Südkorea hebt 2011 verhängtes Verbot von „Kimchi-Anleihen“ auf, da die Nachfrage nach Dollar-Stablecoins lokal stark ansteigt

- Südkorea hat ein 14-jähriges Verbot von „Kimchi-Anleihen“ aufgehoben und erlaubt damit inländischen Finanzinstituten, in Fremdwährungsschulden zu investieren.
- Nach der Ankündigung herrschte sofort Optimismus am Markt, allerdings könnten höhere Kosten bei der Dollarfinanzierung die unmittelbare Emissionstätigkeit dämpfen.
- Die Bank von Korea setzt verschiedene Maßnahmen zur Deregulierung des Devisenmarktes um.
Berichten zufolge hat Südkorea ein 14 Jahre altes Verbot aufgehoben, das es inländischen Finanzinstituten untersagte, Kimchi-Anleihen zu kaufen, umtracKapitalzuflüsse anzuziehen.
Südkorea hat mit der Wahl vondent Lee Jae-Myung zwar die Hürde der Staats- und Regierungschefwahl endlich überwunden, doch es bleibt noch viel zu tun, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Die jüngsten Spekulationen mit dollarbasierten Stablecoins tragen dabei nicht gerade zur Verbesserung der Lage bei.
Dollar-gedeckte Stablecoins versetzen südkoreanische Investoren in helle Aufregung
Die Bank von Korea verhängte 2011 ein Verbot für lokale Investitionen in Kimchi-Anleihen, da befürchtet wurde, dass diese zu Währungsungleichgewichten zwischen lokalen Emittenten führen würden.
Diese Regelung besteht seit über einem Jahrzehnt und wäre möglicherweise auch weiterhin in Kraft geblieben, wenn nicht die Zentralbank über die Schwäche des Won besorgt gewesen wäre, verbunden mit einem Mangel an Devisenliquidität, da südkoreanische Privatanleger sich beeilten, in ausländische Aktien und dollarbasierte Stablecoins zu investieren.
Berichten zufolge erreichte der Handel mit Kryptoinstrumenten allein im ersten Quartal des Jahres ein Volumen von 57 Billionen Won (42 Milliarden US-Dollar).
„Diese Maßnahme soll dazu beitragen, das Ungleichgewicht zwischen Devisenangebot und -nachfrage zu beheben, indem sie die Devisenliquidität verbessert und den Druck auf den schwachen Won verringert“, heißt es in der Erklärung der Bank von Korea.
Allerdings warnen einige davor , dass inländische Unternehmen nicht vorschnell Kimchi-Anleihen ausgeben würden, da die Finanzierungskosten in Dollar höher seien als in Won.
Der Won reagierte positiv auf diese Entwicklung und legte am Montag um bis zu 1,2 % auf 1.347 Won pro Dollar zu – den höchsten Stand seit acht Monaten. Allerdings gab er seither einen Teil dieser Gewinne wieder ab und notiert aktuell bei 1.353 Won.
Die Ernennung eines neuendent hat den Won in diesem Jahr gegenüber dem Dollar um etwa 8 % gestärkt – eine willkommene Entwicklung nach den Unruhen des vergangenen Jahres unter Kriegsrecht. Die neue Regierung, die diesen Monat ihr Amt angetreten hat, hat höhere Staatsausgaben versprochen und steht bereits unter Druck aus Washington, den Wert der Währung in den Handelsgesprächen zu stärken.
Südkoreas Devisenreserven fielen im Mai auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren
Südkoreas Devisenreserven fielen im Mai Berichten zufolge auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Die Regierung bemüht sich seither um Gegenmaßnahmen und hat zu diesem Zweck Schritte zur Deregulierung des Devisenmarktes und zur Steigerung der Devisenzuflüsse unternommen.
Die Regierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um dieses Problem anzugehen, darunter die Anhebung der Absicherungsgrenzen bei Währungsderivaten, die Lockerung der Beschränkungen für die Fremdwährungskreditvergabe durch inländische Banken und die Erhöhung der Devisenswaplinie zwischen der Bank von Korea und dem Nationalen Rentendienst, um die Dollarkäufe des staatlichen Rentenfonds auf dem Inlandsmarkt zu reduzieren.
Mit dem jüngsten Schritt, das Verbot für inländische Finanzinstitute aufzuheben, in Kimchi-Anleihen zu investieren, dürfte das Land mehr Dollartracund die Kapitalabflüsse der Privatanleger ausgleichen.
Vor Aufhebung des Verbots waren die Hauptemittenten von Kimchi-Anleihen ausländische Tochtergesellschaften südkoreanischer Unternehmen, die Dollar-Finanzierung benötigten. Da das Verbot nun aufgehoben ist, erwarten Analysten, dass mehr inländische Unternehmen Kimchi-Anleihen begeben werden, da sie nun Fremdwährungsschulden aufnehmen und diese für den Inlandsgebrauch in Won umtauschen dürfen.
„Es gibt zunehmend die Wahrnehmung, dass der koreanische Won im Verhältnis zu seinen Fundamentaldaten zu schwach ist und die Regierung eine weitere Aufwertung der Landeswährung wünscht“, betonte Hwang Sei-woon, Senior Research Fellow am Korea Capital Market Institute, und fügte hinzu, dass die neue Maßnahme nicht nur eine höhere Nachfrage nach dem Won auf lange Sicht signalisiert, sondern auch die Bereitschaft der Regierung widerspiegelt, den Devisenmarkt noch weiter zu öffnen.
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