Um den Besitz von Ransomware in Maryland unter Strafe zu stellen, wurde ein neuer Gesetzentwurf mit der Bezeichnung SB30 in der Staatsversammlung eingebracht. Der Entwurf wurde von Susan C. Lee , einer demokratischen Senatorin aus dem 16. Wahlbezirk von Maryland, eingebracht.
Der eingebrachte Gesetzentwurf würde den Besitz von Ransomware in Maryland nicht nur unter Strafe stellen, sondern auch eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar vorsehen. Diese Geldstrafe kann zusätzlich zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe verhängt werden, wobei die Justiz das Recht hat, entweder die Freiheitsstrafe oder die Geldstrafe und gegebenenfalls beide Strafen gleichzeitig zu verhängen.
Ist der Besitz von Ransomware in Maryland illegal?
Der Gesetzentwurf lässt jedoch die Absichtsklausel in Übereinstimmung mit der Verfassung der Vereinigten Staaten unberührt, wonach die Absicht zur Verbreitung der Ransomware nachgewiesen werden muss, um eine Person zu verurteilen.
Die grundlegende Rechtslage bleibt dieselbe wie bei mehreren anderen Gesetzen, d. h. die Weitergabe an ein Computersystem, ein Netzwerk oder einen persönlichen Computer ohne vorherige Genehmigung der betroffenen Person.
Der Gesetzentwurf wurde gemäß dem materiellen Strafgesetzbuch des Strafprozessrechts im Bundesstaat Maryland eingereicht.
Bislang hat der Gesetzentwurf die ersten beiden Hürden erfolgreich genommen, darunter die erste Lesung und die Weiterleitung an den zuständigen Ausschuss. Nach der Verabschiedung wird der Gesetzentwurf der Maryland Assembly zur zweiten und dritten Lesung vorgelegt.
Der Gesetzentwurf defiRansomware als
…eine Computer- oder Datenverunreinigung, Verschlüsselung oder ein Schloss
Die Absicht wird in den folgenden Begriffen beschrieben
beschränkt den Zugang einer autorisierten Person zu einem Computer, Computerdaten, einem Computernetzwerk oder einem Computersystem in einer Weise, die dazu führt, dass die für die Platzierung oder Einführung des Schadprogramms, der Verschlüsselung oder der Sperre verantwortliche Person die Zahlung von Geld oder einer anderen Gegenleistung für die Entfernung des Schadprogramms, der Verschlüsselung oder der Sperre verlangt.
Nach der Zustimmung der beiden Kammern wird der Gesetzentwurf der Opposition zur Prüfung vorgelegt. Nach Durchlaufen aller Legislativebenen in der Versammlung wird er schließlich dem Gouverneur zur Unterzeichnung vorgelegt. Das Gesetz soll voraussichtlich am 1. Oktober 2020 in Kraft treten und den Besitz von Ransomware in Maryland unter Strafe stellen.
Medienberichten zufolge wurde in Maryland ein Gesetzentwurf eingebracht, der den Besitz von Ransomware unter Strafe stellen soll. Hintergrund sind die Ransomware-Angriffe auf Baltimore, die die Daten der Stadt über zweieinhalb Wochen lang blockierten. Die Stadt Baltimore gab schließlich nach und zahlte die geforderte Strafe. Auch Florida war von einem ähnlichen Ransomware-Angriff betroffen, der den Staat hohe Kosten verursachte.
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