Ripple -CEO kritisiert den Regulierungsansatz von Gensler unter der Leitung des SEC-Vorsitzenden

- Der CEO Ripple kritisiert den auf Durchsetzung ausgerichteten Ansatz der SEC und fordert klare Krypto-Regulierungen.
- Garlinghouse hebt die weltweiten Fortschritte bei der Krypto-Regulierung hervor und fordert die USA auf, aufzuholen.
- Der Vorschlag, ChatGPT für regulatorische Erkenntnisse zu nutzen, unterstreicht die Frustration der Branche.
Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, hat erneut seine Unzufriedenheit mit dem Regulierungsansatz von Gary Gensler, dem Vorsitzenden der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC, gegenüber der Kryptowährungsbranche geäußert. In einem kürzlich geführten Interview beim Weltwirtschaftsforum in Davos kritisierte Garlinghouse Genslers Fokus auf die Einstellung weiterer Anwälte für Durchsetzungsmaßnahmen anstatt auf die Festlegung klarer regulatorischer Richtlinien.
Garlinghouse bezeichnet Gensler als politische Belastung.
Garlinghouse bekräftigte seine Bedenken hinsichtlich Genslers Vorgehen, das er als „Regulierung durch Durchsetzung“ bezeichnete. Er argumentierte, dass die SEC rechtliche Schritte gegen Krypto-Unternehmen priorisiert habe, was in den letzten Jahren zu zahlreichen Klagen geführt habe. Dieses Vorgehen sei laut Garlinghouse schädlich für das Wachstum und die Entwicklung der Kryptowährungsbranche in den Vereinigten Staaten.
Kryptofirmen wollen regulatorischen Rahmen einhalten
Garlinghouse betonte, dass die meisten Krypto-Unternehmen in den USA bereit seien, regulatorische Vorgaben zu erfüllen, sofern klare unddefiRegeln festgelegt würden. Er wies darauf hin, dass Länder weltweit bereits Maßnahmen zur Regulierung ihrer Kryptowährungsmärkte ergriffen hätten und nannte die Verabschiedung umfassender Regeln zur Kryptoregulierung in der Europäischen Union als Beispiel.
Nach diesen neuen Regeln benötigen Unternehmen, die in den 27 europäischen Ländern tokenisierte Vermögenswerte, Kryptowährungen und Stablecoins ausgeben, verwahren und handeln wollen, eine Lizenz. Garlinghouse wies darauf hin, dass andere Regionen zwar Fortschritte bei der Kryptoregulierung erzielen, die USA in dieser Hinsicht jedoch hinterherhinken.
Nutzung von KI für mehr regulatorische Klarheit
Da die SEC keine klare regulatorische Klarheit geschaffen hatte, schlug Garlinghouse eine neuartige Lösung vor. Er regte an, dass die Vereinigten Staaten künstliche Intelligenz, insbesondere den populären KI-Chatbot ChatGPT, nutzen sollten, um Erkenntnisse und Empfehlungen für eine effektive Regulierung des Kryptomarktes zu gewinnen.
Garlinghouse erklärte: „Ich habe scherzhaft vorgeschlagen, wir sollten einfach in ChatGPT eingeben: ‚Wie sollten die USA Kryptowährungen regulieren?‘ Das ist mehr, als die US-Börsenaufsicht SEC bisher getan hat.“ Dieser Vorschlag verdeutlicht seine Frustration über die aktuelle Regulierungslandschaft und das Fehlen proaktiver Maßnahmen der SEC.
Die SEC stößt auf Widerstand seitens der Justiz.
Der CEO Ripple wies zudem darauf hin, dass die SEC aufgrund ihrer Kompetenzüberschreitung in Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen auf Widerstand seitens der Justiz gestoßen sei. Er nannte die Niederlagen der SEC in Verfahren gegen Ripple und Grayscale als Beispiele für die Schwierigkeiten der Behörde, ihre regulatorischen Grenzen defi. Garlinghouse erwähnte außerdem die Zurückhaltung der SEC bei der Zulassung Bitcoin Spot-ETFs als Beleg für deren Zögern gegenüber der Kryptoindustrie.
Die Widerstandsfähigkeit der Kryptoindustrie
Garlinghouse betonte, dass Kryptowährungstechnologien gekommen sind, um zu bleiben, und die jüngsten Zulassungen mehrerer ETFs ihre Präsenz in der Finanzlandschaft weiter gefestigt haben. Er hob die Fortschritte hervor, die Länder wie Japan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Großbritannien und die Schweiz bei der Regulierung ihrer Kryptoindustrie erzielt haben. Garlinghouse wies darauf hin, dass diese Nationen über große Volkswirtschaften verfügen und aktiv an regulatorischer Klarheit arbeiten, während die Vereinigten Staaten politische Agenden scheinbar über die Entwicklung von Richtlinien stellen.
Brad Garlinghouses Kritik am Regulierungsansatz von SEC-Chef Gary Gensler unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen der Kryptowährungsbranche in den USA. Garlinghouses Vorschlag, KI, insbesondere ChatGPT, für regulatorische Beratung einzusetzen, spiegelt die Frustration der Branche über den Mangel an klaren Richtlinien wider. Angesichts der fortschreitenden Entwicklung des Kryptosektors müssen die Beteiligten, einschließlich der Regulierungsbehörden, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Anlegerschutz finden, um ein nachhaltiges Wachstum der Branche zu gewährleisten.
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Editah Patrick
Editah ist eine vielseitige Fintech-Analystin mit fundierten Blockchain-Kenntnissen. Technologie fasziniert sie, doch die Schnittstelle zwischen Technologie und Finanzen begeistert sie besonders. Ihr spezielles Interesse an digitalen Geldbörsen und Blockchain kommt ihren Zuhörern zugute.
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