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Russland beginnt mit der großflächigen Einführung des digitalen Rubels in den Haushalt und die Banken

VonFlorence MuchaiFlorence Muchai
3 Minuten Lesezeit
Russland beginnt mit der großflächigen Einführung des digitalen Rubels in den Haushalt und die Banken.
  • Russland führt den digitalen Rubel im Jahr 2026 in Staatshaushalten und Banken ein und legt bis 2028 schrittweise Vorgaben für Kreditgeber und Einzelhändler fest.
  • Die von der Zentralbank gestützte Währung hält neben cash und Karten Einzug in den Zahlungsverkehr und verschärft den Wettbewerb mit MIR, QR-Codes und biometrischen Systemen.
  • Die Einführung erfolgt inmitten eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums, steigendem Budgetdruck durch den Ukraine-Krieg und verschärften Sanktionen gegen die russische Wirtschaft.

Laut der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti hat Russland damit begonnen, den digitalen Rubel in größerem Umfang in sein Budgetsystem und den Bankensektor einzuführen, um ihn im September dieses Jahres vollständig einzuführen.

Die von der Zentralbank der Russischen Föderation unterstützte digitale Währung wird Berichten zufolge seit Jahresbeginn aktiv für staatliche Transaktionen genutzt. Laut lokalen Nachrichtenportalen stehtdie dritte Form der Landeswährung nun für Überweisungen an Staatshaushalte und Zahlungen an Bundesinstitutionen zur Verfügung. 

Der Staat legte einen stufenweisen Einführungsplan und Fristen für Banken und Unternehmen fest, um den digitalen Rubel im Jahr 2023 zu integrieren. Bis zum 1. September 2026 müssen die größten Banken des Landes und ihre institutionellen Privatkunden ihren Kunden die Möglichkeit geben, Transaktionen mit digitalen Rubeln durchzuführen. 

Die Erprobung des digitalen Rubels beginnt vor der Integration von Banken und Einzelhandel 

Gemäß dem Gesetz, das die russische Zentralbank bei der Genehmigung der Währung vor zwei Jahren erlassen hat, sind Banken mit einer Universallizenz und Einzelhandelsunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 30 Millionen Rubel verpflichtet, ab dem 1. September 2027 digitale Rubel-Transaktionen abzuwickeln. 

Kleinere Banken und Einzelhändler mit einem Jahresumsatz unter 30 Millionen ₽ folgen ein Jahr später; die Einhaltung der neuen Währung ist ab dem 1. September 2028 verpflichtend. Sehr kleine Einzelhandelsgeschäfte, wie z. B. Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 5 Millionen ₽, sind von der Pflicht zur Annahme von Zahlungen in der neuen Währung ausgenommen.

Das Gesetz legte außerdem einen Zeitplan für die Einführung eines universellen QR-Codes fest, basierend auf einer Lösung des Nationalen Zahlungskartensystems (NPCS). Der einheitliche QR-Code soll bargeldlose Zahlungen an der Kasse vereinfachen und die Verwirrung durch konkurrierende QR-Systeme verringern.

Alle Banken müssen ihre Systeme bis zum 1. September 2026 an die Unterstützung des universellen QR-Codes anpassen, wobei sie die Umstellung nach eigenem Ermessen auch schon vor diesem Stichtag vornehmen können. 

Die Bank von Russland hat außerdem beschlossen, für Transaktionen von digitalen Rubelkonten von Bürgern und Unternehmen bei Zahlungen von Steuern, Gebühren und staatlichen Zahlungen keine Gebühren mehr zu erheben. Dies trat letzte Woche in Kraft. 

Der digitale Rubel wird Russlands Finanzstabilität beeinträchtigen, sagen Ökonomen

Natalia Milchakova, leitende Analystin beim Brokerhaus Freedom Finance Global, erklärte gegenüber dem russischen Medium Deita, der digitale Rubel sei eine „ernsthafte Konkurrenz“ für russische Zahlungssysteme wie die MIR-Karte. Sie sagte, die Einführung der neuen Währung könne „einen Einbruch des heimischen Kartenmarktes um etwa 7 bis 9 Prozent pro Jahr“ verursachen

Anfang 2022 lag der Marktanteil von MIR bei unter 10 %. Doch nach dem Marktaustritt von Visa und Mastercard schnellte er auf rund 80 % in die Höhe, wie sie anmerkte. Selbst wenn ausländische Kartennetzwerke zurückkehren sollten, vermutete Milchakova, würden sie wohl kaum wieder eine führende Position einnehmen.

Der Leiter des Nationalen Zahlungskartensystems, Dmitri Dubynin, gab bekannt, dass das Transaktionsvolumen des Systems in den zehn Jahren seines Bestehens 100 Billionen Rubel überstiegen habe, während die Anzahl der Transaktionen 86 Milliarden erreichte. Er legte der Nachrichtenagentur Deita Statistiken vor, die die Gesamtausgabe von 475 Millionen Karten belegten, wobei die Ausgabezahlen allein im vergangenen Jahr um 17 % gestiegen seien.

In anderen Krypto-bezogenen Nachrichten hat die russische Zentralbank vorgeschlagen , der den Kryptohandel für Privatpersonen und Institutionen bis Ende 2025 legalisieren und regulieren soll.

„Kryptowährungen werden von keiner Jurisdiktion emittiert oder garantiert und unterliegen erhöhter Volatilität und Sanktionsrisiken“, erklärte die Zentralbank in einer Pressemitteilung. „Anleger sollten sich bei der Entscheidung für eine Investition in Krypto-Assets darüber im Klaren sein, dass sie das Risiko eines potenziellen Verlusts ihrer Gelder tragen.“

Kryptowährungen und Stablecoins würden nach dem neuen Gesetz als Finanzinstrumente und nicht als Währung behandelt, da sie laut Zentralbank nicht für Inlandszahlungen verwendet werden können.“ 

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