Handelsgespräche zwischen den USA und China sowie der Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland begrenzt weitere Kursgewinne.“ Er prognostizierte, dass die WTI-Preise weiterhin im Bereich von 60 bis 70 US-Dollar verharren würden, was der Einschätzung von TotalEnergies entspricht.

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