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Wladimir Putins Russland ist vor Trumps Handelskrieg nicht wirklich sicher

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Wladimir Putins Russland ist vor Trumps Handelskrieg nicht wirklich sicher
  • Russland entging Trumps neuen Zöllen, sieht sich aber weiterhin großen Risiken durch fallende Ölpreise ausgesetzt.
  • Die Öleinnahmen machen ein Drittel des russischen Staatshaushalts aus, und der Urals-Rohölpreis liegt derzeit weit unter dem Zielwert.
  • Analysten warnen davor, dass anhaltend niedrige Preise die Wirtschaft ruinieren und zu Ausgabenkürzungen zwingen könnten.

Russland hatte Glück, als Trump die Zölle zum „Tag der Befreiung“ aufhob. Doch dieses Glück ist trügerisch. Die wahre Gefahr ist das Öl. Dieses eine Wort – Öl – ist alles, was Putins kriegsgetriebene Wirtschaft zusammenhält. Und im Moment zieht dieses Öl sein Imperium geradewegs in den Abgrund.

Die Rohölpreise brechen ein. Der russische Urals-Rohölpreis ist gerade unter 55 US-Dollar pro Barrel gefallen. Das sind fast 20 US-Dollar weniger, als der Kreml benötigt, um sein Haushaltsziel zu erreichen. Rund ein Drittel der russischen Staatseinnahmen stammt aus Öl und Gas. Diese Lücke ist ein klaffendes Loch. Sollten die Preise niedrig bleiben, könnte sich das defides Landes in diesem Jahr fast verdoppeln.

Trumps Handelspolitik treibt Russland näher an den Zusammenbruch

Die Friedensgespräche über die Ukraine stocken. Moskau zögert, in der Hoffnung, militärische Erfolge würden die USA zum Einlenken zwingen. Doch dieser Druck schwindet. Die Ölpreise belasten den Kremlhaushalt massiv. Sollten sie weiter fallen, könnte Putin gezwungen sein, seine Kriegsstrategie zu ändern, da schlichtweg das Geld fehlen wird.

Die Analysten von JP Morgan sagten, Russland sei zwar von den meisten globalen Märkten abgeschnitten, doch Trumps Handelspolitik werde das Land dennoch hart treffen. Sie sprachen von einem „Tsunami“, der direkt auf Moskau zusteuere.

Putins Regierung ist nicht nur cashvom Öl abhängig, sondern um zu überleben. In den 1980er Jahren trugen fallende Ölpreise zum Zusammenbruch der Sowjetunion bei. Als Putin 1999 Ministerpräsident wurde, retteten ihn steigende Ölpreise. Sein gesamtes Machtspiel beruht auf diesem Fundament. Und genau dieses Fundament gerät nun ins Wanken.

Die Ölindustrie fördert mehr als nur Treibstoff. Sie stützt auch andere Wirtschaftszweige. Steigt der Ölpreis, florieren Stahlwerke, Baustellen boomen und ganze Städte bleiben wirtschaftlich gesund. Sinkt der Ölpreis jedoch, bricht alles, was damit zusammenhängt, ebenfalls ein. Diese Kettenreaktion bezeichnen Ökonomen als Multiplikatoreffekt.

Trumps Team wusste, dass Öl Russlands Schwachpunkt war. Seine Regierung deutete früh an, dass sie die US-amerikanische und saudische Ölproduktion ankurbeln würde, um die Preise zu senken. Keith Kellogg, Trumps Ukraine-Gesandter, sagte im Januar, dass ein Ölpreis von 45 Dollar Putin möglicherweise dazu bewegen könnte, den Krieg zu beenden.

Als Trump schließlich seine neue Liste der globalen Zölle veröffentlichte, Russland nicht einmal darauf. Doch das war kein Geschenk, sondern schlichtweg irrelevant. Die USA argumentierten, dass es aufgrund jahrelanger Sanktionen kaum noch realen Handel mit Moskau gebe.

Russland steht unter vielschichtigem Druck

Russland hat schon andere Ölpreiskrisen überstanden – 2008, die COVID-Krise –, aber diesmal ist es anders. Der Krieg dauert bereits drei Jahre an. Der Kreml versuchte, die Kosten durch die Vergabe von Arbeitsplätzen und Geld zu verschleiern. Wenn die Wirtschaft jetzt zusammenbricht, wird diese Tarnung auffliegen.

Der Kreml behauptet, er tue „alles, um die Folgen für die russische Wirtschaft so gering wie möglich zu halten“. Doch die Zahlen lügen nicht.

Laut Goldman Sachs könnte der Brent-Rohölpreis in diesem Jahr durchschnittlich nur 63 US-Dollar betragen. Bis 2026 könnte er sogar auf 58 US-Dollar fallen. Da Urals bereits mit einem Abschlag gehandelt wird, könnte der russische Ölpreis somit unter 50 US-Dollar sinken. Auch Kohle und Metalle verzeichnen rückläufige Preise. Chinas Konjunkturabschwächung infolge von Trumps Zöllen verschärft die Lage zusätzlich.

Renaissance Capital warnte seine Kunden vor einem möglichen „harten Ölpreisverfall“. Sollte der Urals-Preis in diesem Jahr bei 50 US-Dollar bleiben, würde das russische BIP voraussichtlich nur um 0,1 % wachsen. Das entspräche nahezu Stagnation. Besonders besorgniserregend nach den letzten beiden Jahren, in denen die Militärausgaben das BIP sowohl 2023 als auch 2024 um 4 % steigerten.

Diese Ausgaben lösten eine galoppierende Inflation aus. Um sie zu bekämpfen, erhöhte die Zentralbank die Zinsen auf 21 % – den höchsten Wert aller Zeiten. Gleichzeitig verlor das Land Arbeitskräfte, die entweder zum Militärdienst eingezogen wurden oder das Land verließen.

Das BIP-Wachstum im Februar lag im Vergleich zum Vorjahr bei lediglich 0,8 %, nach 3 % im Januar. Die Industrieproduktion ist rückläufig. Auch die Autoverkäufe und der Güterverkehr auf der Schiene sind gesunken. Alle Kennzahlen verschlechtern sich.

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