Spotify führt KI-gestützte Playlist-Funktion in den USA und Kanada ein

- Spotify führt in den USA und Kanada die KI-Funktion „Prompted Playlist“ ein, mit der Premium-Nutzer mithilfe von Sprachbefehlen und ihren persönlichen Hörgewohnheiten individuelle Wiedergabelisten erstellen können.
- Nutzer können „Regeln“ für den Inhalt von Wiedergabelisten festlegen undmatic tägliche oder wöchentliche Aktualisierungen planen, um die Musik aktuell zu halten.
- Nach einem erfolgreichen Testlauf in Neuseeland wird die Funktion nun ausgeweitet, da Spotify bestrebt ist, mehr Abonnenten für Premium-Abos zutrac.
Spotify hat am Donnerstag ein neues Tool für amerikanische und kanadische Nutzer eingeführt, mit dem zahlende Kunden Wiedergabelisten mithilfe von KI-Befehlen erstellen können, basierend auf dem, was sie bereits hören.
Das schwedische Unternehmen testete die Funktion „Playlist-Vorschläge“ zunächst in Neuseeland, bevor sie in Nordamerika eingeführt wurde. Dies ist ein weiterer Schritt in Spotifys Bestreben, mehr Nutzer zum Abschluss eines Abonnements anstelle der kostenlosen Version zu bewegen.
Molly Holder,dent für Produktpersonalisierung, erläuterte die Hintergründe des neuen Tools in einer Pressekonferenz. „Hörer wollen nicht nur, dass Spotify sie versteht. Sie wollen ihr Hörerlebnis aktiv mitgestalten“, sagte Holder.
Das Unternehmen erklärt, dass diese neue Funktion den Nutzern die Kontrolle gibt, anstatt nur das zu erhalten, was die Plattform für sie auswählt. Nutzer können dem System nun in ihrer eigenen Sprache und anhand ihrer Ziele mitteilen, was sie wollen.
Dieses Tool unterscheidet sich von früheren Optionen wie KI-Playlists dadurch, dass Nutzer „Regeln“ für die Aufnahme von Titeln in ihre Playlists festlegen können. Laut Hersteller können die Playlists außerdem täglich oder wöchentlich aktualisiert werden, sodass die Musik stets aktuell und ansprechend bleibt.
Preisanstieg nach KI-Einführung
Die Preiserhöhung erfolgt, nachdem Spotify Anfang Januar angekündigt hatte, den Preis für sein monatliches Premium-Abo anzuheben. Ab Februar zahlen US-Abonnenten 12,99 US-Dollar statt des bisherigen Preises – eine Erhöhung um einen Dollar. Die gleiche Preiserhöhung gilt auch für Estland und Lettland.
Dies entspricht einem Anstieg von 8 Prozent, während das Unternehmen auf nachhaltige Gewinne hinarbeitet. Der Streaming-Riese gab bekannt, dass die monatliche Gebühr in den USA, seinem größten Markt, von 12 auf 13 US-Dollar steigen wird. Zuletzt hatte das Unternehmen die Preise in den USA im Jahr 2024 angehoben, obwohl es im Vorjahr in einigen anderen Ländern bereits Gebührenerhöhungen vorgenommen hatte.
Unternehmensvertreter erklärten, das zusätzliche Geld würde ihnen helfen, „weiterhin das bestmögliche Erlebnis zu bieten und Künstler zu unterstützen“
Spotify zählt mittlerweile über 280 Millionen zahlende Abonnenten. Das Unternehmen sieht sich mit steigenden Erwartungen konfrontiert, seine Preise anzuheben, um mit den steigenden Kosten Schritt zu halten und mit anderen Diensten wie Netflix gleichzuziehen.
Die Plattform profitiert von ihren äußerst treuen Hörern, die oft jahrelang ihre Musik- und Audiosammlungen aufbauen. Studien zeigen, dass Spotify-Kunden unter allen großen Video- und Audio-Streamingdiensten in Amerika am seltensten ihr Konto kündigen.
Innerhalb von zwanzig Jahren entwickelte sich Spotify zum größten Player im Musikgeschäft und bewies seine Profitabilität. Doch mit dem Erreichen des Streaming-Höhepunkts in den wichtigsten Märkten verlangsamte sich das Wachstum. Seit etwa zwei Jahren entwickelt das Unternehmen einen teureren Dienst, der sich an seine treuesten Fans richtet.
Zunehmende Kritik an KI-Musikinhalten
Spotify setzt schon lange auf KI-gestützte Tools, um Nutzern bei der Musiksuche zu helfen, darunter Funktionen wie „Discover Weekly“ und die fünf- bis sechsmal täglich aktualisierten Tageslisten. Obwohl diese Tools Spotify zu einem der führenden Musikdienste gemacht haben, sagen einige Abonnenten nun, das Unternehmen sei mit den KI-generierten Musikempfehlungen.
Zahlende Kunden haben Bedenken geäußert, dass KI-generierte Musik in ihren Feeds erscheint, insbesondere in den „Discover Weekly“-Playlists, die jeden Montag mit Vorschlägen aus den meistgestreamten Genres aktualisiert werden. Auch in den „Release Radar“-Playlists wird KI-generierte Musik gemeldet. Viele Abonnenten fordern die Plattform nun auf, Filter einzuführen, die anzeigen, welche Songs von der KI stammen.
Die größte Frustration besteht nicht nur darin, dass KI-generierte Musik existiert. Nutzer werfen Spotify , zahlenden Mitgliedern gegenüber nicht ehrlich zu sein, was KI-generierte Musik betrifft und was nicht.
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Noor Bazmi
Noor Bazmi ist Mitglied des Cryptopolitan -Nachrichtenteams und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften. Sie berichtet über Blockchain, Kryptowährungen, künstliche Intelligenz, Big Tech, den Markt für Elektrofahrzeuge, die Weltwirtschaft und politische Kurswechsel. Um ein internationales Publikum zu erreichen, absolviert sie derzeit ein Marketingstudium.
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