Thailändische Behörden haben sechs Polizisten und einen Zivilisten festgenommen, weil sie mit einem gefälschten Haftbefehl eine Festnahme vorgetäuscht und von einem Ausländer 165.000 USDT erpresst hatten.
Das Opfer, ein chinesisch-vanuatischer Staatsbürger, erstattete zusammen mit seiner Frau und weiteren Familienangehörigen Anzeige bei der Polizei in Bang Sue. Sie gaben an, dass neun Männer vor ihrem Haus erschienen seien und sich als Polizisten ausgegeben hätten.
Korrupte thailändische Beamte benutzten einen gefälschten Haftbefehl
Die Angeklagten legten einen gefälschten Durchsuchungsbefehl in thailändischer Sprache vor. Das Opfer konnte zwar kein Thai lesen, erkannte aber das Staatswappen auf dem Dokument. Da das Wappen echt und überzeugend wirkte, willigte er in die Durchsuchung ein.
Die falschen Polizisten übersetzten den Haftbefehl mithilfe zweier Dolmetscher und sagten, dass ein philippinischer Staatsangehöriger das Opfer eines gefälschten Passes beschuldigte, der Fall werde vor Gericht verhandelt.
Die falschen Beamten führten anschließend die Durchsuchung durch und beschlagnahmten dietronGeräte des Opfers, darunter Mobiltelefone und einen Computer.
Beim ersten Erpressungsversuch wurden 10 Millionen US- (300 Millionen Baht) gefordert, um das Verfahren einzustellen. Die Beamten drohten außerdem mit weiteren Anklagen wegen angeblicher illegaler Beschäftigung einer ausländischen Hausangestellten. Das Opfer weigerte sich und wehrte sich gegen die Forderungen mit der Begründung, er sei unschuldig. Er beteuerte zudem, nicht über die nötigen Mittel zu verfügen.
Um den Druck auf das Opfer weiter zu erhöhen, brachten die Beamten ihn in ein Regierungsgebäude, wo sie die fingierte Kaution auf 296.000 USDT (10 Millionen Baht) herunterhandelten. Das Opfer willigte schließlich ein, 165.000 USDT (5,5 Millionen Baht) zu überweisen. Nach der Überweisung zwangen die korrupten Beamten das Opfer, ein Video aufzunehmen, in dem es aussagte, es sei nichts geschehen.
Doch damit nicht genug. Einer der Beamten kontaktierte das Opfer erneut über Telegram und forderte weitere 20.895 USDT für die Preisgabe der dent . Das Opfer erhielt jedoch keine weiteren Informationen und beschloss, einen Anwalt mit der Untersuchung und Aufdeckung des Betrugs zu beauftragen.
Die thailändische Metropolitanpolizei führte zusammen mit der Cyberpolizei umfangreiche Ermittlungen durch und stellte fest, dass zwölf Personen an dem Verbrechen und der Erpressung beteiligt waren. Sieben Personen wurden festgenommen, drei weitere Beamte der Cyberpolizei stellten sich.
Die Verdächtigen wiesen die Vorwürfe zurück und wurden gegen Kaution freigelassen. Die Ermittler werden ihre Ergebnisse 30 Tage nach Eingang der Anzeige vorlegen.

