Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze dürfte aufgrund der Belastung der US-Verbraucher durch hohe Preise zurückgehen.

- Aufgrund hoher Preise und Sorgen um den Arbeitsmarkt wird mit einem Rückgang der Einzelhandelsumsätze in den USA gerechnet.
- Viele Haushalte haben mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und verschieben deshalb Einkäufe im Einzelhandel.
- Langsamere Neueinstellungen und ein sich abkühlender Arbeitsmarkt könnten die Ausgaben weiter reduzieren.
Die Konsumausgaben der Amerikaner dürften sich verlangsamen, da die Menschen mit den hohen Lebenshaltungskosten und zunehmender Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert sind. Die neuen Einzelhandelszahlen für September, die sich aufgrund des Regierungsstillstands um mehr als einen Monat verzögert haben, werden voraussichtlich diese Woche vom US-Zensusbüro veröffentlicht.
Die Zahlen deuten wahrscheinlich auf eine Verlangsamung des Konsumwachstums – möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Haushalte nach monatelanger Belastung durch die Inflation ihre Grenzen erreicht haben.
Analysten prognostizieren für September einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent – ein moderateres Plus als die 0,6 Prozent im August. Dieser leichte Rückgang könnte ein erstes Anzeichen für eine nachhaltigere Abschwächung nach den starken Sommerausgaben sein. Ökonomen gehen davon aus, dass diese positive Entwicklung angesichts zunehmender finanzieller Belastungen nicht anhalten wird: Der zuvor stark gestiegene Nachfrageanstieg hatte das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal beflügelt.
Hohe Preise veranlassen die Verbraucher zum Sparen.
Die Inflation hat sich seit den Extremwerten von 2022 zwar abgeschwächt, doch die Preise für viele alltägliche Güter sind weiterhin hartnäckig hoch. Für Millionen von Amerikanern bedeutet dies finanzielle Engpässe , während die Löhne nur schleppend mithalten. Lebensmittel, Miete, Benzin und Nebenkosten machen nach wie vor einen größeren Anteil des Haushaltseinkommens aus als in den letzten 50 Jahren; für Freizeitausgaben bleibt kaum noch Spielraum.
Neue Forschungsergebnisse der Universität Michigan unterstreichen diese Belastung. Verbraucher berichten derzeit von den düstersten Aussichten für ihre persönlichen Finanzen seit 2009, bedingt durch eine Kombination aus hohen Preisen und stagnierenden Ersparnissen. Auch die Sorgen um Arbeitsplatzverlust haben einen Fünfjahreshöchststand erreicht – ein Indiz dafür, dass Haushalte möglicherweise bald von vorsichtigem Konsum zu einem deutlichen Sparen übergehen werden.
Die Einkommenskluft wächst. Wohlhabendere Konsumenten, beflügelt von einem florierenden Aktienmarkt, geben weiterhin bereitwillig Geld aus. Einzelhandelsriesen wie Walmart und Gap verzeichneten starke Quartalsumsätze, unter anderem durch die Gewinnung kaufkräftiger Kunden, die Wert auf günstige Preise und Rabatte legen.
Für Menschen mit geringerem Einkommen sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Baumärkte wie Home Depot berichten, dass Kunden größere Anschaffungen aufschieben und Renovierungen verschieben. Diese Trends zeichnen ein klares Bild: Selbst wenn Amerikaner Geld ausgeben möchten, können sich viele die zusätzlichen Ausgaben nicht leisten.
Probleme auf dem Arbeitsmarkt werden das Konsumwachstum belasten
Der amerikanische Arbeitsmarkt, eine wichtige Stütze der Wirtschaft, kühlt sich ab. Die Einstellungsrate sinkt, da Unternehmer vorsichtiger agieren. Viele Firmen senken ihre Kosten, indem sie Neueinstellungen und Investitionen reduzieren oder Automatisierung einsetzen, um die Lohnkosten zu senken.
Die Veröffentlichung des Beige Book der US-Notenbank Federal Reserve im Laufe dieser Woche, das Oktober und Anfang November umfasst, dürfte die Abschwächung der Konjunktur bestätigen. Analysten erwarten Berichte über eine verhaltene Einstellungstätigkeit, einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit und eine erhöhte Vorsicht in zahlreichen Branchen.
Ökonomen von Bloomberg schreiben, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach einem Tiefpunkt im Sommer leicht erholt hat. Der teilweise Stillstand der US-Regierung im Oktober führte jedoch zu einem erneuten Einbruch bei Neueinstellungen und Konsumausgaben. Diese Enttäuschungen haben die Forderungen nach einer Zinssenkung durch die Fed bei ihrer Dezembersitzung neu entfacht, und einige Experten argumentieren, dass eine Zinssenkung die zunehmend fragile Erholung stützen könnte.
Im Kalender stehen außerdem einige wichtige Wirtschaftsindikatoren. Der Erzeugerpreisindex für September, die Auftragseingänge für langlebige Güter und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe werden ein umfassenderes Bild der wirtschaftlichen Lage vor dem Thanksgiving-Fest liefern.
Der Einzelhandel bereitet sich nun auf den Black Friday vor – den Tag, der voraussichtlich der umsatzstärkste des Jahres sein wird. Während sich große Marken auf einen Umsatzanstieg einstellen, deuten erste Anzeichen darauf hin, dass Verbraucher mit einer in den letzten Jahren nicht beobachteten Unsicherheit in die Weihnachtszeit gehen.
Ihre Bank nutzt Ihr Geld. Sie bekommen nur die Krümel. Sehen Sie sich unser kostenloses Video an, wie Sie Ihre eigene Bank werden können.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtrondentdentdentdentdentdentdentdent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















