Sam Bankman-Fried konnte sich vor Gericht an nichts erinnern

- Sam Bankman-Fried erlebte Episoden, in denen er sich im Gerichtssaal an Dinge nicht erinnern konnte.
- Im weiteren Verlauf des Prozesses kommen widersprüchliche Details ans Licht.
Während seiner Aussage geriet Sam Bankman-Fried, eine Schlüsselfigur der Kryptowelt und Mitbegründer von Alameda Research, bei den Befragungen durch die US-Staatsanwältin Danielle Sassoon ins Wanken. Bankman-Fried wurde zu Alameda Research, dem von ihm mitgegründeten Krypto-Handelsunternehmen, und zu Behauptungen befragt, wonach sein insolventes Unternehmen denselben Regulierungen unterliege wie andere FTX-Kunden.
Sam Bankman-Fried tritt als Zeuge in den Zeugenstand
Mit dieser Aussage wurde Sam Bankman-Fried zu einem der letzten Zeugen in seinem langwierigen Strafprozess. Ihm werden sieben Fälle von Betrug und Verschwörung zur Last gelegt; die Regierung wirft ihm vor, über Alameda Milliarden von Dollar von FTX-Kunden veruntreut zu haben. Unter Sassoons Fragen reagierte Bankman-Fried häufig unsicher und gab an, sich nicht an konkrete Details seiner Zeit als CEO von FTX erinnern zu können. Seine wiederholten Antworten „Ich erinnere mich nicht“ standen in starkem Kontrast zu den Aussagen seiner Anwälte vom selben Tag.
Zu Beginn des Verfahrens musste der ehemalige Krypto-Mogul von US-Bezirksrichter Lewis Kaplan ermahnt werden, die Fragen „effizient“ zu beantworten. Obwohl er der Jury zunächst versichert hatte, keinen Betrug begangen zu haben, wurden seine Antworten im Zuge der intensiveren Ermittlungen der Regierung immer prägnanter. Sassoon befragte Bankman-Fried zu verschiedenen Themen, doch dieser hatte Schwierigkeiten, sich an Einzelheiten zu erinnern. Zunächst war er sich unsicher, ob er die Sicherheit von FTX behauptet hatte, und später konnte er sich nicht mehr erinnern, ob er eine bestimmte Bilanz der ehemaligen CEO Caroline Ellison gesehen hatte, die sich im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von FTX schuldig bekannt hatte.
Im Verlauf des Prozesses kommen unterschiedliche Details zur Sprache.
Caroline Ellisons Aussage deutete darauf hin, dass Bankman-Fried die Erstellung irreführender Bilanzen anordnete, um Kreditgeber nach einem Einbruch des Kryptomarktes zu beruhigen. Sam Bankman-Fried reagierte jedoch unsicher, als ihm das Dokument vorgelegt wurde. Um Bankman-Frieds Erinnerung aufzufrischen, verwies die Regierung auf frühere Tweets und Schriften, die ihm zugeschrieben wurden, insbesondere solche, die sich auf Kundendarstellungen und die Haltung von FTX gegenüber den Regulierungsbehörden bezogen. Sassoon erwähnte beispielsweise Fälle, in denen er seine Verachtung für Regulierungsbehörden zum Ausdruck gebracht hatte, was Bankman-Fried einmal einräumte.
Die Argumente der Verteidigung klangen in Bankman-Frieds Aussage. In seiner früheren, von seinem Anwalt Mark Cohen unterstützten Darstellung räumte er Fehler im Risikomanagement ein, insbesondere das Fehlen eines Risikomanagement-Teams und die Dringlichkeit, Schutzmaßnahmen zum Schutz von Alameda vor einem möglichen Konkurs zu ergreifen. Während des Prozesses deutete Bankman-Fried die Schwierigkeiten an, mit denen FTX konfrontiert war, und führte den Zusammenbruch auf eine Kombination aus drastisch fallenden Kursen und Fehlern in der Gründungsphase zurück.
Er erinnerte sich an Fälle, in denen Bedenken hinsichtlich Alamedas ungesicherter Positionen zu Diskussionen über die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen führten. Bankman-Frieds Aussage zeugte von Unsicherheit und prägnanten Antworten und stand damit im Gegensatz zu den zuvor von seinem Anwaltsteam dargelegten Beteuerungen von Zuversicht und Führungskompetenz. Seine Erinnerungslücken und die Überprüfung seiner Führungsentscheidungen bildeten einen zentralen Bestandteil des laufenden Prozesses, in dem die Regierung seine Glaubwürdigkeit in diesem brisanten Rechtsstreit infrage stellte.
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Owotunse Adebayo
Adebayo ist ein Autor mit vier Jahren Erfahrung im Kryptobereich. Er absolvierte die Universität von Lagos mit einem Abschluss in Stadt- und Regionalplanung. Adebayo arbeitete für Tokenhell und CryptoTicker und verfasste dort Nachrichten zu Kryptowährungen und Fintech. Derzeit ist er als freier Mitarbeiter für Cryptopolitantätig.
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