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Die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde will nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse mehr Befugnisse

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Schweizer Aufsichtsbehörde will nach Credit-Suisse-Krise mehr Befugnisse
  • Nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse strebt die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde FINMA erweiterte Befugnisse zur Verhängung von Geldstrafen gegen Banken und zur Durchsetzung der Verantwortlichkeit von Führungskräften an.
  • Die umfangreiche Aufsicht der FINMA vor dem Crash umfasste zahlreiche Untersuchungen und Durchsetzungsmaßnahmen, was die NotwendigkeittronRegulierungsinstrumente verdeutlichte.
  • Derdent der Credit Suisse unterstreicht die Notwendigkeit, dass sich die globalen Finanzsysteme mit robusteren und agileren Regulierungsmechanismen weiterentwickeln.

Nach dem turbulenten Zusammenbruch der Credit Suisse die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA in den Fokus und forderte eine Ausweitung ihrer Aufsichtsbefugnisse. Dieser Schritt ist nicht nur eine Reaktion auf ein einzelnes Finanzdebakel, sondern ein deutliches Signal für einen Paradigmenwechsel in der Aufsicht über den Schweizer Bankensektor. Der Niedergang der 167 Jahre alten Credit Suisse erschütterte nicht nur die Grundfesten des Schweizer Finanzwesens, sondern legte auch eklatante Lücken in den Regulierungsmechanismen offen.

Ein Aufruf zu verstärkter Aufsicht

Der 84-seitige FINMA-Bericht zum Zusammenbruch der Credit Suisse, der detaillierte Einblicke in die Entwicklung der Bank gewährt, unterstreicht die Notwendigkeit robusterer Regulierungsinstrumente. Der Bericht kritisiert die Bank für die mangelhafte Umsetzung strategischer Ziele, eine Reihe von Skandalen und Managementfehler.

Um ein solches Fiasko künftig zu verhindern, schlägt die FINMA vor, den Aufsichtsbehörden die Befugnis zu geben, Bußgelder gegen Finanzinstitute zu verhängen und ein System für leitende Angestellte einzuführen. Dieses System, das dem britischen System nachempfunden ist, zielt darauf ab, die persönliche Verantwortung von Topmanagern zu stärken.

Die Forderung nach diesen Reformen deckt sich mit den Äußerungen von Sergio Ermotti, dem Vorstandsvorsitzenden der UBS. Seine Unterstützung eines umfassenden Reformpakets, das von einer von der Regierung eingesetzten Kommission vorgeschlagen wurde, signalisiert einen wachsenden Konsens unter den führenden Schweizer Finanzexperten hinsichtlich der Dringlichkeit einer regulatorischen Überarbeitung. Die Ergebnisse der parlamentarischen Gruppe, die den Beinahe-Zusammenbruch der Credit Suisse untersuchte, unterstreichen eine wahrgenommene Schwäche der aktuellen Krisenmanagementkapazitäten der FINMA.

Die Strenge der Aufsicht der FINMA

In ihrem Selbstreflexionsbericht legte die FINMA ihren Aufsichtsansatz während der turbulenten letzten Jahre der Credit Suisse detailliert dar. Ab 2012 führte die Aufsichtsbehörde ein umfassendes Überwachungsverfahren durch, das 43 Voruntersuchungen, zahlreiche Rügen, Strafanzeigen und Durchsetzungsverfahren umfasste. Bemerkenswerterweise erfolgte ein erheblicher Teil dieser Maßnahmen nach 2018, was auf einen verstärkten aufsichtsrechtlichen Fokus in den letzten Jahren hindeutet.

Die Aufzeichnungen der FINMA belegen sage und schreibe 108 aufsichtsrechtliche Vor-Ort-Prüfungen bei der Credit Suisse zwischen 2018 und 2022, bei denen 382 Handlungsbedarfe dokumentiert wurden, von denen ein erheblicher Teil als hohes oder kritisches Risiko eingestuft wurde. Diese Zahlen spiegeln eine Aufsichtsbehörde auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit wider, die alle ihr zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente einsetzte. Trotz dieser Bemühungen führte der letztendliche Zusammenbruch der Credit Suisse zu einer internen Selbstreflexion innerhalb der FINMA und zu Forderungen nach erweiterten Aufsichtsbefugnissen.

Das Bestreben der FINMA nach einer Stärkung ihrer Aufsichtsbefugnisse findet vor dem Hintergrund globaler finanzieller Unsicherheit und der zunehmenden Komplexität von Finanzprodukten und -dienstleistungen statt. Der Schweizer Finanzsektor, traditionell als Bollwerk der Stabilität und Diskretion angesehen, sieht sich nun mit den Realitäten moderner Bankenrisiken konfrontiert. Die Credit-Suisse-Affäre dient als Weckruf, nicht nur für die Schweizer Aufsichtsbehörden, sondern für die globalen Finanzaufsichtsbehörden, und unterstreicht die Notwendigkeit von Agilität, Weitsicht undtronDurchsetzungsmechanismen in der Bankenaufsicht.

Die Credit-Suisse-Krise und die darauffolgende Forderung der FINMA nach mehr Befugnissen markieren einen Wendepunkt in der Schweizer Bankenregulierung. Es ist eine Geschichte der Selbstreflexion, der Anpassung und des unermüdlichen Strebens nach Finanzstabilität in einem sich ständig wandelnden Wirtschaftsumfeld. Während die FINMA ihre regulatorische Autorität stärken will, beobachtet die globale Finanzwelt die Entwicklungen aufmerksam und ist sich bewusst, dass die Auswirkungen dieser Veränderungen weit über die Schweizer Alpen hinaus spürbar sein werden. Der Weg, der vor der FINMA und dem Schweizer Finanzsektor liegt, besteht nicht nur in der Erholung von einem historischen Einbruch, sondern auch in derdefides Wesens der Bankenaufsicht in einer zunehmend vernetzten und komplexen Finanzwelt.

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