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Singapurisches Gericht weist Antrag auf Abweisung der 57-Millionen-Dollar-Klage gegen Terraform Labs zurück

VonEdward HopelaneEdward Hopelane
Lesezeit: 2 Minuten
Terraform
  • Terraform Labs und sein Gründer Do Kwon sehen sich in Singapur einer Sammelklage gegenüber, nachdem das Gericht Versuche, diese abweisen zu lassen, zurückgewiesen hat.
  • In der Klage wird Terraform vorgeworfen, mit der Werbung für terraUSD die Nutzer in die Irre geführt und dadurch einen Gesamtschaden von 57 Millionen Dollar für die Kläger verursacht zu haben.
  • Terraform Labs sieht sich zudem in den USA mit Betrugsvorwürfen der SEC konfrontiert, was die ohnehin schon bestehenden rechtlichen Herausforderungen in der Kryptowährungsbranche noch verschärft.

Terraform Labs und sein Gründer Do Kwonstehen vor einer bedeutenden juristischen Herausforderung, da eine Sammelklage vor dem Obersten Gerichtshof Singapurs verhandelt wird. Das Gericht wies kürzlich den Antrag der Anwälte von Terraform auf Abweisung der Klage zurück, was einen entscheidenden Schritt in dem andauernden Rechtsstreit darstellt. 

Die Klage wurde im September 2022 von Julian Moreno Beltran und Douglas Gan im Namen von 375 weiteren Klägern eingereicht, die behaupten, durch das Vorgehen von Terraform Labs erhebliche finanzielle Verluste erlitten zu haben.

Streit über das Schiedsverfahren

Das Anwaltsteam von Terraform Labs hatte versucht, den Fall in ein Schiedsverfahren zu überführen und sich dabei auf die Nutzungsbedingungen der Website berufen, die angeblich vorschrieben, dass die Nutzer auf ihr Recht auf ein Gerichtsverfahren und die Möglichkeit, sich einer Sammelklage anzuschließen, verzichten müssten. 

Das Oberste Gericht von Singapur wies diese Argumentation jedoch zurück und ließ die Sammelklage zu. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für den Fall und schafft einen bemerkenswertendent.

Mahesh Rai, ein Direktor der Anwaltskanzlei Drew & Napier, die die Kläger vertritt, kommentierte den Fortschritt des Falles mit den Worten: „Unseres Wissens ist dies die am weitesten fortgeschrittene Sammelklage weltweit.“ 

Diese Aussage unterstreicht die internationale Bedeutung des Rechtsstreits, der sich nun der Beweisaufnahme nähert, in der möglicherweise entscheidende Beweise ans Licht kommen werden.

Vorwürfe der betrügerischen Falschdarstellung

Im Kern der Klage stehen Vorwürfe der arglistigen Täuschung durch Terraform Labs, Do Kwon und seine Mitgründer. Die Kläger argumentieren, dass sie bei der Vermarktung des algorithmischen Stablecoins TerraUSD (UST) von Terraform Labs irregeführt wurden. 

Diese irreführenden Werbemaßnahmen veranlassten die Kläger zum Kauf und Einsatz der Token, nur um dann mitansehen zu müssen, wie deren Wert einbrach, als UST im Mai 2022 seine Bindung an den US-Dollar verlor und auf unter 0,10 US-Dollar fiel. Die Kläger machen insgesamt Verluste in Höhe von 57 Millionen US-Dollar geltend.

Neben der Klage in Singapur sieht sich Terraform Labs gleichzeitig auch in den USA mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat Anklage wegen Betrugs gegen Terraform Labs erhoben und wirft dem Unternehmen den Verkauf nicht registrierter Wertpapiere vor. Terraform Labs hat diese Vorwürfe vehement bestritten und im Oktober die Abweisung der Klage beantragt, da die SEC ihrer Ansicht nach keinen ausreichenden Beweis erbracht habe.

Während Terraform Labs und sein Gründer Do Kwon mit Gerichtsverfahren an mehreren Fronten zu kämpfen haben, werden die Ergebnisse dieser Fälle zweifellos weitreichende Auswirkungen auf die Kryptowährungsbranche haben. 

Die in Singapur eingereichte Sammelklage stellt einen wichtigen Meilenstein in der globalen Rechtslandschaft dar, da sie weiter fortgeschritten ist als alle bisherigen Sammelklagen. Sie wirft entscheidende Fragen zur Verantwortlichkeit und Transparenz im Kryptowährungsbereich auf und unterstreicht die Notwendigkeit robuster Anlegerschutzmaßnahmen.

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Edward Hopelane

Edward Hopelane

Edward Hopelane ist zertifizierter Content-Spezialist und Business Developer. Er schreibt enjüber Zukunftstechnologien wie Blockchain, Krypto/NFTs, Web3, Metaverse, Künstliche Intelligenz, UI/UX und vieles mehr. Dank seiner umfassenden Blockchain-Erfahrung gelingt es ihm, komplexe Web3-Themen in leicht verständlichen Blogbeiträgen darzustellen.

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