Standard Chartered geht davon aus, dass bis 2028 1 Billion US-Dollar von Banken in Schwellenländern in Stablecoins fließen könnten

- Standard Chartered prognostiziert, dass das Volumen der in Schwellenländern für Sparzwecke verwendeten Stablecoins innerhalb der nächsten drei Jahre von 173 Milliarden US-Dollar auf 1,22 Billionen US-Dollar steigen könnte.
- Standard Chartered hält zwei Drittel des aktuellen Stablecoin-Angebots, das sich bereits in Sparbrieftaschen in Schwellenländern befindet.
- Die Stablecoin-Branche verzeichnete im dritten Quartal geschätzte Netto-Neuschöpfungen von 45,6 bis 46,0 Milliarden US-Dollar.
Standard Chartered prognostiziert, dass bis 2028 mehr als eine Billion Dollar aus Banken in Schwellenländern abfließen und in Stablecoins investiert werden könnten. Laut der multinationalen Bank wird es eine Verlagerung von Zahlungsnetzwerken und anderen Kernbankaktivitäten vom Bankensektor in den Nichtbankensektor geben.
Standard Chartered prognostizierte, dass das für Ersparnisse in Schwellenländern genutzte Volumen an Stablecoins innerhalb der nächsten drei Jahre von 173 Milliarden US-Dollar auf 1,22 Billionen US-Dollar steigen könnte. Die Bank erklärte, dass die größten Umwälzungen durch Stablecoins voraussichtlich aus den Schwellenländern kommen werden, wo der Zugang zu US-Dollar traditionell eingeschränkt ist.
Laut der Bank könnten Nutzer Stablecoins, die in Schwellenländern immer beliebter werden, für den Zugriff auf ein im Wesentlichen auf US-Dollar basierendes Konto verwenden. „Der Besitz von Stablecoins ist in Schwellenländern weiter verbreitet als in Industrieländern, was darauf hindeutet, dass eine solche Diversifizierung dort ebenfalls wahrscheinlicher ist“, so Standard Chartered.
„Stablecoins bergen ein geringeres Kreditrisiko als Banken.“
Stablecoins bergen ein geringeres Kreditrisiko als Einlagen bei lokalen Banken, da sie Nutzern rund um die Uhr digitalen Zugriff auf ein US-Dollar-Konto ermöglichen. Dies liegt daran, dass der US-amerikanische GENIUS Act vorschreibt, dass sie vollständig durch US-Dollar gedeckt sein müssen.
Standard Chartered erklärte, diese Änderung erhöhe das Risiko einer Kapitalflucht aus den Bankensystemen der Schwellenländer hin zu Kryptowährungen. Tatsächlich befinden sich laut Schätzungenbereits zwei Drittel des aktuellen Stablecoin-Angebots in den Wallets von Sparern in Schwellenländern.
Standard Chartered fügte hinzu, dass Länder mit hoher Inflation, schwachen Währungsreserven und hohen Überweisungen wahrscheinlich einen Rückgang der Bankeinlagen hin zu Stablecoins verzeichnen werden. Beispielsweise haben sich die Bürger Venezuelas, wo die jährliche Inflationsrate zwischen 200 % und 300 % liegt und der Wert des Bolívars rapide sinkt, Stablecoins zugewandt.
Im Krypto-Adoptionsbericht 2024 von Chainalysis belegte Venezuela Platz 13 und verzeichnete im Jahresvergleich einen Anstieg der Kryptonutzung um 110 %. Auch Länder wie Argentinien und Brasilien tauschen ihre Ersparnisse zunehmend gegen USDC und USDT, um der Inflation zu entgehen. Viele Unternehmen in diesen Ländern akzeptieren mittlerweile Stablecoins als Zahlungsmittel.
Stablecoins verzeichnen im dritten Quartal ein Allzeithoch bei den Nettoneuschöpfungen
Stablecoins haben gemeldet, dass das dritte Quartal ihr bisher erfolgreichstes war. Laut On-Chain-Daten verzeichnete die Branche Netto-Neuschöpfungen von schätzungsweise 45,6 bis 46 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 324 % gegenüber den 10,8 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal.
Zu diesem Anstieg trugen Tethers USDt (plus ca. 19,6 Milliarden US-Dollar), Circles USDC (plus ca. 12,3 Milliarden US-Dollar) und Ethenas USDe (plus ca. 9 Milliarden US-Dollar) bei. Es handelt sich um eine Mischung aus etablierten großvolumigen Anlagemodellen und steigendem Interesse an neueren, renditegebundenen Modellen.

Der gesamte Streubesitz von Stablecoins liegt aktuell zwischen 300 und 310 Milliarden US-Dollar. Laut DefiLlamadeuten neue Branchenzahlen darauf hin, dass der Gesamtbetrag in den letzten 30 Tagen eher bei 310 Milliarden US-Dollar liegt.
Neben den drei Top-Token verzeichneten PayPal USD und Sky USDS jeweils Quartalszuflüsse von rund 1,4 Milliarden bzw. 1,3 Milliarden US-Dollar. Neuere Token wie RippleRLUSD und Ethenas USDtb legten ebenfalls von einem niedrigen Niveau aus stetig, wenn auch nur geringfügig, zu.
Dass das Wachstum Rekordhöhen erreicht hat, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass auch die Nutzung Rekordhöhen erreicht hat: Die Zahl der aktiven Adressen ist im letzten Monat um rund 23 % gesunken, und das Transfervolumen ging um 11 % zurück. Ein Großteil des zusätzlichen Angebots scheint eher ungenutztes cash zu sein, als dass tatsächlich Geld durch das System fließt.
Die Liquidität bleibt an allen Spielstätten und in allen Handelsketten schwach, was Kursschwankungen in schwierigen Marktphasen verstärkt. Neue Währungskonzepte wie USDe schaffen zwar neue Nachfrage, bergen aber auch zusätzliche Risiken.
In Europa rücken sie bereits stärker in den Fokus der Regulierungsbehörden. Wie berichtet Cryptopolitan Cryptopolitandeutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin schwerwiegende Mängel im Emissionsprozess des Stablecoins USDe von Ethena. Daraufhin schränkte die BaFin das Angebot von USDe für deutsche Händler und Investoren ein.
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