Ihre Hoheit Scheicha Moza bint Nasser, Vorsitzende der Qatar Foundation (QF), hielt auf dem 11. WISE Summit eine eindringliche Rede, in der sie die dringende Notwendigkeit betonte, Bildung vor Angriffen und Zerstörung zu schützen. Der zweitägige Gipfel brachte über 2000 Akteure des Bildungssektors unter dem Motto „Kreative Kompetenz: Menschliches Gedeihen im Zeitalter der KI“ zusammen. In ihren Eröffnungsworten hob Scheicha Moza die Bedeutung von Innovationen für die Bewältigung der sich wandelnden Herausforderungen im globalen Bildungswesen hervor.
Würdenträger und Anerkennung
Bei der Eröffnungszeremonie waren hochrangige Persönlichkeiten anwesend, darunter Finanzminister S.E. Ali bin Ahmed Al Kuwari, Gesundheitsministerin S.E. Dr. Hanan Al Kuwari und die stellvertretende Vorsitzende und CEO der Qatar Foundation, S.E. Sheikha Hind bint Hamad Al Thani. Ein besonderer Moment war die Verleihung des WISE-Preises für Bildung durch S.E. Sheikha Hind an Safeena Husain, Gründerin und Vorstandsmitglied von Educate Girls, in Anerkennung ihrer bedeutenden Beiträge zur Förderung der Mädchenbildung durch den Einsatz von KI.
Innovation angesichts von Herausforderungen
Vor einem Publikum, das sich intensiv mit der transformativen Kraft der Bildung auseinandersetzte, betonte Scheicha Moza die Bedeutung von Innovation, insbesondere angesichts der Herausforderungen, vor denen die Bildungssysteme verschiedener Länder stehen. Sie merkte an: „Es gibt keine Alternative zur Innovation, wenn wir Lösungen fürtracProbleme finden wollen.“
Scheicha Moza lenkte in ihrer Rede auch die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Krise in Palästina und hob die gravierenden Auswirkungen der Gewalt auf das Bildungswesen hervor. Sie beklagte, dass seit Beginn der israelischen Aggression im Oktober 36 Schulen und Universitäten, die vom Al-Fakhoora-Programm der Stiftung „Education Above All“ (EAA) unterstützt wurden, teilweise oder vollständig zerstört worden seien. Der Verlust jeder einzelnen Bildungseinrichtung bedeute den Verlust eines wichtigen Pfeilers für die Zukunft und beraube Kinder ihrer Bildungschancen.
Ein Plädoyer für Bildung
Die Vorsitzende der Qatar Foundation betonte die Schwere von Angriffen auf das Bildungswesen und unterstrich, dass jeder Angriff auf die Bildung die internationale Gemeinschaft zurückwirft. Sie forderte eine Politik, die Bildung über politische Erwägungen stellt, und erkannte an, dass die Zukunft junger Menschen auf Bildung beruht.
Scheicha Moza präsentierte ein bewegendes Foto des palästinensischen Mädchens Suhaila, das auf dem 2014 aufgenommenen Bild Papiere in der Hand hält. Sie lenkte die Aufmerksamkeit auf Suhailas Notlage, eines Kindes, das die Bitterkeit des verweigerten Bildungszugangs nur allzu gut kennt. Scheicha Moza bemerkte: „Es ist, als ob die Zeit stillsteht, während sich der Moment der Zerstörung aufs Neue wiederholt.“
Die Herausforderung nach dem Waffenstillstand
Scheicha Moza hob die weitreichenden Folgen von Kriegen für die Bildung hervor und betonte, dass Konflikte Bildungseinrichtungen zerstören, Ressourcen im Gesundheitswesen erschöpfen und die Entwicklung behindern. Die Zeit nach einem Waffenstillstand stellt oft die größte Bedrohung für den Fortschritt einer Gesellschaft dar. Die Opfer, deren altes Leben unter den Trümmern begraben liegt, müssen ihre Zukunft aus der Asche der Zerstörung neu aufbauen.
Die Eröffnungssitzung im Plenum bot zwei Hauptrednern die Möglichkeit, die Rolle der Technologie im Bildungswesen zu beleuchten. Aidan White, Gründer des Ethical Journalism Network, betonte, dass technologische Innovation allein keinen Fortschritt garantiert. Damit Technologie der Menschheit nützt, muss sie von menschlichen Werten, Ethik und Respekt vor allen Menschen geleitet werden.
Die Intelligenzrevolution
Nina Schick, Gründerin von Tamang Ventures Limited, sprach über die Fortschritte in der KI-Technologie und deren Auswirkungen auf das Bildungswesen. Sie hob die bevorstehende „Intelligenzrevolution“ hervor und merkte an, dass wir am Rande des bedeutendsten technologiegetriebenen Wandels der Geschichte stünden. Sie stellte die entscheidende Frage: „Wie werden wir uns anpassen?“
Einer der Höhepunkte der Eröffnungsplenarsitzung war der bewegende Auftritt des 15-jährigen palästinensischen Rappers Abdulrahman AlShanti, bekannt als MC Abdul. Er betonte die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung von Gaza und die Bedeutung von Bildung und erntete dafür stehende Ovationen.
Diematic Zonen und der Gipfelfokus
Der erste Tag des Gipfels war in verschiedenematic unterteilt, darunter Sitzungen zu zentralen Diskussionsthemen wie „Klassenzimmer der Zukunft“, „KI und digitale Souveränität“ und „Entwicklung ethischer KI“
Die leidenschaftliche Rede Ihrer Hoheit Scheicha Moza auf dem 11. WISE-Gipfel unterstrich die Bedeutung des Schutzes von Bildung, selbst in schwierigen Zeiten. Während die Weltgemeinschaft mit den Herausforderungen durch Konflikte und technologischen Fortschritt ringt, bleibt Bildung ein Hoffnungsschimmer für zukünftige Generationen. Der Fokus des Gipfels auf Innovation und Anpassung an den Wandel bekräftigt das Engagement für eine weltweite, qualitativ hochwertige Bildung. Er ist ein Aufruf an alle Beteiligten, Bildung Priorität einzuräumen und zu schützen, in Anerkennung ihrer zentralen Rolle für eine bessere Zukunft.

