Singapurs Temasek verzeichnete nach dem FTX-Debakel Verluste bei Startup-Investitionen im Wert von 275 Millionen US-Dollar

- Personen, die mit der Anlagestrategie von Temasek vertraut sind, haben darauf hingewiesen, dass der Fonds sich von Investitionen in noch nicht börsennotierte Unternehmen in der Frühphase fernhalten wird.
- Das Unternehmen musste aufgrund des Zusammenbruchs von FTX 275 Millionen Dollar abschreiben.
- Der staatliche Fonds Singapurs hat in insgesamt 11 Krypto-Projekte investiert, darunter Animoca Brands und ConsenSys.
Der singapurische Staatsfonds Temasek hat nach einer Reihe von Fehlinvestitionen davor gewarnt, sein Engagement in jungen Unternehmen zu reduzieren. Dieser neue Ansatz ist eine Lehre aus dem Zusammenbruch der FTX-Börse, an der Temasek einer der größten Investoren war.
Der dem Finanzministerium gehörende Fonds in Singapur wird sein Risiko nun reduzieren, indem er Investitionen in junge Unternehmen meidet. Nach einer Reihe von Fehlinvestitionen hat der Fonds den Zugang zu niedrigen Zinssätzen verloren.
FTX war eine warnende Geschichte
Eine der größten Fallen für Temasek war FTX, das monatelang das Image eines zuverlässigen und erfolgreichen Krypto-Startups aufgebaut hatte. Der Fonds musste schließlich 275 Millionen Dollar abschreiben, die Mitarbeitervergütung kürzen und einen Reputationsschaden erleiden.
Der Fonds gehörte zu den prominenten Geldgebern von FTX, darunter auch SoftBank und BlackRock. SoftBank musste 100 Millionen Dollar seiner FTX-Investition abschreiben.
Wie die Financial Times berichtet, ist Temasek infolgedessen gegenüber noch nicht börsennotierten Unternehmen in der Frühphase pessimistischer geworden, so Quellen, die mit der Anlagestrategie des Fonds vertraut sind.
Temasek erlitt auch durch den Zusammenbruch des Unternehmens eFishery einen Wertverlust von 300 Millionen US-Dollar. Das indonesische Agrartechnologieunternehmen brach nach Betrugsvorwürfen zusammen.
Temasek hat seine Investitionsstrategie bereits zurückgefahren, von 4,4 Milliarden US-Dollar für Unternehmen in der Frühphase auf 509 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Im gleichen Zeitraum ging auch die Anzahl der Transaktionen zurück, von 82 im Jahr 2021 auf 11 im vergangenen Jahr.
Die neue Strategie betrifft Direktinvestitionen, bei denen Temasek bei der Auswahl der Unternehmen bisher konservativer vorgegangen ist. Der staatliche Fonds wird Startups weiterhin indirekt über Risikokapitalfonds unterstützen, allerdings in kleinerem Umfang.
Temasek hat seit 2024 Krypto-Startups im Stich gelassen
Temasek hat bereits elf Krypto-Investitionen getätigt, wobei die Beteiligung am FTX-Token den größten Einfluss hatte. Insgesamt erzielte das Unternehmen eine Rendite von 156 % mit seinen Krypto-VC-Token
Für Temaseks 300-Milliarden-Dollar-Portfolio war das Krypto-Engagement vergleichsweise gering, obwohl der Absturz von FTX enorme Reputationsschäden verursachte. Investitionen über Token bergen zudem das größte Risiko, da der Kryptohandel nicht gestoppt werden kann und der Wert von Vermögenswerten innerhalb von Minuten einbrechen kann.

Temaseks jüngste Krypto-Investition erfolgte in Partior, ein zentralisiertes Krypto-Finanzunternehmen. Zuvor hatte Temasek bereits Animoca Brands mit 110 Millionen US-Dollar und ConsenSys mit einer Serie-D-Finanzierungsrunde über 450 Millionen US-Dollar unterstützt. Der Fokus lag auf Krypto-Zahlungsökosystemen und zentralisierten Börsen. Indirekt war Temasek jedoch auch über den Menyala-VC-Fonds an NFT-Projekten wie Authentick beteiligt.
Temaseks Präsenz wurde genutzt, um Kryptoprojekten mehr Bekanntheit und Reputation zu verschaffen. Der staatlich unterstützte Fonds zog sich kurz vor dem nächsten Trend, bei dem Unternehmen Bitcoin-Reserven hielten, aus dem Kryptomarkt zurück und erwähnt Bitcoin seither nicht mehr im Zusammenhang mit seinem Portfolio. Die letzte öffentlich bekanntgegebene Investition von Temasek in ein Krypto-Startup erfolgte im Juli 2024.
Einige der frühen Investitionen von Temasek waren Erfolgsgeschichten, darunter heute etablierte Unternehmen wie die E-Commerce-Plattform Alibaba und das US-amerikanische Lebensmittellieferunternehmen DoorDash.
Die Strategieüberarbeitung folgt dem allgemeinen Abfluss von Risikokapital aus Krypto-Startups, wo sich die Zahl neuer Deals bis weit ins zweite Quartal hinein weiter verlangsamte.
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