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Südkorea fordert die Trump-Regierung auf, die Handelsgespräche „ruhig und geordnet“ zu führen

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Südkorea fordert die Trump-Regierung auf, die Handelsgespräche „ruhig und geordnet“ zu führen
  • Südkorea forderte die Trump-Regierung auf, die Handelsgespräche ruhig zu halten und vor dem 8. Juli eine Einigung zu erzielen.

  • Koreanische Beamte baten um Zollbefreiungen und boten ihre Hilfe beim Wiederaufbau der US-amerikanischen Schiffbauindustrie an.

  • Trotz einer vorübergehenden Aussetzung gelten im Land weiterhin 25%ige Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos.

Südkorea teilte der Trump-Regierung am Donnerstag mit, dass es sich wünsche, dass die bevorstehenden Handelsgespräche ruhig verlaufen und nicht in Chaos ausarten.

Im Rahmen der „2+2“-Treffen in Washington, D.C., trafen sich der südkoreanische Finanzminister Choi Sang-mok und Handelsminister Ahn Dukgeun mit US-Finanzminister Scott Bessent und dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Sie drängen mit Nachdruck auf eine Einigung bis zum 8. Juli, dem Tag, an dem Trumps 90-tägige Aussetzung der Zölle ausläuft.

Choi teilte Reportern nach dem Treffen mit, dass sich die Gespräche auf vier Schlüsselbereiche konzentrieren würden: tarifäre und nichttarifäre Maßnahmen, wirtschaftliche Sicherheit, Investitionskooperation und Geldpolitik.

Er sagte, Südkorea wolle gegenseitigen Nutzen, kein einseitiges Abkommen, und warnte vor den Folgen eines drastischen Zollsenkungsbeschlusses. „Südkorea ist ein verlässlicher Partner“, so Choi. Das Land wolle als stabil und nützlich wahrgenommen werden und keinen Handelskrieg riskieren.

Südkorea fordert Ausnahmen und Pläne im Zusammenhang mit dem US-Schiffbau

Ahn legte unterdessen bei demselben Treffen am Donnerstag seine Vorschläge vor und bat die USA, mit Korea beim Wiederaufbau der amerikanischen Schiffbauindustrie zusammenzuarbeiten, wovon beide Länder profitieren könnten.

Ahn setzte sich außerdem für einen ausgewogeneren Handel, eine stärkere Energiesicherheit für Korea und produktspezifische Ausnahmen von den geplanten Zöllen ein. Das Finanzministerium bestätigte diese Details und erklärte, beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Gespräche fortzusetzen; weitere Treffen seien geplant.

Aktuell ist Korea noch nicht völlig vor Trumps Zöllen sicher. Das Land muss weiterhin 25 % Zoll auf Stahl- und Aluminiumexporte in die USA zahlen, zusätzlich droht ein weiterer 25-prozentiger Zoll auf koreanische Automobilimporte, was für Unternehmen wie Hyundai und Kia ein großes Problem darstellt.

Beide Marken gehören laut Daten von Carpro zu den acht meistverkauften Automarken in den USA. Korea ist laut der International Trade Administration im Jahr 2024 außerdem der viertgrößte Stahlexporteur in die USA.

Die Trump-Regierung hat diese konkreten Zölle nicht aufgehoben. Stattdessen hat sie die Strafzahlungen lediglich bis zum 8. Juli ausgesetzt und Ländern wie Südkorea damit eine letzte Chance gegeben, weitere wirtschaftliche Einbußen zu vermeiden.

Unterdessen hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der ANZ, Korea könne zwar möglicherweise ein Abkommen erzielen, doch die innenpolitische Lage könne den Zeitplan verlängern.

„Südkorea hat zwar gute Chancen, ein Handelsabkommen mit den USA auszuhandeln, doch der dortige Wahlkalender könnte den Zeitrahmen für ein umfassendes Abkommen verlängern“, heißt es in dem Schreiben. 

In Korea finden am 3. Juni Wahlen statt, um einen neuendentzu wählen, nachdem Yoon Suk Yeol am 4. April vom Verfassungsgericht wegen eines gescheiterten Versuchs, das Kriegsrecht zu verhängen, abgesetzt wurde.

Die Politik des neuen Präsidentendentden Verlauf der nächsten Gesprächsrunden beeinflussen. Alles hängt davon ab, wer die Wahl gewinnt und welche Prioritäten er in Bezug auf Außenhandel und die Beziehungen zu den USA setzt. Korea kann es sich jedoch nicht leisten, zu zögern. Die innenpolitische Lage ist angespannt.

Die Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent – ​​das erste Mal seit Ende 2020. Analysten hatten auf Basis einer Reuters-Umfrage mit einem Wachstum von 0,1 Prozent gerechnet, stattdessen ging die Wirtschaft jedochtrac.

Die Bank von Korea machte den Bausektor für den Einbruch verantwortlich, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,4 % einbrach. Im Quartalsvergleich sank die Wirtschaft um 0,2 %, nach dem prognostizierten Wachstum von 0,1 % bis Ende 2024.

Am 17. April beließ die Bank von Korea den Leitzins unverändert bei 2,75 %, warnte jedoch, dass das BIP-Wachstum des Landes im Jahr 2025 voraussichtlich unter der im Februar prognostizierten 1,5 % liegen werde. Die Zentralbank erklärte, die Konsumnachfrage sinke und die Exporte schwächelten aufgrund anhaltender politischer Unsicherheit und schlechter Handelsbedingungen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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