In einer aktuellen Entwicklung, die in der Finanz- und Rechtswelt für Aufsehen gesorgt hat, hat Stuart Alderoty, Chief Legal Officer von Ripple, die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) scharf kritisiert. Alderotys Äußerungen erfolgen inmitten laufender Rechtsstreitigkeiten um Ripple, einen der führenden Akteure im Kryptowährungsbereich.
Alderoty hat in einer Reihe öffentlicher Äußerungen die SEC fragwürdiger Praktiken beschuldigt – Vorwürfe, die bei Bundesrichtern zunehmend tracfinden. Er behauptet, diese Praktiken hätten zu erheblichen gerichtlichen Niederlagen der Behörde geführt. Seine Kommentare deuten auf eine wachsende Skepsis der Justiz gegenüber den Methoden der SEC hin, insbesondere unter der Führung von Gary Gensler.
Darüber hinaus hat Alderoty auf die seiner Ansicht nach erfolgte Unterdrückung von Informationen durch die SEC über Treffen mit einer verurteilten Person aufmerksam gemacht. Diese Behauptung verschärft die Kontroverse um die Transparenz und die Entscheidungsprozesse der Behörde. Alderoty bezog sich zudem auf Kritik des internen Rechnungsprüfers der Regierung und unterstrich damit die Bedenken hinsichtlich der Praktiken der SEC.
Es ist nicht das erste Mal, dass RippleCLO gegen die SEC vorgeht. Die Behörde hatte Ripple bereits im Dezember 2020 wegen angeblicher Verstöße gegen US-amerikanisches Wertpapierrecht im Zusammenhang mit XRP Verkäufen angeklagt. Das Gericht unter Vorsitz von Richterin Analisa Torres teilte die Ansicht der SEC jedoch weitgehend nicht und befand, dass die Mehrheit der Transaktionen von Ripplerechtmäßig war.
Die Herausforderungen der SEC reichen jedoch über Ripplehinaus. Kürzlich erlitt sie einen bedeutenden Rückschlag in ihrem Streit mit Grayscale Investments über einen geplanten Bitcoin Spot-ETF. Das Gericht entschied gegen die SEC und bezeichnete deren Regulierungsansatz als willkürlich und unbegründet.
Alderoty hob auch die jüngste Niederlage der SEC im Berufungsverfahren gegen Aaron Govil vor dem Zweiten Bundesberufungsgericht hervor. Rechtsexperten, darunter John Deaton und Jeremy Hogan, vermuten, dass diese Entscheidung Auswirkungen auf die Phase der Entschädigungsfeststellung im Rechtsstreit SEC gegen Ripple haben könnte. Das Urteil des Gerichts betonte, dass Entschädigungen auf diejenigen beschränkt sein sollten, die tatsächlich finanzielle Verluste erlitten haben.
Ripple droht eine mögliche Geldstrafe, da das Ripple -Verfahren in die Phase der Beweisaufnahme eintritt. Die Frist für die Beweisaufnahme ist auf den 12. Februar 2024 festgelegt. Die SEC wird voraussichtlich eine Strafe von rund 770 Millionen US-Dollar fordern, die sich an RippleEinnahmen aus dem Verkauf XRP an institutionelle Kunden orientiert. Anpassungen könnten diesen Betrag jedoch reduzieren, da Umsätze außerhalb der USA und legitime Geschäftsausgaben berücksichtigt werden.
Der andauernde Rechtsstreit zwischen Rippleund der US-Börsenaufsicht SEC entwickelt sich weiter und wirft angesichts der jüngsten Entwicklungen ein Schlaglicht auf die grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Praktiken der SEC. Im weiteren Verlauf des Verfahrens werden Finanz- und Rechtsexperten genau beobachten, wie diese Auseinandersetzungen die zukünftige Regulierung und Durchsetzung von Kryptowährungsvorschriften prägen werden.
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