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Südkorea wird Staatsanleihen im Jahr 2027 über eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) tokenisieren

VonOpeyemi OlanrewajuOpeyemi Olanrewaju
3 Minuten gelesen
Südkorea will die Blockchain-Wirtschaft durch die Tokenisierung von Staatsanleihen und CBDCs verbessern
  • Das südkoreanische Finanzministerium bestätigte ein Pilotprojekt zur Ausgabe tokenisierter Staatsanleihen für Infrastrukturprojekte im Jahr 2027, die an die Großhandels-CBDC der Bank von Korea gekoppelt sind. Dies ist Teil der Wirtschaftsstrategie für das zweite Halbjahr 2026.
  • Das Land geht davon aus, dass seine CBDC auch mit externen Blockchain-Netzwerken interoperabel sein wird.
  • Dies geschieht parallel zu Plänen für Regeln für den koreanischen Won-Stablecoin, Spot-Krypto-ETFs und einem Plan für tokenisierte Wertpapiere im Februar 2027.

Südkorea arbeitet aktiv an der Erprobung tokenisierter Staatsanleihen im Jahr 2027 für Infrastrukturprojekte, die an die digitale Zentralbankwährung (CBDC) der Bank von Korea gekoppelt sind, wie das Finanzministerium des Landes heute bekannt gab. Damit erhält ein bisher nur vorgeschlagener Plan einen offiziellen Termin.

Die Zusage für das Pilotprojekt bis 2027 wurde am 14. Juli in einer Kabinettssitzung vorgestellt und ist in die Wirtschaftswachstumsstrategie des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen für das zweite Halbjahr 2026 eingebettet. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen Staatsanleihen in tokenisierter Form mithilfe des von der südkoreanischen Zentralbank aufgebauten CBDC-Systems emittiert und verwaltet werden.

Südkoreas Blockchain-Pilotprojekt und die Hinwendung zu CBDC

Das Strategiepapier nannte weder die Staatsanleihen, die in den Tokenisierungsprozess einbezogen werden sollten, noch die Teilnehmergruppen. Auch wurden keine bestimmten Blockchains erwähnt.

Es wurde auch nicht erwähnt, ob das Pilotprojekt den Erstverkauf von Schuldtiteln, den Sekundärhandel oder nur die Abwicklung nach dem Handel umfasst.

Die Regierung legte jedoch das Ziel fest, dass die Bank von Korea untersucht, wie ihre CBDC-Infrastruktur interoperabel kann. Dadurch könnte das bankeigene, genehmigungspflichtige Ledger mit externen Blockchains verbunden werden, anstatt nur als geschlossenes Zahlungsmittel innerhalb des Landes zu fungieren.

Die Idee tracauf Hyun Song Shin, den Gouverneur der Bank von Korea, zurück, der Staatsanleihen während einer Podiumsdiskussion beim Forum der Europäischen Zentralbank zum Thema Zentralbankwesen am 1. Juli als „großen Gewinn“ für die Tokenisierung bezeichnete. Shin schlug vor, tokenisierte Anleihen, Zentralbankgelder und tokenisierte Bankeinlagen auf einer einzigen Blockchain zu bündeln und damit das bestehende Projekt Hangang der Bank von Korea zu erweitern.

Auch die Zentralbank ist sich der möglichen Risiken bewusst und warnt davor, dass eine schnellere und jederzeit verfügbare Abwicklung finanzielle Spannungen schneller verbreiten und andere unerwünschte Risiken mit sich bringen kann.

Stablecoins, Spot-ETFs und ins Stocken geratene politische Maßnahmen

Die südkoreanische Regierung kündigte zudem an, das Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte (Digital Asset Basic Act) in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu verabschieden. Dieses Gesetz soll die Regeln und die rechtliche Grundlage für Geschäfte mit an den koreanischen Won gekoppelten Stablecoins festlegen. Ursprünglich war die Verabschiedung für das erste Quartal geplant, verzögerte sich jedoch Berichten zufolge aufgrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, der Kommunalwahlen und der Sitzung eines Ausschusses der Nationalversammlung.

Zehn Gesetzesentwürfe der Demokratischen Partei und der People Power Party zu digitalen Vermögenswerten und Stablecoins liegen derzeit im Parlament vor und warten darauf, verabschiedet und in Kraft gesetzt zu werden.

Parallel zum neuen Gesetz planen die Behörden, grenzüberschreitende Stablecoin-Transaktionen in das regulierte System des Landes zu integrieren und das Kapitalmarktgesetz zu überarbeiten, um Südkoreas erste Spot-Krypto-ETFs zu ermöglichen. Die Regierung beabsichtigt außerdem, in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen Zertifikate des Globalen Freiwilligen Kohlenstoffmarktes (GVMC) auf einer Blockchain zu handeln.

Der südkoreanische Privatsektor ist bereits im Vorteil

Ripple und Kyobo Life Insurance, einer der größten Lebensversicherer Südkoreas, hatten zuvor am 15. April 2026 die Emission der ersten tokenisierten Staatsanleihe des Landes abgeschlossen. Dank der Ripplekonnte die Transaktion nahezu sofort abgewickelt werden, wodurch der übliche zweitägige Zyklus ersetzt wurde.

Darüber hinaus gibt es Pläne für ein Pilotprojekt des Wirtschafts- und Finanzministeriums, bei dem tokenisierte Bankeinlagen zur Abwicklung staatlicher Ausgaben eingesetzt werden sollen. Der Start ist für das vierte Quartal 2026 in der Verwaltungsstadt Sejong geplant.

Das Interesse an Blockchain folgt auf eine größere Investition in KI. Seoul hat physische KI, KI-Rechenzentren und Halbleiter als drei „Megaprojekte“ bezeichnet und plant Investitionen in Höhe von 800 Billionen Won (535,6 Milliarden US-Dollar) in die Chipindustrie, um im Südwesten des Landes ein zweites Produktionszentrum zu errichten.

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Opeyemi Olanrewaju

Opeyemi Olanrewaju

Opeyemi ist spezialisiert auf die Erstellung und Optimierung hochwertiger Inhalte mit Fokus auf Kryptowährungen, globale Finanzmärkte und Wirtschaft. Er absolvierte sein Medizinstudium (MBBS) an der Universität Ibadan. Er war Chefredakteur der Hochschulzeitung und zuvor bei CFA tätig. Seit über sechs Jahren trägt er als Nachrichtenredakteur bei Cryptopolitanmaßgeblich zur Einzigartigkeit des Magazins bei.

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