Revolut bietet nach Erhalt der MiCA-Lizenz in Zypern nun auch Handel in der EU an

- Revolut hat offiziell eine MiCA-Lizenz von der Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) erhalten.
- Der Firmensitz in Zypern wird das Zentrum der Krypto-Aktivitäten des Unternehmens im EWR sein.
- Revolut hat es nicht geschafft, eine vollständige britische Lizenz zu erhalten, da die Regulierungsbehörden die Aufhebung der Beschränkungen verzögern, was ein Standardschritt im Lizenzierungsverfahren ist.
Revolut, das globale Fintech-Unternehmen, hat offiziell eine Lizenz für Märkte für Krypto-Assets (MiCA) von der zypriotischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (CySEC) erhalten. Diese ermöglicht es dem Unternehmen, regulierte Kryptodienstleistungen in allen 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) anzubieten.
Revoluts Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem MiCA in der gesamten EU in Kraft tritt und die Arbeitsweise von Börsen und Wallet-Anbietern grundlegend verändert.
Der Firmensitz in Zypern wird das Zentrum der Krypto-Aktivitäten des Unternehmens im EWR sein. In einer E-Mail vom Donnerstag erklärte Revolut, das weltweit über 65 Millionen Nutzer hat, dass die Autorisierung seinen auf Compliance ausgerichteten Ansatz im Kryptobereich untermauert.
Costas Michael, CEO von Digital Assets Europe, erklärte: „Die Erteilung der Lizenz spiegelt das Vertrauen der CySEC in unsere Regulierungsstandards wider […] MiCA gibt uns die Klarheit, um vertrauenswürdige Kryptoprodukte der nächsten Generation für die wachsende digitale Finanzgemeinschaft Europas bereitzustellen.“
Revoluts Krypto-Geschäftserfolg in Europa
Revolut hat seiner App seit dem Beginn des Handels mit Kryptotoken im Jahr 2017 viele Funktionen hinzugefügt. Das Unternehmen steht nun kurz vor der Einführung von „Crypto 2.0“, einem neuen Service mit mehr als 280 Token, Staking ohne Plattformgebühren mit Belohnungen von bis zu 22 % APY2 und 1:1-Stablecoin-Konvertierung in USD ohne Spreads.
Die Börse bietet kryptofähige Visa/Mastercard-Karten, reibungslose Ein- und Auszahlungsmechanismen und minimale Handelskosten von 0,00 % bis 0,09 %.
Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen in Großbritannien seine eigene Kryptobörse Revolut X auf den Markt. Seitdem hat es seine Plattform auf alle 30 EWR-Staaten ausgeweitet. Die Neobank bietet Nutzern von Revolut X nun auch mobile Apps im Apple App Store und Google Play Store an.
Das Unternehmen konnte auch mit seinem Produkt Revolut Ramp, das den Einstiegsprozess vereinfacht, indem es Händlern ermöglicht, Krypto-Assets direkt in ihren Wallets zu kaufen, durch Kooperationen mit Branchengrößen wie MetaMask und Ledger, weiterhin Erfolge verzeichnen.
Revoluts globale Expansion trotz Einschränkungen im Heimatland
Die Neobank hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 in 30 neue Märkte einzutreten und investiert dafür 10 Milliarden Pfund. Bis 2027 will sie 100 Millionen täglich aktive Nutzer erreichen.
Diese Woche erhielt Revolut endgültige Genehmigung, um als Mehrfamilienbank in Mexiko den Betrieb aufzunehmen.
¡Hola, México! 🇲🇽
Wir haben Geschichte geschrieben als erstedent Digitalbank, die in Mexiko die volle behördliche Zulassung erhalten hat.
Wir werden in Kürze ein umfassendes Angebot an Finanzdienstleistungen mit verbessertem Kundenschutz und Einlagensicherung durch das IPAB anbieten.
Jetzt auf die Warteliste setzen ➡️… pic.twitter.com/Vt3I2UAPQZ
– Revolut (@Revolut) 20. Oktober 2025
Mit der Lizenz hat Revolut den gesamten Lizenzierungs- und Genehmigungsprozess in Mexiko erfolgreich abgeschlossen und als erste unabhängigedent überhaupt eine solche Lizenz erhalten. Dank der vollwertigen Banklizenz kann Revolut nun Finanzdienstleistungen in Mexiko anbieten, wobei Kundeneinlagen bis zu einer Höhe von rund 3,4 Millionen Pesos durch das Instituto para la Protección al Ahorro (IPAB) abgesichert sind.
Diese Expansion nach Mexiko ist Teil des Wachstums von Revolut in Amerika und ergänzt die bestehenden Aktivitäten in den USA und Brasilien sowie die laufende Übernahme einer argentinischen Bank.
Darüber hinaus kündigte Revolut Anfang des Monats an, seine Zahlungsplattform in Indien einzuführen. Dank der Partnerschaften mit der Unified Payments Interface (UPI) und Visa ermöglicht das Fintech-Unternehmen indischen Nutzern Zahlungen sowohl innerhalb Indiens als auch ins Ausland.
Das Unternehmen hat es jedoch nicht geschafft, die vollständige britische Banklizenz zu erhalten. DiedentRegulation Authority erteilte ihm zwar im vergangenen Sommer eine britische Banklizenz, drei Jahre nach Antragstellung. Die Aufsichtsbehörden haben die damals auferlegten Beschränkungen jedoch noch nicht aufgehoben, was ein üblicher Schritt im Lizenzierungsverfahren ist.
Die Verzögerung kommt für den britischen Fintech-Sektor zu einem kritischen Zeitpunkt. Digitalbanken konnten sich bisher nicht gegen traditionelle Banken durchsetzen; sie tun sich schwer, profitable Geschäftsmodelle zu entwickeln und leiden unter der Regulierungslast. Die niedrigen Zinsen, die das Wachstum befeuert haben, sind vorbei, und Investoren erwarten zunehmend Renditen oder einen Ausstieg aus ihren Anlagen.
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