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Schweizer Minister sagt, die USA würden die Zölle bis Dezember auf 15 % senken.

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
Die Schweiz versucht verzweifelt, Trumps 39-prozentigen Zölle zu vermeiden, während die Handelsgespräche ins Stocken geraten sind
  • Die Vereinigten Staaten werden die Zölle auf Schweizer Importe Anfang Dezember von 39 % auf 15 % senken.
  • Am 14. November einigten sich beide Länder grundsätzlich auf die Senkung der Zölle, wobei Schweizer Unternehmen Investitionen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar bis 2028 zusagten.
  • Parmelin verteidigte das Abkommen und erklärte, die Regierung habedentgehandelt und damit sowohl wirtschaftliche als auch politische Interessen geschützt.

Die USA werden ihre Zölle auf Schweizer Importe von 39 % auf 15 % Anfang Dezember senken, wie der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin mitteilte in einem Interview mit dem Schweizer Sender SRF, dasam Samstag ausgestrahlt wurde.

Die Schweiz sei bereit für die Umstellung, sagte Parmelin. Die USA bräuchten etwas länger, um sich anzupassen. Sobald das neue Zollsystem verabschiedet sei, dauere es zehn bis zwölf Werktage, bis der niedrigere Zollsatz im System wirksam werde, erklärte er der Aargauer Zeitung, einer schweizerischsprachigen Tageszeitung. Ein genaues Datum wollte er mit Verweis auf die laufenden amerikanischen Vorbereitungen nicht nennen.

Vorläufige Einigung ebnet den Weg für weitere Verhandlungen.

Am 14. November unterzeichneten die Schweiz und die USA ein erstes Protokoll mit einer Haftungsklausel, in dem sie sich verpflichteten, den US-Zollsatz von 39 % auf 15 % zu senken. Der Zollsatz von 39 % war der höchste, der im August einem europäischen Land auferlegt wurde, und machte sich schnell negativ auf die Schweizer Exporteure aus.

Die vorläufige Vereinbarung ist ein erster Versuch, die Handelsspannungen zu mindern. Sie beinhaltet zudem eine bedeutende Zusage von Schweizer Unternehmen, bis 2028 200 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren, vor allem in den Bereichen Chemie, Maschinenbau und Hochtechnologie. Der nächste Schritt, so Parmelin weiter, sei ein „konkreter Dialog über die Umsetzung“, damit die Zollsenkung nicht nur auf dem Papier, sondern auch tatsächlich umgesetzt wird.

Parmelin schlug vor, dass auch die Schweiz über den vereinbarten Zollsatz von 15 % hinaus weitere Ausnahmeregelungen anstreben könnte. Die Zollsenkung dürfte den von dem im August letzten Jahres eingeführten Zollsatz von 39 % betroffenen Schweizer Branchen etwas Entlastung bringen. Zu den am stärksten betroffenen Branchen zählen Maschinenbau, Uhrenindustrie, Chemie und Pharmazie. Die hohen Zölle hatten die Kosten für US-Importeure in die Höhe getrieben, die Nachfrage gedämpft und Lieferketten beeinträchtigt.

Eine Senkung des Zolls auf 15 % würde die Schweizer Exporteure an die der Europäischen Union angleichen und sie dadurch wettbewerbsfähiger für einen größeren Anteil des US-Marktes machen.

Experten warnen vor verbleibenden Hürden

Experten begrüßten die Senkung der Zölle, merkten aber an, dass diese zur Lösung der allgemeinen Herausforderungen des Schweizer Handels noch nicht ausreiche. Martin Schlegel, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, wies darauf hin , dass 4 % der Schweizer Exporte direkt von den US-Zöllen betroffen seien: eine positive Folge, da einige Sektoren von einer Senkung nicht wesentlich profitieren könnten. 

Das vorläufige Abkommen muss noch im Rahmen der laufenden Verhandlungen zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten ratifiziert werden, fügte er hinzu. Für seine endgültige Verbindlichkeit ist voraussichtlich die Zustimmung der Parlamente beider Länder erforderlich. Es herrscht erhebliche Unklarheit darüber, wer genau davon profitieren wird und was die vollständige Umsetzung beinhalten würde. 

Parmelin musste sich auch gegen die Kritik an der Schweiz wehren, die in dem Abkommen zu viele Zugeständnisse gemacht habe. Die Regierung habe realpolitisch gehandelt, sagte er, und zwar umsichtigdentstrategisch, um die langfristigen wirtschaftlichen und politischen Interessen des Landes objektiv und ohne Beeinträchtigung seiner Souveränität zu wahren. 

Trotz dieser Einschränkungen könnte eine Senkung der Zölle den Schweizer Exporten in die USA, insbesondere von Industriemaschinen, Uhren, Präzisionsinstrumenten und Luxusgütern, einen Schub geben. Sie wäre eine symbolische Wiederbelebung der schweizerisch-amerikanischen Handelsbeziehungen, die seit der Einführung der 39-prozentigen Zölle angespannt waren. 

Die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen können jedoch je nach verschiedenen Faktoren variieren, weisen Analysten darauf hin. Dazu gehören ein reibungsloser Ablauf der Gesetzgebung zur Senkung der Zölle, die Zusammenarbeit von Schweizer und amerikanischen Beamten zur Lösung von Problemen anstatt deren Verschärfung sowie die Möglichkeit für Schweizer Unternehmen, künftig weitere Ausnahmen von den hohen Zöllen für sensible Produkte zu beantragen. 

Schweizer Unternehmen und Branchenverbände loben das Abkommen alstronSignal dafür, dass die Handelsbeziehungen mit den USA nicht länger als selbstverständlich angesehen werden können. Für viele ist es ein Eckpfeiler langfristiger Investitionen und bietet die Möglichkeit erhöhter Investitionen, gefolgt von Kooperation und einem besseren Marktzugang für Schweizer Produkte.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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