- Japans oberster Währungsexperte, Masato Kanda, hält die starke Abwertung des Yen für ungewöhnlich und nicht im Einklang mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten.
- Der Yen erreichte einen Tiefststand seit 34 Jahren, was Japan zu Andeutungen über mögliche Interventionen zur Stabilisierung der Währung veranlasste.
- Obwohl die Bank von Japan die Zinssätze zum ersten Mal seit 2007 angehoben hat, schwächt sich der Yen weiter ab und hat in diesem Jahr gegenüber dem Dollar etwa 7 % an Wert verloren.
Falls Sie sich fragen, was die japanische Wirtschaft so durcheinandergebracht hat, brauchen Sie nur einen Blick auf die jüngste Entwicklung des Yen zu werfen. Er hat eine Achterbahnfahrt hinter sich, und zwar keine positive. Japans oberster Finanzminister, Masato Kanda, hat sich ausführlich dazu geäußert und erklärt, der Yen-Absturz sei angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage Japans völlig unverständlich. Man würde erwarten, dass der Yen sich unabhängig von den geldpolitischen Maßnahmen und Inflationsprognosen Japans entwickelt. Aber nein, er scheint ein Eigenleben zu führen und schlägt völlig andere Wege ein.
Die Achterbahnfahrt von Yen
auf ein 34-Jahres-Tief abstürzt – Dollarund das sorgt für ordentlich Aufsehen. Die Regierung ist hellwach und bereit einzugreifen, sollte die Lage außer Kontrolle geraten. Sie wird nicht tatenlos zusehen, wie der Yen weiter fällt, insbesondere nachdem die Bank von Japan (BOJ) die Zinsen zum ersten Mal seit Ewigkeiten (okay, seit 2007, aber es fühlt sich wie eine Ewigkeit an) angehoben hat. Diese Zinserhöhung sollte ein wichtiges Signal sein, ein Zeichen dafür, dass Japans Wirtschaft wieder auf eigenen Beinen stehen könnte. Stattdessen rutscht der Yen immer tiefer in den Abgrund.
Und es handelt sich nicht nur um einen leichten Rückgang; wir sprechen von einem Wertverlust von 7 % gegenüber einem Dollar, der gegenüber so ziemlich jeder anderen Währung seine Stärke demonstriert hat. Kanda und seine Mitarbeiter im Finanzministerium geben sich gelassen und betonen, keine konkreten Zielwerte zu verfolgen, aber man kann sicher sein, dass sie den Yen nicht kampflos fallen lassen werden. Das letzte Mal griffen sie massiv ein, als der Yen die Marke von 152 gegenüber dem Dollar fast erreicht hatte. Nun, da der Yen diese Marke erneut testet, richten sich alle Augen auf Tokio, um zu sehen, wie die Regierung reagiert.
Ein genauerer Blick hinter die Kulissen
Bei genauerer Betrachtung erweist sich das Ganze als ein verworrenes Geflecht aus Zinssätzen und Renditedifferenzen. Japan versucht seit Längerem, die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen niedrig zu halten – Teil seines ehrgeizigen Plans, Geld billig zu machen und die Wirtschaft anzukurbeln. Doch selbst nach den jüngsten Anpassungen liegen die japanischen Renditen immer noch deutlich unter denen der USA, wodurch der Yen ungefähr so attraktiv ist wie sushivon letzter Woche.
Der Chef der Bank of Japan, Kazuo Ueda, bekräftigt, dass die Zentralbank an ihrer niedrigen Zinspolitik festhält und dämpft damit die Hoffnungen auf eine schnelle Stützung des Yen. Offenbar befindet sie sich in einem Dilemma: Sie muss die Wirtschaft ankurbeln, gleichzeitig aber einen weiteren Yen-Verfall verhindern.
Doch es gibt auch Hoffnung. In Japan sind erste Lebenszeichen zu erkennen: Die Löhne steigen und Unternehmen investieren so viel wie seit Jahren nicht mehr. Es scheint, als würden sie endlich begreifen, dass sie sich nicht ewig auf billiges Geld verlassen können. Kanda spricht sogar von grundlegenden Reformen, um Japan zu einem attraktiven Investitionsstandort zu machen und nicht nur zu einem Ort, an dem man billige Exportgüter kauft.
So sehr Kanda auch die Notwendigkeit von Veränderungen betont, ist klar, dass es keine schnelle Lösung gibt. Die Probleme des Yen sind ein Symptom tieferliegender Schwierigkeiten, die seit Jahren schwelen, wie ein Garten, der zu lange vernachlässigt wurde. Japan versucht nun, die Scherben aufzukehren, aber es braucht mehr als nur einen Rechen und ein paar neue Pflanzen, um wieder für gute Ergebnisse zu sorgen.
Hier also die wichtigsten Gründe, warum Japans Wirtschaft etwas angeschlagen ist. Es dreht sich alles um den Yen, seine turbulenten Kursschwankungen und die hektischen Bemühungen, ihn wieder in traczu bringen. Nichts wird beschönigt, nur die ungeschminkte Wahrheit darüber, was die Dinge im Land der aufgehenden Sonne erschüttert.
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