Die Bank von Litauen hat die dringend benötigte Klarstellung und Leitlinien zum umfassenden Prozess des Security Token Offerings (STO) bereitgestellt, die in einer offiziellen Pressemitteilung vom 21. Oktober bekannt gegeben wurden.
STOs gelten oft als nächster Schritt in der Token-Entwicklung und ähneln in ihren Prozessen stark den Initial Coin Offerings (ICOs). Ein Investor investiert, indem er Coins oder Token erwirbt, die ebenfalls als Wertpapiere gelten. Sie verleihen vielen Blockchain- und Kryptowährungsunternehmen Glaubwürdigkeit und stellen somit Verbesserungen gegenüber den klassischen ICOs dar.
Die Bank von Litauen hielt es daher für angebracht, die notwendigen Richtlinien für STOs zu erlassen, die Unternehmen alternative Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung neben Bankkrediten bieten. Sie ist damit das erste Finanzinstitut, das seine Sichtweise auf STOs veröffentlicht und seine Haltung zu ICOs klargestellt hat.
Die Bank von Litauen erläutert das Security-Token-Angebot
Marius Jurgilas, Vorstandsmitglied der Bank von Litauen, stellte klar, dass der Fokus auf der Vereinfachung des stark nachgefragten STO-Prozesses liegt, der das schwindende Interesse an ICOs verdrängt hat. Die Richtlinien erläutern die bestehende Regelung, anstatt neue regulatorische Reformen einzuführen. In einem Umfeld, in dem ICOs und STOs streng auf ihre Konformität geprüft werden, seien diese Richtlinien hilfreich, um Fehlinformationen und Verwirrung zu vermeiden, erklärte er.
Bei der Ausarbeitung der Richtlinien berücksichtigten die Bankbeamten die Vorschläge der Marktteilnehmer und erläuterten unklare Punkte.
Bank unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung regulatorischer Bestimmungen
Organisationen, die von Security Token Offerings profitieren möchten, müssen zunächst ihre Vermögenswerte bewerten und feststellen, ob diese als regulierte Finanzinstrumente gelten. Ist dies der Fall, müssen sie vor Beginn der Kapitalbeschaffung sowohl die EU-Vorschriften als auch die lokalen Bestimmungen einhalten.
„Wenn auch nur die geringste Unklarheit hinsichtlich der Klassifizierung des Vermögenswerts und der dafür geltenden Vorschriften besteht, werden die Bankbeamten ihre Hilfe anbieten“, bekräftigte Jurgilas.
Wenn ein bestimmtes Produkt die wesentlichen Merkmale aufweist, um als Finanzinstrument bezeichnet zu werden, wird die Bank bei der Anwendung der entsprechenden Vorschriften behilflich sein und Hinweise zur Einhaltung geben, wobei jeder Fall individuell geprüft wird.
In einem Markt, der von illegalen Token-Angeboten und Kryptowährungsbetrügereien überschwemmt wird, sind diese Richtlinien daher ein wegweisendes Signal für all jene, die die neuen Technologien optimal nutzen wollen und gleichzeitig darum kämpfen, sich im Rahmen des Gesetzes zu bewegen.
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