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Silber übernimmt gegenüber Bitcoin und Gold die Führung, da Händler den Preis erneut über 50 Dollar treiben

In diesem Beitrag:

  • Silber durchbrach die 50-Dollar-Marke und übertraf damit erneut das Wachstum von Bitcoin im bisherigen Jahresverlauf.
  • Bei dem Edelmetall kam es aufgrund einer vorangegangenen Angebotsverknappung zu einem sprunghaften Anstieg der Lieferungen in die Londoner Tresore.
  • Silber gilt langfristig als unterbewertet; man erwartet Volatilität, aber positive Entwicklungen auf längerer Ebene.

Silber stieg erneut über 50 Dollar und sicherte sich damit den Spitzenplatz als Anlage mit dem größten Wertzuwachs im Jahr 2025. Das Edelmetall überholte Gold und Bitcoin erneut, angetrieben von spekulativem Interesse. 

Silber hat im laufenden Jahr um über 58 % zugelegt und damit sowohl Gold als auch Bitcoin übertroffen. Der Silberpreis notierte bei 50,23 US-Dollar und verdrängte Bitcoin damit zum zweiten Mal in diesem Jahr von seinem Spitzenplatz.

Silber übernimmt gegenüber Bitcoin und Gold die Führung, da Händler den Preis erneut über 50 Dollar treiben
Silber durchbrach erstmals seit drei Wochen die 50-Dollar-Marke, da die Barreneinlagen in den Londoner Tresoren flossen. Silber gilt als unterbewertetes Gut mit erwartetem langfristigem Wertzuwachs. | Quelle: Tradingview

Historisch gesehen hat Bitcoin traditionelle Anlageklassen übertroffen. Für 2025 wird jedoch erwartet, dass Edelmetalle die Nase vorn haben könnten. Eine spekulative Silberrallye im vierten Quartal könnte die Rangliste der Top-Verdiener für 2025 verändern. 

Bitcoin verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf einen Rückgang des Nettogewinns auf 30 % und notiert aktuell über 105.000 US-Dollar. Kryptowährungen nähren die Hoffnung, dass eine Verlangsamung der Edelmetallpreise zu mehr Liquidität für digitale Vermögenswerte führen könnte. Die anhaltende Stärke von Silber könnte den Wechsel zu Krypto-Assets jedoch verzögern. 

Silberbarrenlager erreichen Neunjahreshoch

Die hohe Nachfrage nach Silber führte zu Rekordzuflüssen in die Londoner Tresore. Die Reserven erreichten den höchsten Stand seit neun Jahren und beruhigten damit vorerst die Befürchtungen vor Engpässen. Zuvor war es bei den Silberlieferungen zu einem Engpass gekommen, der den vorherigen Preisanstieg über 54 US-Dollar pro Unze weiter befeuerte. 

Die Londoner Tresore verzeichneten im Oktober aufgrund der gestiegenen Nachfrage einen Zuwachs von 54 Millionen Feinunzen Silber. Die Lieferungen nach London häuften sich aufgrund globaler Arbitragemöglichkeiten, da die Edelmetallpreise auseinanderliefen. Diese Zuflüsse folgten auf ein kürzlich erreichtes Allzeittief der Silberbestände in London. 

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Der Oktober war in Indien von einer Welle physischer Nachfrage sowie von Spotkäufen von Silber-ETFs geprägt. Gleichzeitig hoben Händler Silber aus Tresoren in den USA und China ab und lagerten es in London ein. Diese Akkumulation belegt, dass die Arbitrage funktioniert hat und der Londoner Markt über ein ausreichendes Angebot verfügt. 

Trotz der gestiegenen Verfügbarkeit zeigte Silber weiterhin Wachstumspotenzial. Der Silberpreis reagierte positiv, als der Goldpreis wieder über 4.100 US-Dollar pro Unze stieg.

Werden die Edelmetallpreise sinken? 

Silber stellt einen Sonderfall dar, da das Edelmetall seit Jahren auf einen Kursausbruch wartet. Es gilt als unterbewertet, was die Erwartung eines Anstiegs auf höhere Preise nährt. 

Trotzdem wurden die Edelmetallpreise von einer Mischung aus Hype und Spekulationen über eine drohende „Edelmetallentwertung“ beflügelt. Es wird erwartet, dass sich sowohl Gold als auch Silber nach dem hypegetriebenen Preisanstieg etwas beruhigen, ihren Aufwärtstrend aber in einem nachhaltigeren Tempo fortsetzen werden. 

Silber ist als tokenisiertes Asset kaum vertreten und hat bisher keinen Hype um die Entwicklung neuer digitaler Assets auf Basis des Metalls ausgelöst. Kurzfristig erwarten Händler aufgrund des relativ niedrigen Silberpreises extreme Volatilität. Das Metall wird seit Langem physisch gelagert und ist ein fester Bestandteil der Anlagestrategie langfristiger Investoren, doch Händler tragen möglicherweise ein deutlich höheres Risiko. Wie bei digitalen Assets gilt auch hier: Langfristiges Halten zahlt sich oft aus.

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