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Hatte Sam Bankman-Fried ernsthaft vor, Tether zu kaufen?

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Hatte Sam Bankman-Fried ernsthaft vor, Tether zu kaufen?
  • Sam Bankman-Frieds Alameda Research soll angeblich eine geheime Kreditlinie der Deltec Bank genutzt haben, um das Wachstum von Tether voranzutreiben.
  • In der Klage wird behauptet, Deltec habe die Veruntreuung von Kundengeldern zwischen FTX und Alameda ermöglicht.
  • Aus den Dokumenten geht hervor, dass enge Verbindungen zwischen Bankman-Fried und den Verantwortlichen von Tether bestehen, was auf gegenseitigen Nutzen aus ihren Geschäften schließen lässt.

Nachdem sich der Staub um Sam Bankman-Frieds Fall gelegt hat, ist eine verwirrende, verworrene Geschichte ans Licht gekommen, die den ehemaligen Krypto-Giganten mit einer Bank auf den Bahamas und dem weltweit größten Stablecoin – Tether – in Verbindung bringt. Durch Textnachrichten, eidesstattliche Erklärungen und Tausende von Seiten Dokumente haben wir – wenn auch etwas verschlungen – herausgefunden, dass SBF nach einer Möglichkeit suchte, Tether zu erwerben. Und ich muss einfach sagen: Leute, ich habe es wirklich vermisst, über SBF zu schreiben.

Alameda, Deltec und Tethers Web

Im Zentrum dieser Geschichte steht Alameda Research, der Hedgefonds von Bankman-Fried. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, den Wert von Tether durch eine geheime Kreditlinie der bereits erwähnten Bank Deltec mit Sitz auf den Bahamas künstlich in die Höhe getrieben zu haben. Diese Bank unterhält angeblich Verbindungen zur Unterhaltungsbranche durch ihren Vorsitzenden Jean Chalopin, bekannt als Schöpfer von Inspector Gadget. Diese in einer Klage detailliert beschriebene Vereinbarung soll nicht nur die Manipulation von Kryptowährungen, sondern auch die Veruntreuung von Kundengeldern in Bankman-Frieds Unternehmen, einschließlich seiner Kryptobörse FTX.

Die Klage wirft Deltec vor, eine entscheidende Rolle bei der Ermöglichung dieser Handlungen gespielt zu haben – eine Behauptung, die die Bank und Chalopin vehement zurückweisen und angeben, von den Machenschaften von FTX erst durch deren Veröffentlichung erfahren zu haben. Caroline Ellison, Bankman-Frieds ehemalige Vertraute und Geliebte sowie CEO von Alameda, übergab 7.000 Seiten Korrespondenz und enthüllte so die internen Abläufe dieses komplexen Betrugsnetzwerks.

Ihre Aussage vor Gericht und der SMS-Verkehr lassen auf eine seltsam enge Beziehung zwischen Alameda und Tether schließen, insbesondere zu Tethers Finanzchef Giancarlo Devasini. Ihre Kameradschaft, die sich in freudigen Nachrichten über Tethers Wachstumserfolge zeigt, deutet auf eine gemeinsame Vision der Dominanz im Kryptomarkt hin, auch wenn sie dafür nun in der Kritik stehen.

Die Klage wirft Deltec außerdem vor, Alameda bevorzugt behandelt zu haben, indem es dem Unternehmen ermöglichte, auf Kredit zu handeln und dadurch von den geringfügigen Kursschwankungen von Tether gegenüber dem Dollar zu profitieren. Diese „geheime Kreditlinie“ begünstigte Alameda nicht nur mit vorzeitigen Token-Zahlungen, sondern umfasste auch erhebliche Summen, die teilweise zwei Milliarden Dollar überstiegen, und schuf so ein Umfeld, das finanzielle Ausbeutung begünstigte.

Stablecoins in den USA unter Beschuss

Der Zusammenbruch von FTX und die Überprüfung der finanziellen Absicherung von Tether haben Fragen zur Stabilität und Transparenz von Stablecoins aufgeworfen, die an traditionelle Vermögenswerte wie den Dollar gekoppelt sind, aber im weitgehend unregulierten Bereich der Kryptowährungen operieren.

Die von der US-amerikanischen Warenterminhandelskommission (CFTC) im Jahr 2021 gegen Tether verhängte Geldstrafe wegen angeblicher vollständiger Deckung durch US-Dollar verdeutlicht ein zentrales Problem im Stablecoin-Sektor. Trotz der Einigung, bei der Tether die Strafe zahlte, ohne die Vorwürfe zuzugeben oder zu bestreiten, bestehen weiterhin Zweifel an der Angemessenheit ihrer Reserven.

Die Gouverneurin der US-Notenbank, Michelle Bowman, hat auf die Diskrepanz in der Regulierung hingewiesen und angemerkt, dass Emittenten von Stablecoins zwar über Lizenzen oder Genehmigungen für die Verwahrung von Vermögenswerten oder Geldtransfers verfügen, aber nicht der umfassendendentunterliegen, die für Banken gilt, wie beispielsweise Kapitalanforderungen und aufsichtsrechtliche Kontrollen. Sie vertritt die Ansicht, dass Stablecoins bankenähnlichen Regulierungen unterliegen sollten, einschließlich Sicherheitsmechanismen wie der Einlagensicherung und Liquiditätsgarantien der Federal Reserve.

Dieses unsichere Umfeld hat traditionelle Finanzakteure nicht davon abgehalten, in den Stablecoin-Markt einzusteigen und die Lücke zwischen Krypto-Innovation und regulatorischer Konformität zu schließen. Branchenführer wie die Xapo Bank, MoneyGram und PayPal prüfen aktiv Stablecoin-Initiativen oder haben diese bereits gestartet, da sie deren Potenzial zur Transformation von Zahlungs- und Abwicklungsprozessen erkannt haben.

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