SEC-Twitter-Hack sorgt für Höhepunkt des Krypto-Dramas

Trotz der gestrigen Genehmigung sorgte der verfrühte Tweet der SEC vom Dienstag, in dem ein Bitcoin ETF angekündigt wurde, für Aufruhr in der Kryptowelt. Kurzzeitig waren sich Optimisten, Pessimisten, Bitcoin Skeptiker und Blockchain-Befürworter in ihrer Verurteilung der US-Finanzaufsichtsbehörde und ihres Vorsitzenden Gary Gensler einig.
Es herrschte Verwirrung, der Bitcoin-Kurs schoss in die Höhe, und auf Twitter kursierten unzählige Memes über die Inkompetenz der SEC. Derdent sorgte zwar für viel Heiterkeit, hatte aber schwerwiegende Folgen – insbesondere für Trader, deren Bestände aufgrund der Falschmeldung liquidiert wurden. Und das von einer Aufsichtsbehörde, die eigentlich Marktmanipulationen eindämmen soll. Der Tweet, gefolgt von einer überstürztentracdurch Gary Gensler, überschattete das eigentliche Ereignis: die Zulassung des ersten Bitcoin ETFs.
Krypto erreicht Saisonhoch, während die SEC im Mittelpunkt steht
Die Ereignisse vom 9. Januar 2024 werden sich unauslöschlich in das Gedächtnis derer einprägen, die sie miterlebt haben. Sie trugen alle Merkmale eines Finanzthrillers – eines „Wolf of Wall Street“ oder, wie Magdalena Hristova von Nexo es ausdrückte, einer „Telenovela“. Hochdramatisch also, mit Momenten, in denen man sich an den Kopf fassen musste. Hristova, die auch den Podcast „So Social Block“ moderiert, kommentierte: „So wie ein Fernsehpublikum gespannt auf eine große Enthüllung wartet, die die gesamte Erzählung verändern könnte, ließ die Aussicht auf einematic regulatorische Genehmigung für Spot-ETFs die Kurse – sprich: die Preise – in die Höhe schnellen.“
Wie Matt Levine von Bloomberg es formulierte: „Die SEC wurde bei Bitcoin -ETFs getrollt.“ Zwar der BTC- Kurs nach dem Absenden des falschen Tweets auf 48.000 US-Dollar in die Höhe, stürzte aber sofort wieder ab, als die SEC die Kontrolle über ihren Account zurückerlangte und Gary Gensler bestätigte, dass die Maßnahme eindeutig voreilig war. „Wie soll man Anleger schützen, wenn man nicht einmal seinen eigenen Twitter-Account schützen kann?“, empörten sich fast alle.
Nicht alle sind davon überzeugt, dass die Kontoübernahme aufgrund fehlender Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) tatsächlich derdentdiente. Levine räumt zwar ein, dass bei dem Handel sowohl Verluste als auch Gewinne erzielt wurden, hält es aber eher für einen harmlosen Scherz als für einen ernsthaften Manipulationsversuch.
Wem können Sie vertrauen?
Das Mantra „Nicht vertrauen, überprüfen“ der Kryptowelt mag im Kontext der Blockchain-Verifizierung zutreffen, ist aber weniger verlässlich, wenn es um verifizierte Twitter-Konten geht. Wäre die Nachricht von einem anderen Account als dem offiziellen der SEC verbreitet worden, hätte sie deutlich weniger Gewicht gehabt. Da jedoch sowohl die Formulierung als auch der Zeitpunkt auf eine offizielle Veröffentlichung hindeuteten, gingen Krypto-Investoren natürlich von deren Echtheit aus.
Wie Hristova feststellt: „Die Kryptoindustrie hat die Nase voll von falschen ETF-Zulassungen, und die Auswirkungen sind nicht mehr ganz so neutral – die Fake News müssen aufhören.“ Was die Auswirkungen des Tweets auf den Markt angeht, bemerkt sie die „jugendliche Begeisterung und Sensibilität“ der Kryptowelt. „Unser Bereich ist hoffnungsvoll und gut vorbereitet, aber dennoch anfällig für (Fehl-)Informationen.“ Die Geschichte, so schließt sie, „unterstreicht die Macht der Medien, der sozialen Medien und des gesprochenen Wortes im Blockchain-Bereich.“
Für alle, die sich für gute Verschwörungstheorien oder seichte Unterhaltung begeistern, schreibt Levine: „Es sei erwähnt, dass Twitter Elon Musk gehört, der gerne provoziert und die SEC verabscheut. ‚Ich möchte es klarstellen: Ich respektiere die SEC nicht. Ich respektiere sie überhaupt nicht‘, ist eine der netteren Aussagen, die Musk öffentlich über die SEC gemacht hat. Es ist schon witzig und praktisch, dass Musks Twitter-Account gestern benutzt wurde, um die SEC lächerlich zu machen.“
Am Dienstag gab es überall peinliche Momente, als diejenigen, die wochenlang im Voraus euphorische Tweets verfasst hatten, dem Beispiel der SEC folgen und diese löschen mussten. Die größte Blamage aber war dem Finanzaufsichtsbeamten vorbehalten, dessen Vorsitzender die Worte „Bitcoin -ETF“ wohl nie wieder hören wird. Leider wird er wochenlang nichts anderes mehr sagen. Bitcoin ist da und wird uns noch lange begleiten.
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