Quantum Computing Inc. veröffentlichte am späten Freitag seinen Ergebnisbericht für das dritte Quartal und überraschte die Analysten mit einem Umsatz, der die Erwartungen übertraf, während das Unternehmen dennoch Verluste verzeichnete.
Das Unternehmen gab an, im Septemberquartal einen bereinigten Gewinn von 1 Cent erzielt zu haben, was den Verlust von 6 Cent aus dem Vorjahr umkehrt.
Der Umsatz erreichte 384.000 US-Dollar, was einen massiven Anstieg gegenüber dem Vorjahr und weit über den 100.000 US-Dollar liegt, die Analysten vor der Bekanntgabe erwartet hatten.
Die Händler zögerten nicht, denn die Aktie von Quantum Computing stieg im nachbörslichen Handel fast sofort um mehr als 7 % auf 11,38, nachdem sie bereits während der regulären Sitzung um mehr als 5 % zugelegt hatte, obwohl die Aktie seit Jahresbeginn immer noch 42 % im Minus liegt.
Das Unternehmen erklärte, der Umsatzanstieg sei auf größere Entwicklungsdienstleistungen, mehr kundenspezifische Hardware-tracund die ersten Einnahmen aus dem Cloud-Zugriff auf sein Dirac-3-Optimierungssystem zurückzuführen.
Analysten erwarten zudem im vierten Quartal einen Umsatz von rund 200.000 US-Dollar im Bereich Quantencomputing, basierend auf den im Gespräch erörterten Prognosen.
Das Unternehmen baut seine Technologieinfrastruktur kontinuierlich aus. Das Team betreibt eine Gießerei in Tempe, Arizona, wo es auf Photonik basierende Quantenmaschinen herstellt – die Systeme, die dem Ganzen zugrunde liegen.
Quantum Computing erklärte, der Quantensektor sei in diesem Jahr aufgrund von Debatten mit Nvidia darüber, wie schnell kommerzielle Quantenprodukte in der Praxis auf den Markt kommen werden, weiterhin volatil.
Aktuell weist Quantum Computing jedoch ein Composite Rating von 45 von 99 Punkten aus dem IBD Stock Checkup und ein Accumulation/Distribution Rating von B-minus auf, was die Entwicklung der Aktie in den letzten 13 Wochen widerspiegelt.
Quantencomputing steigert die Liquidität und skizziert seine Perspektiven
Interims-CEO Yuping Huang sagte während der Pressekonferenz, dass das Unternehmen das Quartal mit 352 Millionen Dollar an cash und 461 Millionen Dollar an Investitionen abgeschlossen habe.
Yuping sagte, das Unternehmen habe nach Quartalsende zusätzlich 750 Millionen Dollar eingenommen, wodurch sich die gesamte Liquidität auf mehr als 1,5 Milliarden Dollar erhöhe.
Yuping sagte, dass dieses Geldbündel das sei, mit dem das Team die langfristige Strategie vorantreiben wolle, über die das Unternehmen seit einem Jahr spreche.
Das Unternehmen beantwortete auch Fragen zur Funktionsweise der Maschinen. Quantensysteme basieren auf subatomaren Prozessen und benötigen spezielle Hardware wie beispielsweise superkalte Chips. Diese Systeme wurden entwickelt, um Probleme zu lösen, die mit herkömmlichen Computern nicht bewältigt werden können.
Deshalb war 2025 ein chaotisches Jahr für die gesamte Branche. Investoren versuchen immer noch herauszufinden, welche Teams Produkte entwickeln werden, die tatsächlich in großem Maßstab funktionieren.
Führungskräfte der Quantencomputing-Branche diskutieren Partnerschaften, Fabriken, Banken und Sicherheitsdruck
Analysten baten Yuping um weitere Details zur Zusammenarbeit mit Poet Technologies. Yuping erklärte, die Partnerschaft nutze die Technologie von Poet für Hochgeschwindigkeits-Transceiver der nächsten Generation, die in der Telekommunikationsbranche als Weg zu schnellerem Internet gesehen werden.
Yuping sagte außerdem, dass das Team neue Partnerschaften mit anderen Gruppen prüft, die für Telekommunikations- und Datenkommunikationsanwendungen entwickeln.
Eine weitere Frage betraf Quantensicherheitstools, die bereits an eine der fünf größten US-Banken verkauft wurden. Yuping erklärte, das Unternehmen befinde sich in Gesprächen mit weiteren Großfirmen und prüfe, wie seine Tools in photonische integrierte Chips integriert werden könnten.
Yuping sagte, diese Chips könnten Unternehmen aus den Bereichen drahtlose Kommunikation und Luft- und Raumfahrt dienen, die an der Lösung langfristiger Probleme des Quanteninternets arbeiten.
Finanzvorstand Christopher Roberts wurde zu den Ausgaben befragt. Er erklärte, dass Fabrik 1 voll ausgelastet sei und mit Hochgeschwindigkeits-Testgeräten im Wert von rund 2 Millionen US-Dollar ausgestattet werde. Fabrik 2 sei in Planung, um die Maschinenproduktion zu erweitern und die steigende Nachfrage nach Dünnschichtchips in großen Stückzahlen zu decken.
Christopher beantwortete auch eine Frage zu Fusionen. Er sagte, das Unternehmen prüfe derzeit verschiedene Übernahmemöglichkeiten, die neue Kunden, Umsätze und Produktlinien generieren könnten.
Christopher sagte, diese Vereinbarungen würden dazu beitragen, die Kommerzialisierung zu beschleunigen und dem Unternehmen helfen, wichtige technologische Lücken zu schließen.
Die letzte Frage betraf die wachsende Befürchtung, dass Quantencomputer die RSA-2048-Verschlüsselung knacken könnten. Yuping erklärte, dass sich aufgrund dieser Bedrohung immer mehr Unternehmen mit quantengesichertem Internet auseinandersetzen.
Yuping sagte, das System des Unternehmens sei mit den heutigen glasfaserbasierten Telekommunikationsleitungen kompatibel, wodurch es möglich sei, sichere Netzwerke mit den bereits von Technologieunternehmen genutzten Technologien aufzubauen.

