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Die Technologiegiganten OpenAI und Meta trainieren KI mit afrikanischen Sprachen

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die Technologiegiganten OpenAI und Meta trainieren KI mit afrikanischen Sprachen
  • OpenAI, Meta und Orange arbeiten zusammen, um KI für afrikanische Sprachen zu trainieren, beginnend mit Wolof und Pulaar, die von über 22 Millionen Menschen gesprochen werden.
  • Ziel des Projekts ist es, den Kundenservice zu verbessern und kostenlose Instrumente für Gesundheit und Bildung in 18 westafrikanischen Ländern bereitzustellen.
  • Orange wird KI-Modelle lokal in Europa und Afrika hosten und sich dabei auf kleinere, energieeffiziente Systeme konzentrieren, um Umweltbelange zu berücksichtigen.

OpenAI und Meta arbeiten zusammen, um KI-Systeme für afrikanische Sprachen zu trainieren. Dieses Projekt, an dem auch der französische Telekommunikationsriese Orange SA beteiligt ist, zielt darauf ab, eine große Lücke im Bereich der KI zu schließen. Afrika, ein Kontinent mit über 2.000 Sprachen, wurde beim KI-Training bisher weitgehend vernachlässigt.

Das Projekt startet nächstes Jahr und konzentriert sich zunächst auf zwei westafrikanische Sprachen: Wolof und Pulaar. Zusammen werden diese Sprachen von über 22 Millionen Menschen gesprochen, doch aktuelle KI-Modelle verstehen sie nicht.

Orange will seine Kommunikationslösungen in Afrika und dem Nahen Osten, wo das Unternehmen in 18 Märkten aktiv ist, ausbauen. Dabei geht es aber nicht nur um Kundenservice. In der ersten Phase werden Rechenzentren in Europa und Afrika sowie öffentliche Cloud-Systeme zum Training der KI genutzt. Woher die Trainingsdaten stammen sollen, hat das Unternehmen allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Ausweitung der KI auf lokale Sprachen

Steve Jarrett, Chief AI Officer von Orange, erklärte, das Projekt beginne zunächst mit Wolof und Pulaar. Bis zum nächsten Jahr sollen KI-Modelle für weitere Sprachen Subsahara-Afrikas wie Lingala, Swahili und Bambara trainiert werden. Diese Sprachen sind für Millionen von Menschen von entscheidender Bedeutung, aber in KI-Datensätzen kaum vertreten.

Laut Jarrett ist diese Initiative ein Schritt hin zur Zugänglichkeit von KI für alle, auch für Bevölkerungsgruppen, die Analphabeten sind oder anderweitig von digitalen Fortschritten ausgeschlossen sind.

OpenAI wird Orange frühzeitig Zugriff auf seine Modelle gewähren. Dadurch kann Orange KI-gestützte Tools wie Sprachinteraktionen für den Kundenservice entwickeln. OpenAI übernimmt außerdem die Datenverarbeitung und das Hosting in europäischen Rechenzentren.

Die Modelle werden als Open-Source-Software kostenlos für nichtkommerzielle Zwecke wie Gesundheits- und Bildungsdienste eingesetzt. Das übergeordnete Ziel? Die Einführung maßgeschneiderter KI-Lösungen in allen 18 westafrikanischen Ländern, in denen Orange tätig ist.

Zur Einordnung: Wolof wird im Senegal, in Gambia und im südlichen Mauretanien gesprochen. Pulaar wird hauptsächlich im Senegal verwendet. Zusammen repräsentieren diese Sprachen eine bedeutende Bevölkerungsgruppe, die von gängigen KI-Systemen oft übersehen wird.

Dies ist eine große Sache für Unternehmen wie Orange, die in Gebieten tätig sind, in denen lokale Sprachen dominieren, aber für Tools wie OpenAIs GPT oder Metas Llama völlig unsichtbar sind.

Warum „souveräne KI“ wichtig ist

Dieses Vorhaben greift das wachsende Konzept der „souveränen KI“ auf. Die Idee ist einfach, aber wirkungsvoll: Regionen und Länder wollen die Kontrolle über die technologische Kerninfrastruktur, die die KI antreibt.

Durch die Lokalisierung von Datenspeicherung und -verarbeitung stellen sie sicher, dass ihre Sprachen, Kulturen und Geschichten nicht verloren gehen. Für Afrika, das in der globalen Technologieentwicklung oft vernachlässigt wurde, bietet dies die Chance, seine sprachliche Vielfalt sichtbar zu machen.

Orange spielt hierbei eine strategische Rolle. Das Unternehmen plant, die Datenverarbeitung zu lokalisieren, indem es die Modelle von OpenAI in europäischen Rechenzentren hostet.

Durch diese Partnerschaft erhält Orange außerdem frühzeitigen Zugang zu den neuesten KI-Entwicklungen, die sie für Anwendungen wie sprachgesteuerte Kundensupportsysteme nutzen wollen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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