Tencent übertrifft die Umsatzprognosen für das Quartal, KI und Gaming treiben das Wachstum an

- Tencent verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahr auf 184,5 Milliarden Yuan (25,7 Milliarden US-Dollar) und übertraf damit die Analystenschätzungen von 3 %.
- Der Nettogewinn stieg um 17 %, vor allem aufgrund von KI-Werbung und gestiegenen Spieleinnahmen.
- Das Unternehmen plant, Valorant Mobile und weitere Spieletitel auf den Markt zu bringen, um das Wachstumstempo beizubehalten.
Tencent Holdings Ltd. übertraf im zweiten Quartal die Umsatzprognosen einiger Analysten, vor allem dank KI-gestützter Werbung und gestiegener Spieleinnahmen. Der chinesische Konzern verzeichnete einen Umsatzanstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahr auf 184,5 Milliarden Yuan (25,7 Milliarden US-Dollar) und übertraf damit die Analystenprognosen um 3 %.
Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg des Nettogewinns um 17 %, der hauptsächlich auf verbesserte Margen in den Bereichen Werbung und Gaming zurückzuführen war. Als Haupttreiber der veröffentlichten Ergebnisse nannte das Unternehmen KI-gestützte Werbung sowie das Wachstum in den Bereichen Gaming und Social Media.
Die Aktienkurse des Hauptaktionärs des Unternehmens, der niederländischen Investmentfirma Prosus NV, stiegen nach der Bekanntgabe im EU-Markt um 3,9 %.
Die Tencent-Aktie dürfte im Jahr 2025 um 30 % steigen, liegt aber weiterhin 26 % unter ihrem Allzeithoch
Tencent, ein chinesischer multinationaler Technologiekonzern, ist führend in der KI-Forschung. Anstatt neue KI-Plattformen zu entwickeln, konzentrierte sich das Unternehmen darauf, KI-Technologie in all seine Produkte zu integrieren. Das firmeneigene Hunyuan-Modell und DeepSeeks R1 bilden die Grundlage für die Spiele- und Social-Media-Anwendungen von Tencent. Die Cloud-Plattform des Unternehmens stellt Rechenressourcen für Kunden bereit, die KI-Systeme entwickeln. Auch Wettbewerber wie Alibaba und ByteDance haben im Zuge des KI-Wettlaufs ihre Modelle auf den Markt gebracht.
Das chinesische Unternehmen stützte sein Gaming-Franchise und die WeChat-Super-App, um im zweiten Quartal das Umsatzwachstum zu fördern. Dies geschah im Zuge der Erholung von jahrelanger regulatorischer Aufsicht, pandemiebedingten Störungen und den jüngsten Zöllen Trumps. Das Unternehmen hat weitere Veröffentlichungen im Gaming-Bereich angekündigt, die die Ergebnisse im dritten Quartal voraussichtlich weiter ankurbeln werden.
Valorant Mobile, die mobile Umsetzung des beliebten Titels von Riot Games Inc., erscheint voraussichtlich am kommenden Dienstag. Ein Open-World-Spiel in einem etablierten Universum befindet sich in Entwicklung, und weitere Spiele werden voraussichtlich nächste Woche auf der Gamescom in Deutschland vorgestellt.
Der Aktienkurs des chinesischen Technologiekonzerns stieg bis 2025 um mehr als 170 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 30 Prozent, liegt aber weiterhin 26 Prozent unter seinem Allzeithoch. Die Aktie wird mit dem 17,6-Fachen des geschätzten Gewinns gehandelt, verglichen mit dem Fünfjahresdurchschnitt von 20. Sie ist damit niedriger bewertet als die Aktien globaler Konkurrenten wie Meta und Sony Group, die deutlich höher bewertet sind. Einige Analysten prognostizieren für Tencent einen hohen Gewinn je Aktie für die nächsten zwölf Monate.
Tencent setzt auf die KI-Tools und die Gaming-Dominanz von WeChat
WeChat, eine von Tencent entwickelte soziale Plattform, hat über eine Milliarde Nutzer und zählt weiterhin zu den wertvollsten Vermögenswerten des chinesischen Technologiekonzerns. Die Plattform generiert Einnahmen durch Funktionen wie die Suche und Kurzvideo-Werbung. WeChat Pay steht jedoch im Wettbewerb mit der Ant Group Co., die mit ihrem kontaktlosen Bezahldienst über 100 Millionen Nutzer gewinnen konnte.
Das Führungsteam von Tencent hat sein Vertrauen in WeChat bekundet, das eine zentrale Rolle im Zeitalter der generativen KI spielt. Es betonte, dass sich das Miniprogramm-Ökosystem von WeChat potenziell zu einem Betriebssystem für autonome KI-Tools entwickelt. Das Unternehmen setzte zudem KI-Modelle für die Erstellung von Spielinhalten ein, beispielsweise für die automatisierte Avatar-Generierung und die Erstellung digitaler Assets.
Das Unternehmen vermied aggressive Investitionen in den E-Commerce, wo Konkurrenten wie Alibaba durch Subventionen ihre hohen Umsätze sichern wollten. Laut einigen Analysten diversifizierte Tencent seine Einnahmebasis durch Fintech, Werbung und Gaming und verschaffte sich so einen Puffer gegen Marktunsicherheiten.
Die KI-Strategie des chinesischen Mischkonzerns konzentriert sich auf operative Effizienz. Beispielsweise verwendet das Hunyuan-A13B-Modell 80 Milliarden Parameter, aktiviert aber während der Inferenz nur 13 Milliarden, was die Rechenkosten reduziert.
Tencent bekräftigte seine Bereitschaft, geopolitischen Spannungen und globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten zu begegnen, die Risiken für die Finanzergebnisse im zweiten Halbjahr darstellen. Das Unternehmen nannte seine Kernkompetenzen im Gaming-Bereich, seine wachsenden KI-Fähigkeiten und seine dominante Präsenz in den sozialen Medien als Instrumente, die ihm voraussichtlich helfen werden, das Wachstum im dritten und vierten Quartal fortzusetzen.
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Collins J. Okoth
Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.
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