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Südkorea ergreift Maßnahmen zur Regulierung des grenzüberschreitenden Kryptohandels

VonVignesh KarunanidhiVignesh Karunanidhi
Lesezeit: 2 Minuten,
Südkorea ergreift Maßnahmen zur Regulierung des grenzüberschreitenden Kryptohandels
  • Südkorea kündigt Regelungen für den grenzüberschreitenden Kryptohandel an.
  • Die neuen Regeln werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 in Kraft treten.
  • Virtuelle Vermögenswerte sollen seit 2020 in 81,3 % aller Devisendelikte involviert gewesen sein.

Das südkoreanische Finanzministerium hat Pläne zur Einführung neuer Vorschriften für grenzüberschreitende Krypto-Transaktionen angekündigt.

Dies ist eine der jüngsten wichtigen Ankündigungen im Rahmen des umfassenden Ansatzes des Landes zur Regulierung von Kryptowährungen.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2025 müssen sich Unternehmen, die grenzüberschreitende Kryptogeschäfte tätigen, bei den Behörden registrieren lassen. Sie sind außerdem verpflichtet, ihre Transaktionen monatlich der Bank von Korea zu melden.

Südkoreas Schritt in Richtung Kryptowährung erfolgt angesichts steigender Kriminalität

Die neuen grenzüberschreitenden Vorschriften sind eine Reaktion auf alarmierende Statistiken der Zollbehörde. Diese gab bekannt, dass virtuelle Vermögenswerte seit 2020 in 81,3 % aller Devisendelikte involviert waren. Der Schaden belief sich auf rund 11 Billionen Won (7,97 Milliarden US-Dollar).

Dieser Schritt ist Teil des umfassenderen Regulierungsrahmens Südkoreas, der sich in den letzten Jahren stark verändert hat.

Das Land führte am 19. Juli 2024 den Virtual Asset User Protection Act (VAUPA) ein. Dieses Gesetz verpflichtet Finanzinstitute, die virtuellen Vermögenswerte der Nutzer von ihren eigenen zu trennen.

Zudem wurden der Finanzdienstleistungskommission (FSC) umfassende Aufsichtsbefugnisse eingeräumt. Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte (VASPs) müssen nun mindestens 80 % der Vermögenswerte ihrer Nutzer in Cold Wallets verwahren, um sie vor Hackerangriffen und Systemausfällen zu schützen.

Seit März 2021 müssen alle VASPs strenge AML/KYC-Vorschriften einhalten. Dazu gehört die Überprüfung der Echtnamen von Konten.

Das seit 2021 geltende Gesetz über besondere Finanzinformationen hat bei der Regulierung der Kryptoindustrie durch Verpflichtungen zur Bekämpfung der Geldwäsche eine entscheidende Rolle gespielt.

Die Besteuerung von Kryptowährungen ist in Südkorea weiterhin komplex. Kryptowährungen sind im Land kein gesetzliches Zahlungsmittel. Die Regierung hat zudem die Einführung einer 20-prozentigen Steuer auf Kryptogewinne über 2,5 Millionen Won (etwa 1.800 US-Dollar) wiederholt verschoben.

Die ursprünglich für 2023 geplante Steuer wurde auf 2028 verschoben.

Südkoreas Kimchi Premium

Eine Besonderheit des südkoreanischen Kryptomarktes ist das „Kimchi Premium“, benannt nach dem traditionellen fermentierten Gericht des Landes.

Dieses Phänomen tritt auf, wenn Kryptowährungskurse an südkoreanischen Börsen deutlich höher notieren als auf den globalen Märkten. Die Aufschläge können mitunter 20–30 % erreichen.

Die Prämie resultiert aus einertronlokalen Nachfrage in Verbindung mit regulatorischen Beschränkungen, die Arbitragemöglichkeiten zwischen inländischen und internationalen Märkten einschränken.

Im Jahr 2022 wurde von der südkoreanischen Regierung eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus öffentlichem und privatem Sektor eingerichtet, um einen robusteren Rahmen zu entwickeln. Im darauffolgenden Jahr führte die FSC den VAUPA als Ergänzung zum Gesetz über besondere Finanzinformationen ein und stärkte damit die Maßnahmen zum Schutz der Nutzer weiter.

Verstöße gegen diese Bestimmungen können empfindliche Strafen nach sich ziehen. Diese reichen je nach Schwere des Verstoßes von Geldstrafen bis zum Fünffachen des unrechtmäßig erlangten Gewinns bis hin zu Freiheitsstrafen.

Die Aufsichtsbefugnisse der FSC erstrecken sich auf Inspektions- und Durchsetzungsmaßnahmen gegen VASPs. Dazu gehören Kryptowährungsbörsen, Wallet-Anbieter und Plattformen, die sich auf Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte spezialisiert haben.

Diese neuen Maßnahmen treten im Jahr 2025 in Kraft und ergänzen den bereits umfassenden Regulierungsrahmen des Landes um eine weitere Ebene.

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Vignesh Karunanidhi

Vignesh Karunanidhi

Vignesh ist Krypto-Content-Autor, Krypto-Journalist, Redakteur und Social-Media-Manager. Er arbeitet seit über sechs Jahren für Watcher.guru, BeInCrypto, CoinGape, Milkroad und Airdrops. Seine Expertise in der Berichterstattung über Technologie, Robotik, Wirtschaft und KI vertiefte er durch sein Masterstudium im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

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